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    <updated>2026-06-18T03:04:02+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Bergpanoramen schärfen: Mikrokontrast in Fels und Wald</title>
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                                            Bergpanoramen leben von Textur – Fels, Nadeln, Rinde. Dieses Tutorial zeigt, wie Sie mit der Kategorie Landschaft und dem Struktur-Regler in SHARPEN projects 6 Pro genau diese Details betonen, ohne den Himmel zu überschärfen.
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                 Bergpanoramen schärfen: Mikrokontrast in Fels und Wald gezielt herausarbeiten 

 Kennen Sie das? Sie stehen auf einem Aussichtspunkt, das Licht ist perfekt, und die Kamera fängt das Panorama ein – Felswände, Tannenwald, vielleicht noch ein Bergsee. Zu Hause am Monitor wirkt das Bild dann flau. Die Strukturen im Fels sind da, aber sie kommen nicht zur Geltung. Der Wald im Mittelgrund sieht wie eine grüne Fläche aus, nicht wie tausend einzelne Äste und Nadeln. 

 Das ist kein Fehler Ihrer Kamera. Es ist ein Schärfungs- und Kontrastproblem, das sich gezielt lösen lässt. SHARPEN projects 6 Pro bietet dafür die Kategorie  Landschaft  mit adaptiver Schärfung – sie betont Konturen und Strukturen, ohne glatte Flächen wie den Himmel zu überschärfen. In diesem Tutorial arbeiten wir Schritt für Schritt durch ein typisches Bergpanorama. 

   

 Was Sie am Ende erreichen 

 Nach diesen Schritten treten die Gesteinsstrukturen in der Felswand deutlich hervor, der Wald im Mittelgrund zeigt Tiefe und Textur, und der Himmel bleibt ruhig – ohne Körnung oder Flecken. Das Bild wirkt plastischer und dreidimensionaler, ohne künstlich auszusehen. 

 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 

 Ziehen Sie Ihr Bergpanorama per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster oder nutzen Sie  Datei → Bild einladen . SHARPEN lädt das Bild und zeigt Ihnen zunächst das unveränderte Original – das ist gewollt, Presets bereiten nur vor. 

 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Bergpanorama reicht in den meisten Fällen das Preset  Original  (grün umrandet, Standard). Wenn Ihr Bild aus einer JPEG-Kamera stammt und bereits leichte Kompressionsartefakte zeigt, wählen Sie stattdessen  JPEG-Artefakte reduzieren  – ein Klick genügt. Für RAW-Dateien empfiehlt sich  RAW-Bild-Optimierung . Scrollen Sie ruhig durch die Presets und entscheiden Sie nach optischem Eindruck; die eigentliche Schärfung stellen Sie rechts ein. 

 Schritt 2: Kategorie Landschaft wählen 

 Auf der rechten Seite finden Sie die sieben Schärfe-Kategorien. Klicken Sie auf  Landschaft . Diese Kategorie arbeitet mit adaptiver Schärfung: Sie betont Konturen, Strukturen und Details, schont aber glatte Flächen – also genau das, was ein Bergpanorama braucht. Der Himmel bleibt ruhig, während Fels und Wald Textur gewinnen. 

 Innerhalb der Kategorie Landschaft stehen Ihnen Voreinstellungen zur Verfügung, zum Beispiel  Landschaft – leichte Schärfe  oder  Landschaft – hohe Schärfe . Wählen Sie zunächst  Landschaft – leichte Schärfe  als Ausgangspunkt. 

 Schritt 3: Automatik einstellen – immer zuerst 

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  Automatik einstellen . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Reglerwerte innerhalb der Kategorie Landschaft automatisch. Das ist der wichtigste erste Schritt – von diesem Ausgangspunkt justieren Sie dann nach. 

 Zoomen Sie nach dem Klick in einen Bereich mit Felsstruktur oder Baumkronen hinein (Strg++ oder Mausrad). Sie werden bereits einen Unterschied sehen: Die Konturen sind schärfer, die Textur tritt hervor. Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit das Original dagegenzuhalten. 

   

 Schritt 4: Bereichsschutz – den Himmel in Ruhe lassen 

 Prüfen Sie im Bereich  Bildbereiche schützen , welcher Schutz aktiv ist. Der Standard lautet  Glatte Bereiche schützen  – das ist ein guter Ausgangspunkt, denn er verhindert, dass SHARPEN im Himmel Mikrostrukturen oder JPEG-Rauschen verstärkt. 

 Für ein Bergpanorama empfiehlt sich ein noch präziserer Ansatz: Wechseln Sie in den  Profi-Modus  (Schaltfläche ganz oben rechts) und stellen Sie den Bereichsschutz auf  (3D) ferne und glattes schützen . Dadurch schärft SHARPEN den Vordergrund – also nahe Felsen, Gräser, Äste – stärker als den fernen Hintergrund und den Himmel. Das entspricht der Perspektive: Ein Schärfungsradius von einem Pixel entspricht im Vordergrund etwa zehn Zentimeter, im Hintergrund aber gut eineinhalb Meter. Ohne diesen Schutz würde der Hintergrund zu grob geschärft. Das Ergebnis wirkt räumlich natürlicher. 

 Falls Sie im Kompakt-Modus bleiben möchten, ist  Glatte Bereiche schützen  ebenfalls eine solide Wahl. 

 Schritt 5: Halo-Reduktion feinjustieren 

 Unterhalb der Voreinstellungen finden Sie den Regler  Halo-Reduktion . Der Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Kompromiss. Halo-Reduktion unterdrückt die hellen oder dunklen Säume, die an starken Kanten entstehen, wenn ein Bild geschärft wird. 

 Zoomen Sie in eine kontrastreiche Kante, zum Beispiel den Übergang zwischen dunklem Fels und hellem Schneefeld. Liegt der Wert bei 0 %, sehen Sie deutliche helle Säume. Bei 45 % verschwinden diese weitgehend, das Bild bleibt aber knackig, weil SHARPEN zwischen echtem Schärfe-Halo und echter Bildstruktur unterscheidet. Erhöhen Sie den Wert nur dann über 50 %, wenn die Säume noch störend sind – ab einem gewissen Punkt verlieren Sie Schärfe, ohne viel zu gewinnen. Ein Wert zwischen  40 % und 50 %  ist für Landschaftsaufnahmen in den meisten Fällen richtig. 

 Schritt 6: Struktur-Regler – das Herzstück für Mikrokontrast 

 Jetzt kommt der entscheidende Schritt für Fels und Wald. Scrollen Sie in den  Fotografischen Einstellungen  zum Regler  Struktur . Ziehen Sie ihn nach rechts – auf etwa  +10 bis +15  als Einstieg. 

 Was passiert: Der Struktur-Regler verstärkt alle Strukturen im Bild gleichmäßig. Felsplatten bekommen sichtbare Riefen, Baumrinden zeigen Muster, Grashalme im Vordergrund trennen sich voneinander. Das ist der Mikrokontrast, der ein Bergpanorama lebendig macht. Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran – oft wirken schon  +8 bis +12  natürlicher als ein hoher Wert, der das Bild schnell übertrieben strukturiert aussehen lässt. 

 Ergänzend können Sie  Brillanz  auf etwa  +5  setzen. Brillanz gibt dem Bild Tiefenwirkung – Schatten in Felsspalten wirken tiefer, Lichter auf Schnee heller, ohne dass die Farben übersättigt werden. 

 Schritt 7: Dunst entfernen – mit Bedacht 

 Bergpanoramen haben oft einen leichten atmosphärischen Dunstschleier, besonders im Hintergrund. Ziehen Sie den Regler  Dunst entfernen  auf etwa  +5 bis +10 . Dadurch wirken die Farben kräftiger und der Hintergrund klarer. 

 Vorsicht: Zu hohe Werte – etwa über 20 % – lassen das Himmelblau fleckig werden. Bleiben Sie lieber bei einem moderaten Wert und prüfen Sie den Himmel nach jeder Änderung. Ein Wert von  +5  ist ein sicherer Einstieg. 

 Schritt 8: Glätten – für ruhige Flächen 

 Der Regler  Glätten  liegt in den Fotografischen Einstellungen und hat einen Preset-Standardwert von etwa  20 % . Lassen Sie ihn dort. Er glättet flache Bereiche im Ergebnis – also Himmel, ruhige Wasserflächen, gleichmäßige Schneeflächen – ohne die Schärfe an Konturen zu beeinträchtigen. Das ist kein Entrauschen, sondern ein direkter Bildeffekt auf das Ergebnis. Bei 0 % wirkt das Bild unruhiger; bei 20 % bleibt es harmonisch. 

 Schritt 9: Glätten und Struktur zusammen prüfen 

 Halten Sie jetzt die rechte Maustaste gedrückt und vergleichen Sie Original und Ergebnis. Was Sie sehen sollten: Die Felswand hat sichtbare Textur, der Wald zeigt Tiefe, der Himmel ist ruhig. Wenn der Himmel unruhig wirkt, erhöhen Sie  Glätten  leicht auf  25 %  oder prüfen Sie, ob der Bereichsschutz korrekt eingestellt ist. 

 Schritt 10: Supersampling – der finale Feinschliff 

 Öffnen Sie den  Supersampling -Bereich (Symbol neben dem Minuszeichen in der Toolbar oben). Wählen Sie den Modus  Scharf  – das ist der Standard und für Landschaften mit vielen Mikrodetails die richtige Wahl. Stellen Sie den Faktor auf  2-fach . 

 Was Supersampling bewirkt: SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es in dieser vergrößerten Version und skaliert es dann auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis sind ruhigere, gleichmäßigere Konturen und weniger Schärfe-Halos. Für ein Bergpanorama reicht  2-fach  in den meisten Fällen vollständig aus. Wenn Sie Zeit haben und maximale Qualität wünschen – etwa für einen großen Druck – probieren Sie  3-fach . Höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit deutlich, der Zugewinn wird ab Stufe 3 kleiner. 

   

 Ergebnis: Was sich sichtbar verändert hat 

 Vergleichen Sie jetzt noch einmal Original und Ergebnis. Die Felswand zeigt Riefen und Schichtungen. Der Nadelwald im Mittelgrund hat Tiefe – einzelne Baumkronen sind erkennbar, keine grüne Fläche mehr. Der Himmel ist ruhig geblieben. Das Bild wirkt räumlicher, ohne dass es überschärft oder künstlich aussieht. 

 Ehrlich gesagt: Wenn das Ausgangsbild sehr stark verwackelt oder durch schlechtes Licht grundsätzlich unscharf ist, wird auch SHARPEN nicht alles herausholen können. Aber die vorhandene Schärfe und den vorhandenen Mikrokontrast – den holt dieses Vorgehen zuverlässig ans Licht. 

 Zusammenfassung der Einstellungen auf einen Blick 

 
  Preset:  Original (oder JPEG-Artefakte reduzieren / RAW-Bild-Optimierung) 
  Kategorie:  Landschaft 
  Voreinstellung:  Landschaft – leichte Schärfe (Ausgangspunkt) 
  Automatik einstellen:  immer zuerst klicken 
  Bereichsschutz:  Glatte Bereiche schützen (Kompakt) oder (3D) ferne und glattes schützen (Profi) 
  Halo-Reduktion:  40–45 % 
  Struktur:  +8 bis +15 (nach Motiv und Geschmack) 
  Brillanz:  +5 
  Dunst entfernen:  +5 bis +10 
  Glätten:  20 % (Preset-Standard belassen) 
  Supersampling:  Modus Scharf, Faktor 2-fach 
 

 Praktischer Tipp zum Abschluss 

 Wenn Sie mehrere Bergaufnahmen aus derselben Serie bearbeiten möchten, speichern Sie Ihre Schärfe-Einstellungen über  Export/Import  im Profi-Modus. So übertragen Sie denselben Look auf weitere Bilder, ohne jeden Regler neu einzustellen. Alternativ nutzen Sie die  Stapelverarbeitung  (Strg+B) für eine ganze Bildmappe auf einmal.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE  
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            <title type="text">Hintergrund unscharf lassen mit der 3D-Maske</title>
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                                            Mit dem 3D-Bereichsschutz von SHARPEN projects 6 Pro schärfen Sie Ihr Porträt-Motiv präzise, während der Hintergrund gezielt weich bleibt – ganz ohne manuelle Masken.
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                 Hintergrund unscharf lassen mit der 3D-Maske in SHARPEN projects 6 Pro 
   
 Kennen Sie das? Sie haben ein schönes Porträt gemacht, aber der Hintergrund ist unruhig – Passanten, Blätterwerk, Fassadendetails. Beim Schärfen passiert dann genau das Falsche: SHARPEN zieht Konturen und Strukturen im Hintergrund genauso stark nach wie das Gesicht im Vordergrund, und das Bild wirkt insgesamt überladen. Was Sie eigentlich wollen, ist eine klare, natürlich wirkende Schärfe auf der Person – und ein Hintergrund, der dezent in der Tiefe bleibt. 
 Genau dafür gibt es in SHARPEN projects 6 Pro den  3D-Bereichsschutz . Er nutzt eine automatisch berechnete Tiefenkarte, um vordere und hintere Bildbereiche getrennt zu behandeln. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt dieses Tutorial Schritt für Schritt. 
 Was steckt hinter der Tiefenkarte? 
 Wenn Sie ein Bild in SHARPEN projects 6 Pro einladen, erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ . Das Programm analysiert dabei automatisch die räumliche Struktur des Fotos und legt eine sogenannte Tiefenkarte an: Weiß steht für den Vordergrund, Grau für die Bildmitte, Schwarz für den Hintergrund. Diese Karte ist die Grundlage für alle Bereichsschutz-Optionen mit dem Zusatz  (3D) . 
 Der Hintergrund dieser Technik ist übrigens nicht nur ästhetischer Natur. Eine gleichmäßige Schärfung arbeitet immer mit einem Radius von einem Pixel – doch was vorne einem Zentimeter entspricht, entspricht hinten gut einem Meter. Ohne Tiefenkorrektur würde SHARPEN den Hintergrund also mit einem viel zu groben Pinsel schärfen. Der 3D-Bereichsschutz löst genau dieses Problem. 
 Schritt für Schritt: Person schärfen, Hintergrund schonen 
   
 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 
 Laden Sie Ihr Porträtfoto per Drag &amp;amp; Drop oder über  Datei → Bild einladen . Warten Sie, bis der Ladebalken und der Hinweis „Bildtiefe mit KI ermitteln“ verschwunden sind – die Tiefenkarte wird dabei im Hintergrund berechnet. 
 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Porträt vor unruhigem Hintergrund ist das Preset  Original  ein guter Ausgangspunkt – es verändert den Bildlook nicht und lässt Ihnen alle Freiheiten bei der Schärfung. Klicken Sie es an, sodass es grün umrandet erscheint. 
 Schritt 2: Kategorie „Portrait“ wählen 
 Auf der rechten Seite finden Sie die sieben Schärfe-Kategorien. Wählen Sie  Portrait . Diese Kategorie arbeitet mit adaptiver Bildschärfe: Sie schärft Augen, Lippen und Haare stärker, behandelt glatte Hautpartien aber deutlich zurückhaltender. Das ist für Ihr Szenario ideal, weil die Person im Vordergrund differenziert geschärft wird, ohne dass Poren oder feine Hauttexturen übertrieben werden. 
 Schritt 3: „Automatik einstellen“ drücken 
 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Regler innerhalb der Portrait-Kategorie auf sinnvolle Ausgangswerte – inklusive eines bereits brauchbaren Werts für die Halo-Reduktion. Zoomen Sie anschließend ins Gesicht: Die Augen sollten bereits deutlich schärfer wirken als im Original. 
 Wichtig zu wissen: Die Automatik ist halbautomatisch. Sie setzt die Reglerwerte, aber die Kategorie – hier Portrait – haben Sie selbst gewählt. Das ist gewollt, denn nur Sie wissen, was auf dem Bild wichtig ist. 
 Schritt 4: 3D-Bereichsschutz aktivieren 
 Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Suchen Sie das Modul  „Bildbereiche schützen“  auf der rechten Seite. Im Standard ist dort  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv – das ist ein guter Grundschutz, aber er unterscheidet nicht zwischen Vordergrund und Hintergrund. 
 Öffnen Sie das Drop-down und wählen Sie stattdessen  „(3D) Hintere Bildhälfte/Fernbereich“ . Damit weisen Sie SHARPEN an, den hinteren Bildbereich – also genau dort, wo Ihr unruhiger Hintergrund liegt – deutlich schwächer zu schärfen. Die Person im Vordergrund bleibt von dieser Schutzmaske unberührt und wird weiterhin vollständig geschärft. 
 Wenn Sie noch präziser arbeiten möchten, probieren Sie die Kombination  „(3D) Ferne/Glattes“ . Sie schützt gleichzeitig ferne Bereiche und glatte Flächen – das ist besonders nützlich, wenn im Hintergrund auch ein Himmel oder eine helle Wand sichtbar ist, die sonst fleckig wirken könnte. 
 Schritt 5: Maske visualisieren und prüfen 
 Klicken Sie auf das  Augensymbol  neben dem Bereichsschutz-Modul. SHARPEN blendet jetzt die Schutzmaske über das Bild: Weiße Bereiche werden voll geschärft, hellgraue leicht, dunkelgraue kaum, schwarze gar nicht. Prüfen Sie, ob das Gesicht Ihrer Person tatsächlich hell (also ungeschützt) erscheint und der Hintergrund deutlich dunkler. Wenn die Maske passt, blenden Sie die Visualisierung durch erneuten Klick auf das Augensymbol wieder aus. 
 Schritt 6: Halo-Reduktion feinjustieren 
 Zoomen Sie auf eine kontrastreiche Kante – etwa den Übergang zwischen Haar und Hintergrund. Wenn Sie dort helle oder dunkle Säume sehen, ziehen Sie den Regler  Halo-Reduktion  auf etwa  45 % . Das ist auch der Preset-Standardwert und ein guter Kompromiss: Die Säume verschwinden weitgehend, ohne dass die Schärfe spürbar leidet, weil SHARPEN zwischen echtem Bilddetail und Schärfe-Halo unterscheidet. Wirken die Kanten noch zu hart, können Sie auf  50 %  gehen – aber gehen Sie nicht höher als nötig, denn ab einem gewissen Punkt verlieren feine Details ihre Zeichnung. 
 Schritt 7: Glätten einstellen 
 Der Regler  Glätten  arbeitet auf dem Ergebnis – also nach der Schärfung – und harmonisiert flache Bereiche, ohne die eigentliche Schärfe zu beeinflussen. Das ist kein Entrauschen. Belassen Sie ihn beim Preset-Standardwert von  20 % . Wenn Ihnen Hauttöne noch etwas unruhig erscheinen, können Sie ihn auf  28 %  anheben – das beruhigt die Flächen weiter, ohne die Augen oder Haarsträhnen weichzuzeichnen. 
 Schritt 8: Profi-Modus für mehr Kontrolle (optional) 
 Wenn Sie noch tiefer einsteigen möchten, wechseln Sie über die beiden Schaltflächen oben rechts in den  Profi-Modus . Das ist eine reine Interface-Einstellung – sie blendet zusätzliche Regler ein, verändert aber nicht die bisherige Berechnung. Im Profi-Modus sehen Sie unter anderem den Regler  Präzision , der die Genauigkeit der Unschärfeermittlung steuert. Ein Wert von  150 %  (Standard: 100 %) bringt eine leichte, am Monitor sichtbare Verbesserung der Schärfekontur – besonders an feinen Haaren oder Wimpern. 
 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 
 Öffnen Sie den  Supersampling-Bereich  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  und starten Sie mit Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es wieder auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere, homogenere Konturen und nochmals reduzierte Halos. Für die meisten Porträtaufnahmen reicht 2-fach vollständig aus. Erst wenn Sie für einen großformatigen Druck arbeiten, lohnt sich der Schritt auf  3-fach . 
 Vorher/Nachher: Was hat sich verändert? 
   
 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit zwischen Original und Ergebnis zu wechseln. Was Sie sehen sollten: Die Augen, Wimpern und Haarsträhnen der Person sind deutlich klarer gezeichnet. Die Haut wirkt gepflegt, aber nicht überschärft. Der Hintergrund – Blätter, Fassade, Passanten – bleibt weicher und tritt optisch zurück, ohne künstlich weichgezeichnet auszusehen. Das Bild gewinnt räumliche Tiefe, ohne dass Sie eine einzige manuelle Maske gezeichnet haben. 
 Praktischer Tipp: Kombination mit selektiver Nachbearbeitung 
 Wenn die Tiefenkarte an einer Stelle nicht ganz stimmt – etwa weil ein Arm der Person weit in den Hintergrund ragt und dort zu wenig geschärft wird – können Sie den 3D-Bereichsschutz mit dem Modul  Selektiv Zeichnen  kombinieren. Öffnen Sie es über das Pinselsymbol, malen Sie mit dem Pinsel bei einer  Konturenerkennung von 50 %  über den betreffenden Bereich und rechnen Sie dort das Original wieder ein. So holen Sie gezielt nach, ohne den Rest der Bearbeitung anzutasten. Die fertige Maske können Sie als  TIFF  speichern und bei ähnlichen Aufnahmen wiederverwenden. 
 Fazit 
 Der 3D-Bereichsschutz in SHARPEN projects 6 Pro ist kein Zaubermittel, aber ein sehr präzises Werkzeug: Er löst ein echtes fotografisches Problem – die perspektivisch falsche Gleichbehandlung von Vorder- und Hintergrund – auf eine Weise, die ohne manuelle Maskenarbeit auskommt. Die Kombination aus  Kategorie Portrait ,  „(3D) Hintere Bildhälfte/Fernbereich“  als Bereichsschutz, einer  Halo-Reduktion von 45 %  und einem abschließenden  Supersampling 2-fach  liefert in den meisten Fällen ein natürlich wirkendes Ergebnis. Tasten Sie sich bei den Werten ruhig heran – oft macht schon ein Unterschied von 10 % beim Glätten-Regler den entscheidenden Unterschied zwischen „technisch scharf“ und „angenehm anzusehen“. 
  HIER GEHTS ZUR SOFTWARE  
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            <title type="text">Verwackelte Tieraufnahmen retten mit SHARPEN 6</title>
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                                            Ein Vogelfoto aus der Hand geschossen, das Gefieder leicht verwackelt, das Auge unscharf – mit SHARPEN projects 6 Pro holen Sie aus solchen Aufnahmen deutlich mehr heraus. Dieses Tutorial zeigt den vollständigen Weg von der PSF-Analyse bis zum finalen Supersampling.
                                        ]]>
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                 Verwackelte Tieraufnahmen retten mit SHARPEN projects 6 Pro 

   

 Kennen Sie das? Im Zoo sitzt ein Vogel in perfekter Position, das Licht stimmt – und trotzdem ist das Foto nicht ganz scharf. Die Kamera hat zwar den Autofokus gesetzt, aber die kurze Verschlusszeit reichte nicht aus, um die eigene Handbewegung vollständig einzufrieren. Das Ergebnis: Gefieder und Auge wirken leicht verwackelt, die feinen Strukturen verschwimmen. Aus einem völlig unscharfen Bild zaubert auch SHARPEN kein gestochen scharfes – aber das Machbare holen Sie hier heraus. Und das ist oft erstaunlich viel. 

 Dieses Tutorial führt Sie Schritt für Schritt durch die Bearbeitung eines solchen Freihand-Vogelfotos. Schwerpunkte sind die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe , der  PSF-Richtungspfeil  zur direktionalen Korrektur und die  Multi-direktionale Schärfe . Schwierigkeitsgrad: mittel. 

 Schritt 1: Bild laden und Ausgangslage prüfen 

 Ziehen Sie Ihre Aufnahme per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster oder wählen Sie  Datei → Bild einladen . Beim Laden erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“  – SHARPEN erstellt dabei automatisch eine Tiefenkarte, die später für den räumlich korrekten Bereichsschutz genutzt wird. Sie müssen hier nichts tun, der Vorgang läuft im Hintergrund ab. 

 Zoomen Sie anschließend auf das Gefieder und das Auge des Vogels. Achten Sie darauf, ob die Unschärfe gleichmäßig in alle Richtungen geht oder ob Sie eine erkennbare Richtung sehen – etwa einen leichten Doppeleffekt an den Federkanten nach rechts oder links. Diese Beobachtung ist wichtig für den PSF-Richtungspfeil in Schritt 4. 

 Schritt 2: Preset wählen und Kategorie festlegen 

 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Vogelfoto mit Verwacklungsunschärfe ist das Preset  Original  ein guter Ausgangspunkt – es verändert den Bildlook nicht und lässt Ihnen alle Freiheiten bei der Schärfung. Klicken Sie es an, sodass es grün umrandet erscheint. 

 Wechseln Sie nun auf die rechte Seite zum Schärfebereich (erkennbar am  Diamantsymbol  in der Toolbar). Wählen Sie dort die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe . Diese Kategorie arbeitet mit echter Dekonvolution – sie korrigiert Verwacklungen und Unschärfen, ohne die Farben zu verändern. Das ist bei Tierfotos wichtig: Das warme Gefieder soll seine Farbe behalten. 

 Schritt 3: Automatik als Ausgangspunkt nutzen 

   

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt innerhalb der gewählten Kategorie sinnvolle Startwerte – darunter auch einen bereits brauchbaren Wert für die  Halo-Reduktion . Typische Automatik-Werte bei einer starken Verwacklungskorrektur liegen etwa bei  Korrektur 90 % ,  Halo-Reduktion 54 %  und  Entrauschen 42 % . 

 Zoomen Sie nach dem Automatik-Durchlauf auf das Auge des Vogels. Ist die Schärfe schon deutlich besser? Gut – dann haben Sie eine solide Basis, von der aus Sie jetzt gezielt nachjustieren. 

 Schritt 4: PSF-Richtungspfeil für direktionale Verwacklung setzen 

 Schauen Sie sich die  PSF-Vergleichsansicht  an – sie zeigt links die Unschärfeverteilung im Original und rechts das Ergebnis nach der Schärfung. Die PSF ist der durchschnittliche Unschärfe-Fingerabdruck Ihres gesamten Bildes. Sehen Sie eine längliche Ausdehnung in eine bestimmte Richtung, etwa von links unten nach rechts oben? Dann liegt eine gerichtete Verwacklung vor. 

 In diesem Fall setzen Sie einen der  8 Richtungspfeile  rund um die PSF-Vorschau. Wählen Sie den Pfeil, der  in die Richtung zeigt, in die die Unschärfe verläuft  – also in die Richtung des sichtbaren Doppeleffekts an den Federkanten. Zeigt der Doppeleffekt nach rechts, wählen Sie den rechten Pfeil. Wichtig: Es ist immer nur  ein Pfeil gleichzeitig  aktiv. Ein falscher Pfeil würde den Geistereffekt verdoppeln statt ihn zu reduzieren. 

 Die Stärke der direktionalen Korrektur steuern Sie nicht über einen eigenen Intensitätsregler, sondern über den  Korrektur-Wert  und den  Qualitätsmodus  – dazu gleich mehr in Schritt 5. 

 Sehen Sie keine eindeutige Richtung in der PSF, sondern eine gleichmäßig kreisförmige Verteilung? Dann lassen Sie alle Richtungspfeile deaktiviert. Die allgemeine Unschärfekorrektur der Automatik arbeitet in diesem Fall bereits optimal. 

 Schritt 5: Qualitätsmodus auf Pro Plus erhöhen 

 Stellen Sie den Qualitätsmodus auf  Pro Plus  – das ist die dritthöchste Stufe mit einem Analyseradius von 250 Pixeln. SHARPEN warnt Sie, dass die Rechenzeit deutlich steigt; das ist bei Vogelfotos mit feinen Federstrukturen aber gut investierte Zeit. In der Praxis erreichen Sie damit bei einer Verwacklung von 30 bis 50 Pixeln eine Korrektur von etwa  90 bis 95 % . 

 Wenn Sie nach dem Durchlauf feststellen, dass die direktionale Korrektur noch nicht ausreicht, erhöhen Sie den Qualitätsmodus weiter auf  Pro Infinity . Dieser Modus analysiert praktisch das gesamte Bild und liefert die höchste Präzision – rechnen Sie aber mit deutlich längerer Wartezeit. 

 Schritt 6: Halo-Reduktion feinjustieren 

 Nach der Berechnung prüfen Sie die Kanten am Gefieder. Sehen Sie helle Säume an dunklen Federkanten oder dunkle Säume an hellen Bereichen? Das sind Schärfe-Halos – ein typisches Nebenprodukt der mathematischen Unschärfekorrektur. 

 Ziehen Sie den Regler  Halo-Reduktion  auf etwa  45 % . SHARPEN unterscheidet dabei zwischen echtem Schärfe-Halo und tatsächlicher Bildschärfe – die Säume verschwinden, während das Gefieder knackig bleibt. Der Preset-Default liegt bereits bei rund 45, die Automatik setzt oft einen ähnlichen Wert. Ist Ihnen das Ergebnis noch zu hart, erhöhen Sie auf  50 % . Beachten Sie aber: Je höher der Wert, desto mehr Schärfe geht verloren. Ein Bereich von  30 bis 50 %  ist für die meisten Tierfotos ein guter Kompromiss. 

 Schritt 7: Glätten-Regler für ruhige Flächen 

 Ziehen Sie den Regler  Glätten  auf  20 %  – das ist der Preset-Default und für Vogelfotos meist genau richtig. Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis und glättet flache Bereiche wie den Hintergrund oder glatte Gefiederpartien, ohne die Schärfe an den Federkanten zu beeinträchtigen. Er ist kein Entrauschen-Regler – er verändert das Rauschen im Quellbild nicht. 

 Tasten Sie sich ruhig in kleinen Schritten heran: Bei 28 % wirkt der Hintergrund noch etwas ruhiger, bei 15 % bleiben mehr feine Strukturen erhalten. Beides kann je nach Motiv sinnvoll sein. 

 Schritt 8: Bereichsschutz räumlich korrekt einstellen 

 Im Bereich  Bildbereiche schützen  ist standardmäßig  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das verhindert, dass der Hintergrund oder der Himmel überschärft wird. Für ein Vogelfoto mit erkennbarer Raumtiefe empfiehlt sich ein Upgrade: Wählen Sie stattdessen  „(3D) ferne und glattes schützen“ . 

 Warum? SHARPEN schärft mit einem Radius von einem Pixel. Im Vordergrund entspricht ein Pixel etwa 10 cm, im Hintergrund kann derselbe Pixel 1,50 m abdecken. Ohne 3D-Schutz würde der Hintergrund mit einem viel zu großen Radius geschärft – das wirkt unnatürlich. Mit der 3D-Option schärft SHARPEN den Vogel im Vordergrund stark und schont den Hintergrund automatisch. Die Tiefenkarte, die beim Laden erstellt wurde, liefert dafür die Grundlage. 

 Schritt 9: Multi-direktionale Schärfe zuschalten 

 Jetzt, nachdem die Grundschärfung abgeschlossen ist, schalten Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zu. Dieses Modul analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie individuell – ideal für Vogelfotos, bei denen verschiedene Federbereiche leicht unterschiedliche Verwacklungsrichtungen aufweisen können. 

 Wählen Sie  Stufe 5  – den höchsten Radius. SHARPEN zeigt beim Aktivieren eine Warnmeldung, dass die Berechnung rechenintensiv ist; bestätigen Sie diese. Stufe 5 liefert die feinste Korrektur, wirkt aber nicht immer besser als Stufe 3 oder 4 – prüfen Sie das Ergebnis am Gefieder und am Auge. Wirkt das Bild bei Stufe 5 unnatürlich oder überschärft, gehen Sie auf  Stufe 3  zurück. Die Multi-direktionale Schärfe bringt nur dann ihr volles Potenzial, wenn das Bild durch die vorherigen Schritte bereits gut geschärft ist – auf einem noch unscharfen Bild würde sie kaum wirken. 

 Die Multi-direktionale Schärfe kollidiert nicht mit dem PSF-Richtungspfeil aus Schritt 4. Beide Korrekturen ergänzen sich: Der Richtungspfeil korrigiert eine einheitliche Verwacklung in eine Richtung, die Multi-direktionale Schärfe kümmert sich um die verbleibenden, pixelweisen Unschärfen in unterschiedliche Richtungen. 

 Schritt 10: Supersampling als finaler Feinschliff 

 Öffnen Sie den  Supersampling-Bereich  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  – der Standard – und starten Sie mit dem Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis: Kanten werden ruhiger, Halos schmaler, Federkonturen homogener. 

 Möchten Sie noch mehr Feinheit, wechseln Sie auf  3-fach . Die Rechenzeit steigt, aber die Konturen werden nochmals ruhiger. Für die meisten Vogelfotos reicht  2-fach  vollständig aus. Fangen Sie immer mit der kleinsten Stufe an und erhöhen Sie nur, wenn Sie einen sichtbaren Unterschied erkennen. 

 Ergebnis: Vorher und Nachher 

   

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit zwischen Original und Ergebnis zu wechseln. Was Sie sehen sollten: Das Auge des Vogels ist deutlich klarer, die Federstrukturen treten hervor, und der Hintergrund bleibt ruhig, ohne überschärft zu wirken. Die Farben haben sich nicht verändert – die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  arbeitet farbneutral. 

 Ist das Ergebnis noch nicht ganz zufriedenstellend? Prüfen Sie, ob der Qualitätsmodus auf  Pro Infinity  eine weitere Verbesserung bringt, und erhöhen Sie das Supersampling auf  3-fach . Bei sehr starken Verwacklungen von 40 bis 50 Pixeln stoßen Sie an eine physikalische Grenze – nicht jede Aufnahme lässt sich vollständig retten. Aber das Machbare haben Sie mit diesem Workflow konsequent ausgeschöpft. 

 Zusammenfassung der Einstellungen 

 
  Preset:  Original 
  Kategorie:  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe 
  Automatik einstellen:  ja, als Ausgangspunkt 
  PSF-Richtungspfeil:  in Richtung der sichtbaren Verwacklung (nur wenn gerichtet) 
  Qualitätsmodus:  Pro Plus (250 px), bei Bedarf Pro Infinity 
  Halo-Reduktion:  45 % (Bereich 30–50 %) 
  Glätten:  20 % 
  Bereichsschutz:  (3D) ferne und glattes schützen 
  Multi-direktionale Schärfe:  Stufe 5 (nach der Grundschärfung zuschalten; ggf. auf Stufe 3 reduzieren) 
  Supersampling:  Scharf, 2-fach (bei Bedarf 3-fach) 
 

 Praktischer Abschlusstipp 

 Wenn Sie mehrere Aufnahmen derselben Situation bearbeiten – etwa eine Serie aus dem Zoo – speichern Sie Ihre Schärfe-Einstellungen über  Export  in eine Datei. Mit der  Import -Funktion wenden Sie dieselben Werte auf weitere Bilder an, ohne jeden Regler neu setzen zu müssen. Für größere Serien lohnt sich ein Blick auf die  Stapelverarbeitung  ( Strg+B ): Dort arbeitet SHARPEN mit echter Vollautomatik inklusive Kategoriewahl – ideal, wenn Sie nach einem langen Zoo-Besuch viele Aufnahmen auf einmal optimieren möchten. 
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            <title type="text">Porträts natürlich schärfen – Augen scharf, Haut weich</title>
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                                            Wie Sie mit SHARPEN projects 6 Pro Available-Light-Porträts so schärfen, dass die Augen knackig wirken, die Haut aber natürlich weich bleibt – Schritt für Schritt erklärt.
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                 Porträts natürlich schärfen – Augen scharf, Haut weich 
   
 Kennen Sie das? Das Porträt ist bei schönem Fensterlicht entstanden, die Stimmung stimmt – aber beim Heranzoomen sehen Sie, dass die Augen nicht ganz so scharf sind, wie Sie es sich gewünscht hätten. Gleichzeitig soll die Haut nicht körnig oder überschärft wirken, sondern so natürlich bleiben wie im Original. Genau für diese Situation ist die Kategorie  Portrait  in SHARPEN projects 6 Pro gemacht. Sie arbeitet adaptiv: Augen, Lippen und Haare werden stärker geschärft, glatte Hautflächen dagegen geschont. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Ihnen dieses Tutorial Schritt für Schritt. 
 Eines vorab: Aus einem völlig unscharfen Bild zaubert auch SHARPEN kein gestochen scharfes Ergebnis. Aber ein Available-Light-Porträt mit leichter Unschärfe – das ist genau das Terrain, auf dem die Software ihre Stärken ausspielt. 
 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 
 Ziehen Sie Ihr Porträtfoto per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster, oder öffnen Sie es über  Datei → Bild einladen . Beim Laden analysiert SHARPEN automatisch die Bildtiefe und erstellt eine Tiefenkarte – Sie sehen kurz den Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ . Diese Karte wird später für den Bereichsschutz genutzt. 
 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Available-Light-Porträt reicht das Preset  Original  in den meisten Fällen vollkommen aus – es verändert den Bildlook nicht und lässt Ihnen alle Freiheit bei der Schärfung. Klicken Sie es an, sodass es grün umrandet ist. Presets sind in SHARPEN keine Schärfegrade, sondern nur eine vorbereitende Grundrichtung. 
 Schritt 2: Kategorie Portrait wählen 
   
 Klicken Sie auf der rechten Seite auf die Kategorie  Portrait . Diese Kategorie nutzt die sogenannte adaptive Bildschärfe: Sie analysiert das Bild und schärft dort stärker, wo Konturen und Details sind – also an Augen, Wimpern, Lippen und Haaren. Glatte Flächen wie Haut werden automatisch geschont, auch ohne dass Sie manuell eine Maske zeichnen müssen. Das ist der entscheidende Unterschied zur allgemeinen Bildschärfe, die das Bild gleichmäßig behandelt und Haut schnell unruhig wirken lässt. 
 Wählen Sie als Voreinstellung  Portrait – geringe Schärfe  oder  Portrait – intensive Schärfe , je nachdem wie unscharf Ihr Ausgangsbild ist. Bei einem typischen Available-Light-Porträt mit leichter Unschärfe ist  Portrait – geringe Schärfe  ein guter Startpunkt. 
 Schritt 3: Automatik einstellen – immer zuerst 
 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Reglerwerte innerhalb der Kategorie Portrait automatisch. Das ist der empfohlene erste Schritt – von diesem Ausgangspunkt aus justieren Sie dann gezielt nach. Die Automatik wählt dabei bereits einen sinnvollen Wert für die Halo-Reduktion, sodass Sie nicht bei null anfangen. 
 Zoomen Sie nach dem Klick auf  100 %  (Tastenkombination  Strg+1 ), um die Wirkung an den Augen und der Haut beurteilen zu können. In der Gesamtansicht ist der Unterschied kaum sichtbar – erst im Detail zeigt sich, ob die Schärfung greift. 
 Schritt 4: Halo-Reduktion prüfen und feinjustieren 
 Nach der Automatik sehen Sie im Schärfebereich den Regler  Halo-Reduktion . Sein Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Ausgangspunkt. Halos sind helle oder dunkle Säume, die an Kanten entstehen, wenn ein Bild geschärft wird. Gerade bei nachbearbeiteten JPEGs sind solche Säume häufig schon im Original vorhanden. 
 Ziehen Sie die  Halo-Reduktion  auf etwa  45 %  – dadurch verschwinden die hellen Kanten-Säume, ohne dass das Bild weich wirkt, weil SHARPEN den Schärfe-Halo vom echten Bilddetail unterscheidet. Möchten Sie die Kanten noch ruhiger haben, können Sie den Wert auf  50 %  anheben. Beachten Sie aber: Je höher der Wert, desto mehr Schärfe geht verloren. Ein Bereich von  30 bis 50 %  ist für Porträts ein guter Kompromiss. 
 Schritt 5: Glätten-Regler für natürliche Haut 
 Direkt darunter finden Sie den  Glätten -Regler. Sein Standardwert liegt bei etwa  20 % . Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis der Schärfung und glättet flache Bildbereiche nach – also genau die Hautpartien, die die adaptive Schärfung bereits geschont hat. Wichtig: Der Glätten-Regler ist keine Entrauschung. Er entfernt kein Bildrauschen, sondern macht das Ergebnis in ruhigen Flächen harmonischer, ohne die Schärfe an Konturen zu beeinträchtigen. 
 Belassen Sie den  Glätten -Regler zunächst bei  20 %  und beobachten Sie die Haut im 100-%-Zoom. Wirkt die Haut noch leicht unruhig, ziehen Sie den Regler auf  25 bis 28 %  – das entspricht in etwa dem Wert, den die Automatik bei vielen Porträtmotiven selbst wählt. Mehr als  30 %  ist selten nötig und kann das Bild zu glatt wirken lassen. 
 Schritt 6: Bereichsschutz aktivieren 
 Im Bereich  Bildbereiche schützen  ist standardmäßig  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das ist für Porträts die richtige Wahl: Glatte Flächen – also Haut, Himmel, Hintergründe – werden vor Überschärfung bewahrt. Lassen Sie diese Einstellung so stehen. 
 Wenn Ihr Porträt einen erkennbaren Vordergrund und Hintergrund hat – etwa eine Person vor einem unscharfen Hintergrund – können Sie im  Profi-Modus  zusätzlich den Bereichsschutz auf  „(3D) Hintere Bildhälfte schützen“  umstellen. Dadurch wird der Hintergrund noch schwächer geschärft, während die Person im Vordergrund die volle Schärfung erhält. Die Tiefenkarte, die beim Laden erstellt wurde, liefert dafür die Grundlage. 
 Schritt 7: Ergebnis vergleichen 
 Halten Sie die  rechte Maustaste  ins Bild gedrückt, um das Original direkt mit dem geschärften Ergebnis zu vergleichen. Prüfen Sie dabei gezielt: 
 
 Sind die Augen und Wimpern deutlich schärfer als zuvor? 
 Wirkt die Haut noch natürlich, ohne körnig oder strukturiert zu erscheinen? 
 Gibt es sichtbare Halos an Kanten wie dem Haaransatz oder den Augenbrauen? 
 
 Wenn die Augen noch nicht ganz so scharf sind, wie Sie es sich wünschen, wechseln Sie die Voreinstellung auf  Portrait – intensive Schärfe  und drücken Sie erneut auf  „Automatik einstellen“ . Justieren Sie danach Halo-Reduktion und Glätten wie beschrieben nach. 
 Schritt 8: Supersampling als finaler Feinschliff 
   
 Als letzten Schritt aktivieren Sie das  Supersampling . Klicken Sie auf das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen) und wählen Sie den Modus  Scharf  mit dem Faktor  2-fach . Das Supersampling vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es wieder auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere, homogenere Konturen und eine weitere Reduzierung von Halos. 
 Für ein Porträt reicht  Supersampling Scharf 2-fach  in den meisten Fällen vollkommen aus. Starten Sie immer mit der kleinsten Stufe und erhöhen Sie nur, wenn Sie einen sichtbaren Unterschied feststellen. Höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit deutlich. 
 Schritt 9: Speichern 
 Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, speichern Sie das Bild über  Datei → Ergebnisbild speichern  oder den grünen Speichern-Button (Tastenkombination  Strg+S ). Im Speicherdialog können Sie bei Bedarf noch einen Zuschnitt vornehmen oder das Bild für Social Media skalieren – SHARPEN bietet dafür fertige Vorlagen wie  Instagram – 1080 px Breite . 
 Zusammenfassung: Was Sie erreicht haben 
 
 Die Kategorie  Portrait  hat adaptiv geschärft: Augen, Wimpern, Lippen und Haare sind deutlich schärfer, die Haut wurde automatisch geschont. 
 Die  Halo-Reduktion bei etwa 45 %  hat störende Kanten-Säume entfernt, ohne die Schärfe zu opfern. 
 Der  Glätten-Regler bei 20 bis 28 %  hat die Haut in ruhigen Bereichen harmonisiert – ohne Entrauschung, ohne Detailverlust an Konturen. 
 Der Bereichsschutz  „Glatte Bereiche schützen“  hat verhindert, dass Hintergrund oder Haut überschärft werden. 
  Supersampling Scharf 2-fach  hat als finaler Schritt die Konturen beruhigt. 
 
 Ein praktischer Tipp zum Schluss: Tasten Sie sich bei Halo-Reduktion und Glätten in kleinen Schritten heran – oft wirken schon 5 % weniger natürlicher als der erste Automatik-Wert. Und lassen Sie ruhig etwas Rest-Unschärfe stehen: Ein mathematisch perfekt geschärftes Bild wirkt schnell unnatürlich. Die richtige Balance zu finden, ist die eigentliche Kunst. 
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            <title type="text">Aus Wissen wird ein besseres Bild</title>
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