<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
    <link href="https://www.franzis.de/fotowissen?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" />
    <author>
        <name></name>
    </author>
    <title>Blog / Atom Feed</title>
    <id>https://www.franzis.de/fotowissen?sRss=1</id>
    <updated>2026-09-16T17:18:00+02:00</updated>
    
        <entry>
            <title type="text">Hochzeitsserie einheitlich schärfen mit SHARPEN projects 6</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/hochzeitsserie-einheitlich-schaerfen-mit-sharpen-projects-6</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/hochzeitsserie-einheitlich-schaerfen-mit-sharpen-projects-6"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Ein Hochzeitstag, hunderte Bilder – und alle sollen denselben Schärfe-Look bekommen. Mit dem Export/Import der Schärfe-Einstellungen in SHARPEN projects 6 Pro gelingt das schnell und konsistent.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Hochzeitsserie einheitlich schärfen mit SHARPEN projects 6 

 Kennen Sie das? Sie haben eine Hochzeit fotografiert, hundert oder mehr Bilder warten auf die Nachbearbeitung – und jedes einzelne soll am Ende denselben, stimmigen Schärfe-Look tragen. Kirchenschiff, Brautpaar-Porträt, Detailaufnahme der Ringe, Tanzfläche am Abend: die Lichtsituationen wechseln, die Motive auch. Trotzdem soll die Serie wie aus einem Guss wirken. 

 Genau dafür bietet SHARPEN projects 6 Pro den  Export und Import der Schärfe-Einstellungen . Sie arbeiten ein Referenzbild sorgfältig aus, sichern alle Einstellungen in eine Datei – und übertragen sie dann auf beliebig viele weitere Bilder. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie das geht. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Warum ein Referenzbild so wichtig ist 

 Bevor Sie den Export nutzen, lohnt es sich, ein typisches Bild der Serie als Referenz auszuwählen. Wählen Sie ein Foto, das die häufigste Lichtsituation des Tages repräsentiert – zum Beispiel ein Porträt im weichen Fensterlicht der Kirche. Was Sie an diesem Bild einstellen, wird später auf alle anderen übertragen. Je sorgfältiger Sie hier arbeiten, desto besser passt das Ergebnis zur gesamten Serie. 

 Schritt 1: Referenzbild laden und Preset wählen 

 Laden Sie Ihr Referenzbild per Drag &amp;amp; Drop oder über  Datei → Bild einladen  in SHARPEN projects 6 Pro. Beim Laden erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“  – SHARPEN erstellt dabei automatisch eine Tiefenkarte, die später für den 3D-Bereichsschutz genutzt wird. 

 Wählen Sie links aus der Preset-Liste das Preset  „Original“  oder – wenn Ihre Bilder als JPEG vorliegen –  „JPEG-Artefakte reduzieren“ . Presets sind in SHARPEN keine Schärfegrade, sondern eine vorbereitende Grundrichtung. Das aktive Preset erkennen Sie am grünen Rahmen. 

 Schritt 2: Kategorie wählen und Automatik starten 

 Öffnen Sie den Schärfebereich mit einem Klick auf das  Diamantsymbol  in der Toolbar. Zoomen Sie zunächst in einen Bereich mit feinen Details – Spitzenstoff, Haare, Augen – und beurteilen Sie die Unschärfe: Ist sie allgemein weich oder zeigt sie eine Richtung (Verwacklung)? 

 Für Hochzeitsporträts empfiehlt sich die Kategorie  Portrait . Sie arbeitet mit adaptiver Schärfung: Augen, Lippen und Haare werden stärker geschärft, die Haut bleibt dezent – ohne dass Sie dafür eine eigene Maske zeichnen müssen. Bei Gruppenaufnahmen oder Szenenfotos mit Architektur greifen Sie zur Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe , die echte Dekonvolution einsetzt und Unschärfen korrigiert, ohne die Farben zu verändern. 

 Klicken Sie nun auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt Reglerwerte innerhalb der gewählten Kategorie – inklusive eines bereits sinnvollen Werts für die Halo-Reduktion. Das ist der richtige Ausgangspunkt; von hier justieren Sie nach. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 3: Halo-Reduktion und Glätten feinjustieren 

 Nach der Automatik sehen Sie im Schärfebereich unter anderem den Regler  Halo-Reduktion . Sein Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – ein guter Ausgangspunkt. Ziehen Sie ihn auf  45 % , falls die Automatik einen anderen Wert gewählt hat: Die hellen Säume, die an dunklen Kanten entstehen, verschwinden weitgehend, während das Bild knackig bleibt. SHARPEN unterscheidet dabei mathematisch zwischen einem Schärfe-Halo und echter Bildstruktur. Ist Ihnen das Ergebnis noch zu hart, heben Sie den Wert auf  50 %  an – die Kanten werden ruhiger, Sie zahlen aber mit einem leichten Schärfeverlust. 

 Direkt darunter finden Sie den Regler  Glätten . Sein Standardwert beträgt etwa  20 % . Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis – er glättet flache Bereiche wie Haut oder Himmel nach, ohne zu entrauschen und ohne die eigentliche Schärfe zu beeinflussen. Für Hochzeitsporträts ist  20 %  ein guter Wert; bei sehr glatten Hauttönen können Sie bis auf  28 %  gehen. Lassen Sie den Wert nicht auf null fallen – das Bild wirkt dann unruhiger, ohne schärfer zu sein. 

 Schritt 4: Bereichsschutz anpassen 

 Im Bereich  „Bildbereiche schützen“  ist standardmäßig  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das verhindert, dass SHARPEN Himmel oder glatte Wände überschärft, wo sonst Mikrostrukturen oder JPEG-Rauschen verstärkt würden. Für Hochzeitsbilder mit räumlicher Tiefe – etwa Brautpaar im Vordergrund, Kirchenschiff im Hintergrund – empfiehlt sich der Wechsel auf  „(3D) ferne und glattes schützen“ . SHARPEN schärft dann den Vordergrund stark und reduziert die Schärfung im Hintergrund automatisch – das entspricht der perspektivischen Realität und wirkt natürlicher. 

 Wenn Sie im  Profi-Modus  arbeiten (die zwei Buttons ganz oben im Schärfebereich), können Sie zusätzlich den Qualitätsmodus auf  Pro  (100 px Radius) stellen. Das bringt bei Porträts mit feinen Haartexturen spürbar mehr Präzision, ohne die Rechenzeit übermäßig zu verlängern. 

 Schritt 5: Multi-direktionale Schärfe und Supersampling 

 Prüfen Sie nach der Schärfung, ob feine Details wie Spitzenstoff oder Haare noch unruhig wirken. Schalten Sie in diesem Fall die  Multi-direktionale Schärfe  auf  Stufe 1  oder  Stufe 2 . Diese Funktion analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie – sie wirkt aber nur sinnvoll auf einem bereits geschärften Bild, weshalb sie erst nach der Hauptschärfung zugeschaltet werden sollte. Für Hochzeitsbilder reicht Stufe 1 oder 2 in der Regel aus; höhere Stufen verlängern die Rechenzeit deutlich und wirken bei weichen Motiven manchmal zu intensiv. 

 Aktivieren Sie abschließend das  Supersampling  im Modus  Scharf  mit dem Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere Konturen und schmalere Halos. Für Hochzeitsbilder, die auch als Druck vorgesehen sind, können Sie auf  3-fach  gehen; fangen Sie aber immer mit der kleinsten Stufe an und prüfen Sie das Ergebnis. 

 Schritt 6: Schärfe-Einstellungen exportieren 

 Jetzt kommt der entscheidende Schritt für die Serienbearbeitung. Wechseln Sie in den  Profi-Modus  – dort ist der Bereich  Export/Import  sichtbar. Klicken Sie auf  Export  und wählen Sie einen Ordner, in dem die Einstellungsdatei gespeichert wird. SHARPEN sichert dabei das komplette Schärfe-Modul mit allen Kategorien und fotografischen Einstellungen. Beachten Sie: Das Supersampling wird beim Export  nicht  mitgespeichert – Sie aktivieren es nach dem Import für jedes Bild separat oder über die Stapelverarbeitung. 

 Alternativ nutzen Sie den  Schnell-Export : Dieser speichert die Einstellungen temporär, aber persistent – sie bleiben auch nach einem Programmneustart erhalten, ähnlich einer Zwischenablage. Für eine Hochzeitsserie, die Sie an einem Abend durcharbeiten, ist das oft die schnellste Lösung. 

 Schritt 7: Einstellungen auf die Serie übertragen 

 Laden Sie das nächste Bild der Serie. Öffnen Sie im Profi-Modus den Bereich  Export/Import  und klicken Sie auf  Import . Wählen Sie die gespeicherte Einstellungsdatei – SHARPEN überträgt alle Schärfe-Parameter sofort auf das neue Bild. Klicken Sie danach auf  „Automatik einstellen“ , um die Werte an die spezifische Unschärfe dieses Bildes anzupassen, oder übernehmen Sie die importierten Werte direkt, wenn das Bild unter ähnlichen Bedingungen entstanden ist. 

 Für eine große Serie empfiehlt sich die  Stapelverarbeitung  (Tastenkürzel  Strg+B ). Dort können Sie die exportierten Einstellungen auf alle Bilder eines Ordners anwenden lassen – inklusive echter Vollautomatik, die auch die Kategorie selbst wählt. Das spart bei hundert Bildern erheblich Zeit. 

 
 Importierte Einstellungen aus v5 enthalten keine Werte für  Halo-Reduktion  und  Glätten  – diese müssen Sie nach dem Import manuell setzen (Halo-Reduktion  45 % , Glätten  20 % ). 
 Das Supersampling aktivieren Sie nach dem Import für jedes Bild separat:  Scharf, 2-fach  als Ausgangspunkt. 
 Wenn einzelne Bilder stark abweichen – etwa Tanzfläche bei Kunstlicht statt Kirchenfenster –, lohnt sich ein eigener Export für diese Teilserie. 
 

 Vorher/Nachher: Was sich sichtbar ändert 

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit das Original mit dem geschärften Ergebnis zu vergleichen. An einem typischen Hochzeitsbild sehen Sie nach der Bearbeitung: Die Augen des Brautpaares treten klar hervor, Spitzenstoff und Haarsträhnen zeigen feine Strukturen, während die Haut weich und natürlich bleibt. Der Hintergrund – Kirchenwand, Blumendekoration – wirkt ruhiger als der Vordergrund, weil der 3D-Bereichsschutz die Schärfung perspektivisch verteilt hat. Helle Säume an dunklen Kanten, wie sie bei nachgeschärften JPEGs häufig auftreten, sind durch die Halo-Reduktion deutlich zurückgegangen. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Ehrlich gesagt: Bilder, die stark verwackelt oder extrem unscharf sind, wird auch SHARPEN nicht vollständig retten. Aber alles, was an Schärfe im Bild steckt, holt das Programm heraus – und mit dem Export/Import-Workflow tut es das für jedes Bild der Serie mit demselben, stimmigen Ergebnis.  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Ein Look, eine ganze Serie – konsistent und effizient  Mit dem Export und Import der Schärfe-Einstellungen in SHARPEN projects 6 Pro arbeiten Sie einmal sorgfältig – und übertragen das Ergebnis auf jedes weitere Bild Ihrer Hochzeitsserie. Probieren Sie es mit Ihren eigenen Aufnahmen aus: SHARPEN projects 6 Pro steht als Testversion zum Download bereit.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-16T07:02:23+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Multi-direktionale Schärfe: Wie stark ist zu stark?</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/multi-direktionale-schaerfe-wie-stark-ist-zu-stark</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/multi-direktionale-schaerfe-wie-stark-ist-zu-stark"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Multi-direktionale Schärfe in SHARPEN projects 6 Pro korrigiert Unschärfen in verschiedene Richtungen gleichzeitig – aber ab wann wirkt sie unnatürlich? Dieses Tutorial zeigt Ihnen Stufe für Stufe, wie Sie das optimale Ergebnis finden.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Multi-direktionale Schärfe: Wie stark ist zu stark? 

 Kennen Sie das? Sie haben ein Foto aus der Hand geschossen – Vögel im Flug, ein belebter Marktplatz, Kinder beim Spielen – und beim Heranzoomen sehen Sie, dass die Unschärfe nicht gleichmäßig in eine Richtung geht, sondern an verschiedenen Stellen des Bildes unterschiedlich ausfällt. Ein Vogel bewegt sich nach links, ein anderer dreht die Flügel, der Hintergrund hat eine leichte allgemeine Weichheit. Genau für solche Situationen gibt es in SHARPEN projects 6 Pro die  Multi-direktionale Schärfe . 

 Das Werkzeug ist mächtig – und es lässt sich übertreiben. Dieses Tutorial zeigt Ihnen, was hinter den fünf Stufen steckt, wann der KI-Modus hilft und wie Sie erkennen, dass Sie eine Stufe zu weit gegangen sind. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Was die Multi-direktionale Schärfe leistet – und was nicht 

 Bevor Sie den Regler anfassen, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Prinzip. Die  Multi-direktionale Schärfe  analysiert die Unschärferichtung  pro Pixel  und korrigiert sie individuell. Das unterscheidet sie grundlegend von der direktionalen Schärfe mit den acht Richtungspfeilen in der PSF-Ansicht: Jene korrigiert eine  einheitliche  Verwacklung in genau eine Richtung. Die Multi-direktionale Schärfe ist für Bilder gedacht, in denen verschiedene Bildbereiche in verschiedene Richtungen unscharf sind. 

 Wichtig zu wissen: Das Werkzeug  wirkt nur auf einem bereits geschärften Bild . Auf einem noch unscharfen Ausgangsbild zeigt es kaum Wirkung. Deshalb ist es im Interface zunächst geschlossen – und deshalb lautet die Reihenfolge immer: erst die eigentliche Schärfung durchführen, dann die Multi-direktionale Schärfe zuschalten. 

 Schritt 1: Erst die Grundschärfung abschließen 

 Laden Sie Ihr Bild in SHARPEN projects 6 Pro. Wählen Sie links ein passendes Preset – für Bewegungsaufnahmen eignet sich  Original  oder  RAW-Bild-Optimierung  als neutrale Ausgangsbasis. Wechseln Sie dann auf der rechten Seite zur Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe . 

 Klicken Sie jetzt auf  Automatik einstellen  – die grüne Schaltfläche. SHARPEN analysiert das Bild und setzt Korrektur, Halo-Reduktion und Entrauschen auf sinnvolle Ausgangswerte. Typische Automatik-Werte bei einer stärkeren Korrektur liegen etwa bei  Korrektur 90 % ,  Halo-Reduktion 54 %  und  Entrauschen 42 % . Prüfen Sie das Ergebnis per Rechtsklick ins Bild – so sehen Sie sofort den Vorher/Nachher-Vergleich. 

 Justieren Sie die  Halo-Reduktion  bei Bedarf auf etwa  40–50 % : Darunter entstehen sichtbare helle oder dunkle Säume an Kanten, darüber verlieren Sie spürbar Schärfe. Der Wert um  45 %  ist ein guter Kompromiss – SHARPEN unterscheidet dabei den Schärfe-Halo vom echten Bilddetail. Den  Glätten -Regler lassen Sie zunächst auf dem Preset-Default von etwa  20 %  stehen; er glättet flache Bildbereiche nach der Schärfung, ohne die Schärfe selbst zu beeinflussen. 

 Erst wenn dieses Grundergebnis stimmt, öffnen Sie den Bereich der Multi-direktionalen Schärfe. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 2: Die fünf Stufen im Überblick 

 Der Stufenschalter der  Multi-direktionalen Schärfe  bietet sechs Positionen – Stufe 0 (aus) und die Stufen 1 bis 5. Hier ist, was jede Stufe bedeutet: 

 
  Stufe 0  – deaktiviert (grün hinterlegt). Das Werkzeug ist abgeschaltet, die Grundschärfung wirkt allein. 
  Stufe 1  – geringer Radius. Minimaler Eingriff, kaum sichtbare Rechenzeit. Gut als erster Test: Sehen Sie eine Verbesserung? Wenn ja, lohnt sich mehr. 
  Stufe 2  – mittlerer Radius. Beim Aktivieren erscheint einmalig eine Warnmeldung, dass die Berechnung rechenintensiv ist. Das ist normal. Für viele Alltagsaufnahmen mit leichter Bewegungsunschärfe ist Stufe 2 bereits ausreichend. 
  Stufe 3 und 4  – hoher Radius. Spürbar längere Rechenzeit. Sinnvoll bei Bildern mit deutlich unterschiedlichen Unschärferichtungen in verschiedenen Bildbereichen. 
  Stufe 5  – sehr hoher Radius, längste Rechenzeit. Hier ist Vorsicht geboten: Die höchste Stufe ist nicht automatisch die beste. Glatte Flächen wie Himmel oder Haut können unruhig oder unnatürlich wirken. 
 

 Die Faustregel lautet: Fangen Sie mit  Stufe 1  an und arbeiten Sie sich vor. Vergleichen Sie nach jeder Stufe per Rechtsklick mit dem Zustand ohne Multi-direktionale Schärfe. Sobald das Bild unruhiger wirkt als eine Stufe darunter, sind Sie zu weit gegangen. 

 Schritt 3: KI an oder aus – wann macht der Unterschied sich bemerkbar? 

 Im  Profi-Modus  sehen Sie unterhalb der Stufenwahl einen Schalter für den  KI-Modus . Standard ist  KI an  (grün). In diesem Zustand arbeiten neu trainierte neuronale Netze, die in SHARPEN projects 6 Pro gegenüber der Vorgängerversion rund doppelt so schnell rechnen – bei einer Qualität von 99,5 bis 100,05 % des früheren Ergebnisses. 

 Was bedeutet das praktisch? Mit  KI an  wirkt das Ergebnis homogener und ruhiger, weil das neuronale Netz lokale Unregelmäßigkeiten besser ausgleicht. Mit  KI aus  schaltet SHARPEN auf konventionelle lokale PSF-Algorithmen um – das Ergebnis kann in Einzelfällen etwas kantiger wirken. Schalten Sie die KI nur dann ab, wenn Sie einen konkreten Grund haben, etwa um das Verhalten der klassischen Berechnung zu vergleichen. Für die meisten Aufnahmen bleibt  KI an  die richtige Wahl. 

 Wechseln Sie in den Profi-Modus über die beiden Schaltflächen ganz oben rechts im Schärfebereich. Der Modus ist eine reine Interface-Einstellung – er beeinflusst nicht die Berechnung selbst, sondern blendet nur zusätzliche Regler ein, darunter auch den KI-Schalter. 

 Schritt 4: Bereichsschutz nicht vergessen 

 Die Multi-direktionale Schärfe arbeitet auf dem gesamten Bild. Damit glatte Flächen wie Himmel oder Wasserflächen nicht unruhig werden, sollte der  Bereichsschutz  aktiv sein. Der Standard  Glatte Bereiche schützen  ist ein guter Ausgangspunkt. Wenn Ihr Bild eine klare räumliche Tiefe hat – Vordergrund scharf, Hintergrund weich – wechseln Sie im Profi-Modus auf  (3D) ferne und glattes schützen . SHARPEN nutzt dann die beim Laden automatisch erstellte Tiefenkarte und schärft vorne stärker als hinten, was perspektivisch natürlicher wirkt. 

 Der Bereichsschutz kollidiert nicht mit der Multi-direktionalen Schärfe – er wirkt automatisch auf die gesamte Schärfung, also auch auf dieses Werkzeug. 

 Schritt 5: Das Warnsignal – woran erkennen Sie „zu stark“? 

 Es gibt drei typische Anzeichen dafür, dass Sie eine Stufe zu weit gegangen sind: 

 
  Unruhige glatte Flächen:  Himmel, Wasser oder Haut zeigen eine körnige oder strukturierte Textur, die im Original nicht vorhanden war. Lösung: Stufe reduzieren oder Bereichsschutz auf  Glatte Bereiche schützen  setzen. 
  Übertriebene Mikrotexturen:  Federn, Fell oder Stoff wirken plastisch bis künstlich, als wären die Details geprägt statt fotografiert. Hier hilft es, den  Glätten -Regler von 20 % auf etwa 25–28 % anzuheben – er glättet das Ergebnis nach, ohne die Schärfe selbst zu beeinflussen. 
  Neue Halos an Kanten:  Helle oder dunkle Säume, die nach der Grundschärfung nicht da waren, tauchen nach dem Zuschalten der Multi-direktionalen Schärfe auf. Die Multi-direktionale Schärfe hat eine integrierte Halo-Reduktion ohne eigenen Regler – wenn Halos trotzdem entstehen, ist die Stufe zu hoch. Gehen Sie eine Stufe zurück. 
 

 Lassen Sie ruhig etwas Rest-Unschärfe stehen. Ein mathematisch maximal geschärftes Bild wirkt schnell unnatürlich – das ist kein Fehler der Software, sondern ein optisches Grundprinzip. 

 Schritt 6: Finaler Feinschliff mit Supersampling 

 Wenn Sie mit der Multi-direktionalen Schärfe zufrieden sind, aktivieren Sie das  Supersampling  als letzten Schritt. Wählen Sie den Modus  Scharf  (Standard) und beginnen Sie mit Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere Konturen und weniger Halo-Reste. Für die meisten Aufnahmen reicht  2- bis 3-fach  vollständig aus. Höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit deutlich, ohne immer sichtbar mehr zu bringen. 

 Wenn Ihnen das Ergebnis nach dem Supersampling zu hart wirkt – etwa bei Porträts oder weichen Landschaftsaufnahmen – wechseln Sie den Modus von  Scharf  auf  Weich . Die Konturen werden gefälliger, ohne dass Sie die Stufe ändern müssen. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Empfohlener Workflow auf einen Blick 

 
 Bild laden, Preset wählen ( Original  oder  RAW-Bild-Optimierung ) 
 Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  wählen 
  Automatik einstellen  klicken – Grundwerte werden gesetzt 
  Halo-Reduktion  auf  40–50 %  prüfen und ggf. feinjustieren 
  Glätten  auf  20 %  belassen (Preset-Default) 
  Multi-direktionale Schärfe  ab  Stufe 1  zuschalten, Stufe für Stufe steigern 
 Nach jeder Stufe per Rechtsklick Vorher/Nachher vergleichen 
 Im Profi-Modus:  KI an  belassen; Bereichsschutz auf  Glatte Bereiche schützen  oder  (3D) ferne und glattes schützen  
 Sobald das Bild unruhiger wirkt: eine Stufe zurück 
 Abschluss:  Supersampling Scharf 2-fach  
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Das richtige Maß macht den Unterschied  Die Multi-direktionale Schärfe ist eines der wirkungsvollsten Werkzeuge in SHARPEN projects 6 Pro – vorausgesetzt, Sie setzen sie gezielt ein und hören auf, bevor das Bild unruhig wird. Probieren Sie es mit Ihren eigenen Aufnahmen aus: SHARPEN projects 6 Pro steht als Testversion zum Download bereit.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-09T07:02:25+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Supersampling: Scharf oder Weich – wann welcher Modus passt</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/supersampling-scharf-oder-weich-wann-welcher-modus-passt</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/supersampling-scharf-oder-weich-wann-welcher-modus-passt"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Der Supersampling-Bereich in SHARPEN projects 6 Pro bietet zwei Skalierungsmodi – Scharf und Weich. Dieser Beitrag zeigt Ihnen anhand konkreter Szenarien, welcher Modus wann die besseren Ergebnisse liefert und wie Sie ihn richtig einsetzen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Supersampling: Scharf oder Weich – wann welcher Modus passt 

 Kennen Sie das? Sie haben die Schärfung in SHARPEN projects 6 Pro sorgfältig eingestellt, die Halo-Reduktion feinjustiert, vielleicht sogar die Multi-direktionale Schärfe zugeschaltet – und dann liegt da noch dieser letzte Regler:  Supersampling . Zwei Modi stehen zur Wahl:  Scharf  und  Weich . Was steckt dahinter, und warum macht die Wahl einen sichtbaren Unterschied? 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Supersampling ist kein weiterer Schärfungsschritt im eigentlichen Sinne. Das Modul vergrößert das Bild intern auf ein Vielfaches der Originalgröße, schärft in dieser vergrößerten Darstellung und skaliert das Ergebnis anschließend auf die Originalauflösung zurück. Dadurch entstehen  ruhigere Konturen  und eine spürbare  Halo-Reduzierung  – ganz ohne zusätzliche Artefakte. Der Unterschied zwischen den Modi  Scharf  und  Weich  liegt dabei im verwendeten Skalierungsverfahren beim Zurückrechnen, nicht in der Schärfung selbst. 

 Was Scharf und Weich wirklich bedeuten 

 Der Modus  Scharf  ist der Standard und liefert qualitativ hochwertige, sehr deutliche und homogene Konturen. Er eignet sich besonders für Motive mit vielen Mikrodetails: Gefieder, Fell, Grashalme, Architektur, Texturen. Wenn Sie möchten, dass jede feine Struktur klar hervortritt, ist  Scharf  die richtige Wahl. 

 Der Modus  Weich  verwendet ein anderes Skalierungsverfahren beim Zurückrechnen. Die Konturen wirken dadurch weicher und gefälliger – was auf den ersten Blick nach einem Nachteil klingt, aber bei bestimmten Motiven genau das Richtige ist: weiche Hauttöne im Porträt, gleichmäßige Himmelsflächen, Blütenblätter oder Wasserflächen. Hier würde der Modus  Scharf  Übergänge betonen, die besser fließend bleiben sollten. 

 Wichtig: Beide Modi lassen sich jederzeit frei wechseln, ohne dass Sie die Schärfung neu berechnen müssen. Probieren Sie ruhig beide durch – der Unterschied ist oft auf den ersten Blick sichtbar. 

 Schritt für Schritt: Supersampling richtig einsetzen 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Die folgende Anleitung zeigt den empfohlenen Workflow – von der Schärfung bis zum finalen Supersampling. Arbeiten Sie dabei stets von oben nach unten durch den rechten Bereich der Oberfläche. 

 Schritt 1: Bild laden und Kategorie wählen 

 Laden Sie Ihr Bild per Drag &amp;amp; Drop oder über  Datei → Bild einladen . SHARPEN ermittelt beim Laden automatisch die Bildtiefe per KI – die Tiefenkarte steht damit für den Bereichsschutz bereit. Wählen Sie anschließend die passende Kategorie: Für ein Landschaftsbild mit Strukturen empfiehlt sich  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  oder  Landschaft , für ein Porträt  Portrait . 

 Schritt 2: Automatik einstellen 

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  Automatik einstellen . SHARPEN analysiert das Bild und setzt Korrektur, Halo-Reduktion und Glätten auf sinnvolle Ausgangswerte. Dieser Schritt ist keine Vollautomatik – die Kategorie haben Sie bereits vorgegeben –, aber er liefert eine solide Basis, von der Sie gezielt weiterarbeiten. 

 Schritt 3: Halo-Reduktion und Glätten prüfen 

 Zoomen Sie auf einen kontrastreichen Bereich und prüfen Sie die Kanten. Die  Halo-Reduktion  liegt nach der Automatik typischerweise bei etwa  45 %  – ein guter Ausgangswert. Erscheinen die Kanten noch zu hart oder zeigen sich helle Säume, heben Sie den Wert auf  50 %  an. Dadurch verschwinden die Schärfe-Halos, ohne dass das Bild weich wirkt, weil SHARPEN den Halo vom echten Bilddetail unterscheidet. Senken Sie den Wert nicht unter  30 % , wenn Sie keine bewusste Entscheidung für maximale mathematische Schärfe treffen wollen. 

 Den  Glätten -Regler belassen Sie zunächst beim Preset-Default von etwa  20 % . Er arbeitet auf dem Ergebnis – nicht auf dem Quellbild wie die Entrauschung – und glättet flache Bereiche nach, ohne die Schärfe wesentlich zu beeinflussen. Bei sehr ruhigen Motiven (Porträt, Himmel) können Sie ihn auf  25–28 %  anheben. 

 Schritt 4: Bereichsschutz aktivieren 

 Stellen Sie den Bereichsschutz auf  Glatte Bereiche schützen  – das ist der Standard und verhindert, dass SHARPEN gleichmäßige Flächen wie den Himmel überschärft. Wenn Ihr Bild eine klare Raumtiefe hat (Vordergrund scharf, Hintergrund weich), wechseln Sie auf  (3D) ferne und glattes schützen . Das liefert eine perspektivisch korrektere Schärfung, weil ferne Bereiche automatisch mit kleineren Radien behandelt werden. 

 Schritt 5: Supersampling öffnen und Faktor wählen 

 Öffnen Sie den  Supersampling -Bereich über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wechseln Sie den Status von  Inaktiv  auf eine Stufe – beginnen Sie immer mit dem kleinsten Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern auf die doppelte Fläche, schärft dort und skaliert zurück. Das Ergebnis: ruhigere Konturen und weniger Halo-Reste, die die Schärfung hinterlassen hat. 

 Reicht Ihnen das Ergebnis noch nicht, wechseln Sie auf  3-fach . Die Konturen werden nochmals ruhiger. Höhere Faktoren wie  5-fach  oder  9-fach  sind für Spezialfälle – etwa großformatige Drucke oder extreme Ausschnittvergrößerungen – gedacht und verlängern die Rechenzeit erheblich. Für die meisten Aufnahmen reicht  2- bis 3-fach  vollständig aus. 

 Schritt 6: Modus Scharf oder Weich wählen 

 Jetzt kommt die eigentliche Entscheidung. Klicken Sie auf  Scharf  oder  Weich  und beobachten Sie das Ergebnis im Bildbereich – am besten bei einer Ansicht von 100 % oder mehr, da die hochwertige Darstellung erst oberhalb von 100 % greift. 

 
  Scharf  wählen Sie bei: Tierfotos mit Fell oder Gefieder, Landschaften mit Grashalmen und Blättern, Architektur, Makroaufnahmen, technischen Motiven. Die Konturen treten klar und homogen hervor – jede feine Struktur gewinnt an Präsenz. 
  Weich  wählen Sie bei: Porträts mit weichen Hauttönen, Blütenaufnahmen, Wasserflächen, Himmelsbereichen, Motiven mit bewusst fließenden Übergängen. Der Modus verhindert, dass das Skalierungsverfahren Übergänge betont, die besser sanft bleiben. 
 

 Sind Sie unsicher? Wechseln Sie einfach zwischen beiden Modi hin und her. Der Wechsel ist jederzeit möglich, ohne die Schärfung neu zu starten. Oft entscheidet der erste Eindruck – und der ist bei diesem Vergleich meist eindeutig. 

 Schritt 7: Ergebnis prüfen und speichern 

 Halten Sie die  rechte Maustaste  im Bildbereich gedrückt, um das Original mit dem geschärften Ergebnis zu vergleichen. Achten Sie dabei auf drei Bereiche: die feinsten Strukturen (Schärfe vorhanden?), die glatten Flächen (keine Überschärfung?) und die Kanten (keine störenden Säume?). Wenn alles stimmig wirkt, speichern Sie über  Datei → Ergebnisbild speichern  oder den grünen  Speichern -Button (Strg+S). 

 Vorher und nachher: Was sich sichtbar ändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Ohne Supersampling zeigen geschärfte Bilder an feinen Kanten oft noch kleine Unregelmäßigkeiten – leichte Zacken, minimale Halo-Reste, eine gewisse Unruhe in gleichmäßigen Bereichen. Mit  Supersampling 2-fach, Modus Scharf  werden diese Kanten deutlich homogener: Grashalme wirken klarer abgegrenzt, Gefieder strukturierter, Architekturkanten ruhiger. Der Modus  Weich  liefert bei einem Porträt das Gegenteil im positiven Sinne: Die Hauttöne bleiben fließend, die Schärfe konzentriert sich auf Augen und Konturen, ohne die Flächen dazwischen zu stören. 

 Ehrlich gesagt: Der Unterschied zwischen  Scharf  und  Weich  ist bei manchen Motiven subtil, bei anderen deutlich. Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran – und lassen Sie ruhig etwas Rest-Unschärfe stehen. Ein mathematisch perfekt durchgeschärftes Bild wirkt schnell unnatürlich, und das Supersampling ist kein Werkzeug, um diesen Effekt zu erzwingen, sondern um das Ergebnis der Schärfung sauber abzuschließen. 

 Praktische Orientierung: Welcher Modus für welches Motiv 

 
  Landschaft, Natur, Architektur, Technik:  Supersampling  Scharf , Faktor  2- bis 3-fach  
  Porträt, weiche Motive, Blüten, Wasser:  Supersampling  Weich , Faktor  2-fach  
  Großformatdruck oder starke Ausschnittvergrößerung:  Supersampling  Scharf , Faktor  3- bis 5-fach  (Rechenzeit einplanen) 
  Schnelle Serienbearbeitung:  Schärfe-Einstellungen inkl. Supersampling-Modus über  Stapelverarbeitung  (Strg+B) auf mehrere Bilder anwenden 
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Der letzte Schritt, der den Unterschied macht  Supersampling ist kein optionales Extra – es ist der saubere Abschluss jeder Schärfung in SHARPEN projects 6 Pro. Mit dem richtigen Modus und einem Faktor von 2- bis 3-fach holen Sie aus Ihren Bildern das letzte Quäntchen Qualität heraus, das vorher im Skalierungsverfahren verloren ging. Probieren Sie es mit Ihren eigenen Aufnahmen aus – SHARPEN projects 6 Pro steht zum Download bereit.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-09-02T07:02:18+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Hauttöne präziser schärfen mit Schärfe-Farbdominanz</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/hauttoene-praeziser-schaerfen-mit-schaerfe-farbdominanz</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/hauttoene-praeziser-schaerfen-mit-schaerfe-farbdominanz"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Wie Sie in SHARPEN projects 6 Pro die Schärfe-Farbdominanz auf Orange einstellen und so Hauttöne präziser schärfen, ohne glatte Hautpartien zu überschärfen – Schritt für Schritt erklärt.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Hauttöne präziser schärfen mit Schärfe-Farbdominanz 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Kennen Sie das? Sie haben ein Porträt mit schönem Seitenlicht aufgenommen, die Augen sind scharf, die Stimmung stimmt – aber beim Heranzoomen wirkt die Haut entweder leicht matschig oder, nach dem Schärfen, unruhig und körnig. Das Problem liegt oft nicht in der Schärfungsstärke, sondern in der Präzision: Eine allgemeine Schärfung behandelt alle Farbbereiche gleich. Hauttöne – die im Bild dominant Orange bis Gelb-Orange sind – verdienen aber eine eigene, fein abgestimmte Behandlung. 

 Genau dafür gibt es in SHARPEN projects 6 Pro die  Schärfe-Farbdominanz . Sie ist im  Profi-Modus  verfügbar und spezialisiert die Schärfungsberechnung auf einen bestimmten Farbraum. In diesem Tutorial zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Funktion gezielt für Porträts mit warmen Hauttönen einsetzen – kombiniert mit der adaptiven Porträt-Schärfung und dem Bereichsschutz. 

 Voraussetzungen: Profi-Modus aktivieren 

 Die Schärfe-Farbdominanz ist ausschließlich im  Profi-Modus  sichtbar. Klicken Sie ganz oben im Schärfebereich auf den Button  Profi  – er erscheint neben dem Button  Kompakt . Der Modus bleibt nach einem Neustart erhalten. Sie sehen danach zusätzliche Regler und Optionen, darunter die Schärfe-Farbdominanz, das Oversampling und die KI-Steuerung der Multi-direktionalen Schärfe. Die Berechnung selbst ändert sich durch den Moduswechsel nicht – es werden lediglich mehr Einstellmöglichkeiten eingeblendet. 

 Schritt 1: Bild laden und Preset wählen 

 Laden Sie Ihr Porträt über  Datei → Bild einladen  oder per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster. Beim Laden analysiert SHARPEN automatisch die Bildtiefe und erstellt eine  Tiefenkarte  – erkennbar am Hinweis „Bildtiefe mit KI ermitteln“ und dem Ladebalken. Diese Karte nutzen Sie später für den Bereichsschutz. 

 Wählen Sie links im Preset-Bereich das Preset  Original  (grün umrandet, Standard). Für Porträts mit warmen Hauttönen ist dieses meist die beste Ausgangsbasis. Wenn Ihr Bild als JPEG vorliegt und sichtbare Kompressionsartefakte zeigt, können Sie alternativ das Preset  JPEG-Artefakte reduzieren  wählen – das bereitet die Schärfung auf komprimierte Dateien vor. 

 Schritt 2: Kategorie „Portrait“ wählen 

 Klicken Sie im Schärfebereich auf die Kategorie  Portrait . Diese Kategorie arbeitet mit der  Adaptiven Bildschärfe  – einem Verfahren, das Konturen und Strukturen (Augen, Lippen, Haare) stärker schärft, während glatte Flächen wie Haut automatisch geschont werden. Das ist der entscheidende Unterschied zur allgemeinen Bildschärfe: Hier gibt es keine PSF-Dekonvolution, sondern eine gradientenbasierte Analyse, die von sich aus zwischen Detail und Fläche unterscheidet. 

 Wählen Sie als Voreinstellung  Portrait – intensive Schärfe , wenn das Bild deutlich unscharf wirkt, oder  Portrait – geringe Schärfe  bei bereits gut fokussierten Aufnahmen. Für die meisten Porträts mit leichter Unschärfe ist  Portrait – intensive Schärfe  ein guter Ausgangspunkt. 

 Schritt 3: Automatik einstellen – immer zuerst 

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  Automatik einstellen . SHARPEN analysiert das Bild innerhalb der gewählten Kategorie und setzt die Reglerwerte – darunter auch einen bereits sinnvollen Wert für die  Halo-Reduktion . Dieser Schritt ist wichtig: Die Automatik liefert eine solide Basis, von der aus Sie gezielt nachjustieren. Überspringen Sie ihn nicht, auch wenn Sie anschließend alles manuell verändern möchten. 

 Zoomen Sie nach dem Klick in einen Bereich mit Hautstruktur und einen Bereich mit Augen oder Wimpern. Sie sehen bereits jetzt den Unterschied: Die Konturen der Augen werden deutlicher, die Haut bleibt ruhiger als bei einer allgemeinen Schärfung. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 4: Schärfe-Farbdominanz auf Orange einstellen 

 Jetzt kommt der Kern dieses Tutorials. Suchen Sie im Profi-Modus den Bereich  Schärfe-Farbdominanz . Sie sehen dort eine Reihe von Farbfeldern von links nach rechts:  Neutralgrau, Rot, Orange, Gelb, Grün, Türkis, Blau, Violett . 

 Klicken Sie auf  Orange . Damit teilen Sie SHARPEN mit, dass der Orange-Farbraum – also der Bereich, in dem die meisten hellen Hauttöne liegen – präziser berechnet werden soll. Komplementäre Farbanteile (hier vor allem Blau und Türkis) werden etwas weniger genau behandelt, was bei einem Porträt ohne dominanten Himmel oder Wasser kein Nachteil ist. 

 Direkt neben den Farbfeldern sehen Sie zwei Symbole: ein  Kamera-Symbol  und ein  Auge-Symbol . Das Auge-Symbol ist der Standard und steht für die sogenannte  Retina-Methode : SHARPEN gewichtet die Farbkanäle nach dem menschlichen Helligkeitsempfinden – Grün erhält dabei etwa 72 %, Rot etwa 21 % und Blau etwa 7 % Gewicht. Wenn Sie auf  Orange  klicken, bleibt das Auge-Symbol aktiv, aber die Berechnung spezialisiert sich zusätzlich auf den Orange-Anteil im Bild. 

 Die Wirkung ist subtil, aber bei Porträts messbar: Feine Poren, Lippenkonturen und die Übergänge zwischen Haut und Haar werden etwas präziser erfasst. Erwarten Sie keine dramatische Veränderung – die Schärfe-Farbdominanz ist eine Feinabstimmung, kein Schärfungsregler. Tasten Sie sich ruhig heran: Vergleichen Sie das Ergebnis mit  Neutralgrau  und  Orange  durch Rechtsklick ins Bild (Vorher/Nachher-Vergleich). 

 Schritt 5: Halo-Reduktion feinjustieren 

 Die  Halo-Reduktion  ist in SHARPEN projects 6 Pro eine der wichtigsten Neuerungen. Sie reduziert die hellen und dunklen Säume, die bei starker Schärfung an Kanten entstehen – besonders sichtbar an Haarsträhnen vor hellem Hintergrund oder an Wimpernkanten. 

 Der Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Ausgangspunkt. Ziehen Sie die  Halo-Reduktion  auf  45 % , falls die Automatik einen anderen Wert gesetzt hat. Bei einem JPEG-Porträt, das bereits vor der Bearbeitung leichte Schärfe-Halos zeigt, können Sie den Wert auf  50 %  anheben – die Kanten werden ruhiger, ohne dass die Schärfe spürbar leidet. Gehen Sie nicht über  60 % , da ab diesem Punkt ein merklicher Schärfeverlust einsetzt. Ein Wert zwischen  40 % und 50 %  ist für die meisten Porträts der richtige Kompromiss. 

 Schritt 6: Glätten-Regler für ruhige Hauttöne 

 Der  Glätten -Regler arbeitet auf dem Ergebnis der Schärfung – nicht auf dem Quellbild wie die Entrauschung. Er glättet flache Bereiche nach der Schärfung und macht das Bild insgesamt harmonischer, ohne die Schärfe an Konturen wesentlich zu reduzieren. 

 Belassen Sie den Glätten-Regler beim Preset-Standardwert von  20 % . Das reicht bei den meisten Porträts aus, um die Haut ruhig zu halten, ohne sie plastisch wirken zu lassen. Wenn Ihr Bild bei hohem ISO aufgenommen wurde und die Haut leicht körnig wirkt, können Sie den Wert auf  28 %  anheben – das entspricht dem typischen Auto-Wert, den SHARPEN bei körnigen Bildern selbst wählt. Ziehen Sie den Regler nicht über  35 % , da die Haut sonst zu glatt und unnatürlich wirkt. 

 Wichtig: Der Glätten-Regler ist kein Ersatz für die Entrauschung. Wenn Ihr Bild starkes Sensorrauschen zeigt, nutzen Sie den  Entrauschen -Regler – er arbeitet auf dem Quellbild vor der Schärfung und beeinflusst damit die Schärfungsqualität direkt. Für Porträts mit moderatem Rauschen reicht Glätten auf  20–28 %  in der Regel aus. 

 Schritt 7: Bereichsschutz für Haut und Tiefe 

 Öffnen Sie das Modul  Bildbereiche schützen . Der Standard-Bereichsschutz  Glatte Bereiche schützen  ist bereits aktiv – er verhindert, dass glatte Hautflächen überschärft werden. Für ein Porträt ist das eine gute Basis. 

 Wenn Ihr Bild eine klare Tiefenstaffelung hat – etwa ein Gesicht vor unscharfem Hintergrund – wechseln Sie den Bereichsschutz auf  (3D) Hintere Bildhälfte/Fernbereich  oder die Kombination  (3D) Nähe/Haut . Diese Optionen nutzen die beim Laden erstellte Tiefenkarte: Der Vordergrund (Gesicht) wird stärker geschärft, der Hintergrund automatisch geschont. Das ist perspektivisch korrekt, weil ein Schärfungsradius von einem Pixel im Vordergrund nur wenige Zentimeter abdeckt, im Hintergrund aber deutlich mehr – ohne Tiefenschutz würde der Hintergrund überproportional stark geschärft. 

 Klicken Sie auf das  Augensymbol  neben dem Bereichsschutz, um die Maske zu visualisieren: Weiß bedeutet volle Schärfung, Dunkelgrau wenig, Schwarz gar keine. So sehen Sie sofort, ob das Gesicht korrekt als Schärfungsbereich erkannt wird. 

 Alternativ können Sie den Bereichsschutz auf  Hauttöne  setzen – dann schützt SHARPEN gezielt die Hautbereiche vor Überschärfung, während Augen, Haare und Lippen stärker geschärft werden. Das ist die direkteste Ergänzung zur Schärfe-Farbdominanz Orange: Die Farbdominanz präzisiert die Berechnung im Orange-Bereich, der Bereichsschutz  Hauttöne  schützt genau diesen Bereich gleichzeitig vor Überschärfung. Beide Funktionen kollidieren nicht – sie wirken auf unterschiedlichen Ebenen. 

 Schritt 8: Oversampling für gleichmäßigere Ergebnisse 

 Im Profi-Modus finden Sie den Bereich  Oversampling . Stellen Sie ihn auf  2-fach . Das bedeutet, SHARPEN führt die Schärfungsberechnung in zwei Durchgängen mit jeweils geringerer Stärke durch – das Ergebnis ist ausgewogener und zeigt weniger Schärfe-Halos als ein einzelner starker Durchgang. Die Rechenzeit steigt moderat. Für Porträts, bei denen Sie ein besonders homogenes Ergebnis anstreben, ist  2-fach  ein guter Kompromiss.  3-fach  bringt bei Porträts selten einen sichtbaren Mehrwert gegenüber dem erhöhten Zeitaufwand. 

 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 

 Öffnen Sie den  Supersampling -Bereich (Symbol neben dem Minuszeichen in der Toolbar). Wählen Sie den Modus  Scharf  (Standard) und den Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern auf die doppelte Fläche, schärft in dieser Auflösung und skaliert es anschließend auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis: Kanten werden gleichmäßiger, Halos schmaler, Konturen ruhiger – ohne dass Sie einen weiteren Regler anfassen müssen. 

 Für Porträts, bei denen weiche Übergänge wichtiger sind als maximale Kantenschärfe – etwa bei Soft-Licht-Aufnahmen oder bewusst weich gehaltenen Bildlooks – wechseln Sie den Modus auf  Weich . Dieser Modus verwendet ein anderes Skalierungsverfahren und liefert gefälligere, weniger harte Konturen. Sie können zwischen  Scharf  und  Weich  jederzeit frei wechseln und das Ergebnis direkt vergleichen. 

 Fangen Sie immer mit der kleinsten Stufe an.  2-fach reicht für die meisten Porträts . Höhere Faktoren (3-fach, 4-fach) verlängern die Rechenzeit deutlich und bringen bei Porträts in der Regel keinen sichtbaren Mehrwert gegenüber 2-fach. 

 Ergebnis: Was sich sichtbar verändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um das Original mit dem geschärften Ergebnis zu vergleichen. Was Sie sehen sollten: Die Augen, Wimpern und Lippenkonturen sind deutlich präziser, die Haut wirkt strukturiert, aber nicht körnig oder unruhig. Haarsträhnen zeigen keine störenden hellen Säume mehr. Der Hintergrund – sofern Sie den 3D-Bereichsschutz genutzt haben – bleibt weich und lenkt nicht vom Gesicht ab. 

 Die Schärfe-Farbdominanz auf  Orange  ist dabei kein Effekt, den Sie auf den ersten Blick dramatisch sehen. Sie wirkt in der Präzision der Hauttextur: Feine Poren und Lippenkonturen werden etwas sauberer erfasst, weil die Berechnung im Orange-Farbraum genauer arbeitet. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der Einstellung  Neutralgrau  – bei warmen Hauttönen werden Sie den Unterschied bei 100 %-Ansicht erkennen. 

 Zusammenfassung der Einstellungen 

 
  Profi-Modus:  aktiviert 
  Preset:  Original (oder JPEG-Artefakte reduzieren bei komprimierten Dateien) 
  Kategorie:  Portrait 
  Voreinstellung:  Portrait – intensive Schärfe 
  Automatik einstellen:  zuerst klicken 
  Schärfe-Farbdominanz:  Orange, Auge-Symbol aktiv 
  Halo-Reduktion:  45–50 % 
  Glätten:  20–28 % 
  Bereichsschutz:  Hauttöne oder (3D) Nähe/Haut 
  Oversampling:  2-fach 
  Supersampling:  Scharf, 2-fach (oder Weich für soften Bildlook) 
 

 Praktischer Hinweis: Einstellungen sichern und wiederverwenden 

 Wenn Sie regelmäßig Porträts mit ähnlichen Lichtverhältnissen und Hauttönen bearbeiten, lohnt es sich, diese Einstellungen zu sichern. Nutzen Sie im Profi-Modus die Funktion  Export  im Bereich Export/Import der Schärfe-Einstellungen. Die gespeicherte Datei enthält alle Kategorien und fotografischen Einstellungen – ohne das Supersampling, das Sie pro Bild separat wählen. Per  Import  wenden Sie die Einstellungen auf weitere Porträts an. Alternativ starten Sie eine  Stapelverarbeitung  über  Strg+B , wenn Sie mehrere Bilder einer Session in einem Durchgang bearbeiten möchten.  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Präzision, die man sieht – ohne Übertreibung  Die Schärfe-Farbdominanz ist kein Allheilmittel, aber in Kombination mit der adaptiven Portrait-Schärfung, dem Bereichsschutz und dem Glätten-Regler ergibt sie ein stimmiges Gesamtpaket für Porträts mit warmen Hauttönen. Probieren Sie SHARPEN projects 6 Pro an Ihren eigenen Aufnahmen aus – die Unterschiede zeigen sich am deutlichsten bei 100-%-Ansicht.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-26T07:02:45+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Glätten vs. Entrauschen: High-ISO-Fotos richtig beruhigen</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/glaetten-vs.-entrauschen-high-iso-fotos-richtig-beruhigen</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/glaetten-vs.-entrauschen-high-iso-fotos-richtig-beruhigen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Glätten und Entrauschen klingen ähnlich, wirken aber an völlig verschiedenen Stellen im Schärfungs-Prozess. Dieser Praxisleitfaden zeigt Ihnen, wann Sie welchen Regler anfassen – und warum der Unterschied sichtbar ist.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Glätten vs. Entrauschen: High-ISO-Fotos richtig beruhigen 

 Kennen Sie das? Sie fotografieren abends in der Altstadt oder bei einem Konzert, ISO 6400 war unvermeidlich – und das Bild zeigt zwar das richtige Motiv, aber auch eine körnige, unruhige Textur, die beim Schärfen noch lauter zu werden droht. Genau hier liegt eine der häufigsten Unsicherheiten beim Arbeiten mit SHARPEN projects 6 Pro: Soll ich jetzt  Entrauschen  oder  Glätten  verwenden? Und was ist überhaupt der Unterschied? 

 Die kurze Antwort: Beide Regler beruhigen das Bild – aber zu völlig verschiedenen Zeitpunkten im Prozess und mit grundlegend verschiedener Wirkung. Wer das einmal verstanden hat, trifft die richtige Wahl intuitiv. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Was passiert beim Schärfen eines rauschigen Bildes? 

 Stellen Sie sich die Schärfungs-Pipeline als eine Abfolge von Stationen vor. Das Rauschen sitzt bereits im Originalbild – also  vor  der Schärfung. Wenn SHARPEN nun die Unschärfe herausrechnet, analysiert es das Quellbild und verstärkt dabei zwangsläufig auch das, was es als Struktur interpretiert. Rauschen ist Struktur. Ohne Gegenmaßnahme wird es also lauter. 

 Genau deshalb gibt es in SHARPEN projects 6 Pro zwei getrennte Werkzeuge, die an zwei verschiedenen Punkten eingreifen: 

 
  Entrauschen  arbeitet auf dem  Quellbild  – also bevor die Schärfung beginnt. Es glättet das Rauschen, bevor der Algorithmus es „sieht“. 
  Glätten  arbeitet auf dem  Ergebnis  – also nachdem die Schärfung abgeschlossen ist. Es beruhigt das fertige Bild, ohne die Schärfung selbst zu beeinflussen. 
 

 Diese umgekehrte Wirkrichtung ist entscheidend. Wer das verwechselt, riskiert entweder ein zu weiches Ausgangsbild (zu viel Entrauschen) oder ein unruhiges Ergebnis (zu wenig Glätten). 

 Schritt für Schritt: High-ISO-Foto beruhigen und schärfen 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 1: Bild laden und Preset wählen 

 Laden Sie Ihr High-ISO-Foto per Drag &amp; Drop oder über  Datei → Bild einladen . SHARPEN zeigt zunächst das unveränderte Original. Wählen Sie links im Preset-Bereich das Preset  „Original“  – es ist grün umrandet und der sinnvolle Ausgangspunkt, wenn Sie die Schärfung vollständig selbst steuern möchten. 

 Öffnen Sie anschließend den Schärfebereich über das  Diamantsymbol  in der Toolbar. 

 Schritt 2: Kategorie wählen 

 Zoomen Sie ins Bild und beurteilen Sie die Unschärfe-Art. Bei einem High-ISO-Nachtfoto aus der Hand liegt meist eine leichte allgemeine Unschärfe vor, keine ausgeprägte Richtungsverwacklung. Wählen Sie daher die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  – sie korrigiert Unschärfen ohne die Farben zu verändern, was bei rauschigen Bildern besonders wichtig ist. 

 Schritt 3: Automatik als Ausgangspunkt nutzen 

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt Korrektur, Halo-Reduktion und Entrauschen auf sinnvolle Startwerte. Notieren Sie sich diese Werte – sie sind Ihr Referenzpunkt für die manuelle Feinjustierung. 

 Typische Automatik-Werte bei einem rauschigen Nachtfoto könnten so aussehen:  Korrektur 90 %, Halo-Reduktion 54 %, Entrauschen 42 % . Der Entrauschen-Wert von 42 % ist dabei oft bereits sehr hoch – dazu gleich mehr. 

 Schritt 4: Den Entrauschen-Regler bewusst einsetzen 

 Der  Entrauschen -Regler arbeitet, wie beschrieben, auf dem Quellbild. Ein hoher Wert – etwa 40 % oder mehr – glättet das Rauschen deutlich, bevor die Schärfung ansetzt. Das klingt verlockend, hat aber einen Preis: Feine Körnung und zarte Strukturen, die Sie vielleicht bewusst erhalten möchten, werden ebenfalls geglättet. Das Ergebnis kann flächig und plastisch wirken. 

 Ziehen Sie den  Entrauschen -Regler zunächst auf etwa  20–25 %  zurück. Dadurch bleibt mehr feine Textur im Quellbild erhalten, die die Schärfung dann differenzierter herausarbeiten kann. Wenn das Rauschen danach im Ergebnis noch zu präsent ist, können Sie kompensieren – aber mit dem richtigen Werkzeug: dem Glätten-Regler. 

 Möchten Sie noch mehr Kontrolle, erhöhen Sie stattdessen den  Qualitätsmodus  von  Ausgewogen  auf  Pro  (100 px Radius). Ein höherer Qualitätsmodus analysiert die Unschärfe genauer und liefert oft ein ruhigeres Ergebnis, ohne dass Sie das Rauschen vorab so stark unterdrücken müssen. 

 Schritt 5: Halo-Reduktion auf einen guten Kompromiss einstellen 

 Ziehen Sie die  Halo-Reduktion  auf etwa  40–45 %  – das ist der Preset-Default und ein bewährter Ausgangspunkt. Bei diesem Wert verschwinden die hellen Säume an dunklen Kanten und die dunklen Säume an hellen Kanten weitgehend, ohne dass die Schärfe spürbar leidet. SHARPEN unterscheidet dabei rechnerisch zwischen echtem Schärfe-Halo und tatsächlicher Bildstruktur. 

 Gerade bei rauschigen JPEGs, die bereits vor der Aufnahme komprimiert wurden, sind Halos häufig vorbelastet. Hier darf die Halo-Reduktion ruhig bei  45–50 %  liegen. 

 Schritt 6: Den Glätten-Regler gezielt einsetzen 

 Jetzt kommt der entscheidende Schritt, der den Unterschied macht. Schauen Sie sich das Ergebnis nach der Schärfung an – nicht das Quellbild, sondern das fertige Resultat. Wirken glatte Flächen wie Himmel, Wände oder Haut noch unruhig? Dann ist der  Glätten -Regler Ihr Werkzeug. 

 Der Preset-Default liegt bei  20 % . Ziehen Sie ihn auf  25–30 % , wenn das Ergebnis noch zu körnig wirkt. Bei  30 %  werden glatte Bereiche spürbar ruhiger, Kanten und Details bleiben aber erhalten – weil der Glätten-Regler auf dem fertigen Ergebnis arbeitet und die Schärfung selbst nicht antastet. Das ist der wesentliche Vorteil gegenüber einem höheren Entrauschen-Wert. 

 Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran: Oft wirken schon 5 % mehr Glätten deutlich natürlicher, ohne dass die Schärfe leidet. Werte über  50 %  machen das Bild zunehmend weich und harmonisch – was bei Porträts oder Softlook-Motiven gewünscht sein kann, bei Architektur oder Straßenfotografie aber zu weit geht. 

 Schritt 7: Bereichsschutz aktivieren 

 Stellen Sie sicher, dass der Bereichsschutz auf  „Glatte Bereiche schützen“  eingestellt ist – das ist der Standard und verhindert, dass der Schärfungsalgorithmus in gleichmäßigen Flächen wie dem Himmel das Rauschen verstärkt. Dort würden sonst Mikrostrukturen und JPEG-Artefakte sichtbar hervorgehoben. 

 Wenn Ihr Bild eine klare räumliche Tiefe hat – etwa eine Gasse mit Vordergrund und Hintergrund –, wechseln Sie im  Profi-Modus  auf  „(3D) ferne und glattes schützen“ . Damit schärft SHARPEN den Vordergrund stärker und schont weiter entfernte, ohnehin unschärfere Bereiche automatisch. 

 Schritt 8: Multi-direktionale Schärfe prüfen 

 Wenn die Grundschärfung abgeschlossen ist, können Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zuschalten – aber erst jetzt, denn sie wirkt nur auf einem bereits geschärften Bild sinnvoll. Wählen Sie  Stufe 1  als Einstieg. Bei einem High-ISO-Foto mit leichter allgemeiner Unschärfe reicht das meist aus und macht das Bild noch einen Tick knackiger, ohne es zu überreizen. 

 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 

 Aktivieren Sie abschließend das  Supersampling  über das entsprechende Symbol in der Toolbar. Wählen Sie den Modus  Scharf  und den Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es wieder auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis: ruhigere Konturen, schmalere Halos und ein insgesamt homogeneres Bild. Bei einem rauschigen High-ISO-Foto ist dieser Schritt besonders wertvoll, weil er die Kanten beruhigt, ohne zusätzliches Glätten zu erfordern. 

 Beginnen Sie immer mit der kleinsten Stufe –  2-fach reicht in den meisten Fällen . Stufe 3-fach bringt noch ruhigere Konturen, kostet aber deutlich mehr Rechenzeit. 

 Vorher/Nachher: Was sich sichtbar verändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Im direkten Vergleich sehen Sie: Das Ausgangsbild wirkt körnig und leicht weich. Nach der Bearbeitung sind die Kanten klarer definiert, glatte Flächen wie Wände oder Himmel wirken ruhiger – ohne dass das Bild den plastischen, zu glatten Look bekommt, der bei übermäßigem Entrauschen entsteht. Die Textur ist noch da, aber kontrolliert. 

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit zwischen Original und Ergebnis zu wechseln – das ist der schnellste Weg, um zu beurteilen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind. 

 Die wichtigsten Werte auf einen Blick 

 
  Kategorie:  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe 
  Automatik einstellen:  immer zuerst drücken 
  Entrauschen:  Automatik-Vorschlag prüfen, ggf. auf  20–25 %  reduzieren 
  Halo-Reduktion:   40–50 %  (Preset-Default ~45) 
  Glätten:  Preset-Default  20 % , bei rauschigen Bildern auf  25–30 %  anheben 
  Bereichsschutz:   „Glatte Bereiche schützen“  (Standard belassen) 
  Qualitätsmodus:   Ausgewogen  als Start, bei Bedarf auf  Pro  erhöhen 
  Multi-direktionale Schärfe:   Stufe 1 , erst nach der Grundschärfung zuschalten 
  Supersampling:  Modus  Scharf , Faktor  2-fach  
 

 Wann welcher Regler – die Faustregel 

 Ist das Rauschen so stark, dass es die Schärfungs-Analyse stört und das Ergebnis unruhig und fleckig wirkt? Dann greifen Sie zum  Entrauschen -Regler – aber dosiert, damit Sie keine feinen Details opfern. Ist das Ergebnis nach der Schärfung noch etwas unruhig, obwohl die Schärfe selbst stimmt? Dann ist der  Glätten -Regler die richtige Wahl – er beruhigt das fertige Bild, ohne die erarbeitete Schärfe wieder wegzunehmen. 

 Ehrlich gesagt: In den meisten Fällen kommen Sie mit einem moderat reduzierten Entrauschen-Wert und einem leicht erhöhten Glätten-Wert weiter als mit einem der beiden Regler auf Maximum. Die Kombination ist stärker als jeder Einzelregler allein.  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Rauschen und Schärfe müssen kein Widerspruch sein  Mit dem richtigen Verständnis für Entrauschen und Glätten holen Sie auch aus schwierigen High-ISO-Aufnahmen ein überzeugendes Ergebnis heraus – ohne den typischen Plastik-Look. SHARPEN projects 6 Pro steht zum Download bereit, wenn Sie die beschriebenen Schritte direkt an Ihren eigenen Bildern ausprobieren möchten.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-19T07:02:25+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Schwarz-Weiß-Porträts mit Wirkung schärfen</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/schwarz-weiss-portraets-mit-wirkung-schaerfen</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/schwarz-weiss-portraets-mit-wirkung-schaerfen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Ein Charakterporträt lebt von Augen, Poren und Haaren – aber die Haut soll geschmeidig bleiben. Wie Sie das mit der adaptiven Portrait-Schärfe in SHARPEN projects 6 Pro gezielt steuern, zeigt dieses Tutorial.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Schwarz-Weiß-Porträts mit Wirkung schärfen 

 Kennen Sie das? Ein Porträt ist im Kasten, das Licht stimmt, der Ausdruck auch – aber in der Nachbearbeitung fehlt der letzte Biss. Gerade in Schwarz-Weiß fällt das sofort auf: Augen, die nicht funkeln, Haare, die sich in Grau auflösen, und eine Haut, die entweder zu glatt oder zu körnig wirkt. Das Ziel ist klar: Augen, Lippen und Haare sollen knackig durchzeichnet sein, während die Haut ihren natürlichen, ruhigen Charakter behält. 

 Genau dafür ist die  Portrait-Kategorie  in SHARPEN projects 6 Pro gebaut. Sie arbeitet mit adaptiver Schärfe – das bedeutet: Die Software erkennt selbst, wo Konturen und Strukturen liegen, und schärft dort stärker, während sie glatte Flächen wie Haut schont. Kein manuelles Maskieren, kein Kompromiss zwischen Schärfe und Natürlichkeit. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Ausgangslage: Ein RAW-Porträt, das mehr kann 

 Für dieses Tutorial gehen wir von einem typischen Szenario aus: Sie haben ein Porträt als RAW-Datei vorliegen, aufgenommen mit natürlichem Seitenlicht. Das Bild ist technisch in Ordnung – keine starke Verwacklung, keine extreme Unschärfe –, aber es fehlt die Präsenz, die ein gutes Schwarz-Weiß-Porträt ausmacht. Laden Sie das Bild über  Datei → Bild einladen  oder per Drag &amp;amp; Drop in SHARPEN projects 6 Pro. Beim Laden analysiert die Software automatisch die Bildtiefe und legt eine Tiefenkarte an – das ist die Grundlage für den späteren 3D-Bereichsschutz. 

 Schritt für Schritt: Adaptive Portrait-Schärfe 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 1: Preset wählen 

 Schauen Sie sich auf der linken Seite die Presets an. Für ein Schwarz-Weiß-Porträt bietet sich das Preset  „Schwarzweiß-Look“  innerhalb der Portrait-Kategorie an – es bereitet den Bildlook vor, ohne die Schärfe-Einstellungen zu erzwingen. Klicken Sie es an und prüfen Sie den Eindruck am Monitor. Das Preset ist grün umrandet, wenn es aktiv ist. Wenn Ihnen der Look zu stark erscheint, können Sie die  Deckkraft  auf etwa  80 %  reduzieren – das mildert den Effekt, ohne ihn aufzugeben. 

 Schritt 2: Kategorie Portrait wählen 

 Öffnen Sie den Schärfebereich über das  Diamantsymbol  in der Toolbar. Wählen Sie dort die Kategorie  Portrait . Diese Kategorie nutzt die  Adaptive Bildschärfe  – ein Verfahren, das Konturen und Strukturen gezielt schärft und glatte Flächen weitgehend in Ruhe lässt. Das ist der entscheidende Unterschied zur allgemeinen Bildschärfe: Haut wird nicht überschärft, Augen und Haare aber schon. 

 Wählen Sie als Voreinstellung  „Portrait – intensive Schärfe“ . Das gibt Ihnen einen guten Ausgangspunkt für ein Charakterporträt, bei dem Details im Vordergrund stehen sollen. 

 Schritt 3: Automatik einstellen 

 Klicken Sie jetzt auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Reglerwerte innerhalb der Portrait-Kategorie. Das Ergebnis sehen Sie sofort im Bildbereich. Zoomen Sie auf die Augenpartie – dort zeigt sich am deutlichsten, ob die Schärfung greift. Vergleichen Sie mit einem Rechtsklick ins Bild den Vorher/Nachher-Zustand. 

 Die Automatik ist ein guter Startpunkt, aber kein Endpunkt. Im nächsten Schritt justieren Sie nach. 

 Schritt 4: Halo-Reduktion feinjustieren 

 Nach der Automatik finden Sie den Regler  Halo-Reduktion  auf etwa  45 %  – das ist der Preset-Default und ein guter Kompromiss. Halo-Reduktion unterdrückt die hellen und dunklen Säume, die an Kanten entstehen, wenn eine Schärfung mathematisch korrekt, aber optisch zu hart ausfällt. Bei einem Schwarz-Weiß-Porträt sind diese Säume besonders sichtbar, weil der fehlende Farbeindruck den Blick direkt auf die Kontur lenkt. 

 Ziehen Sie die  Halo-Reduktion  auf  45–50 % : Die Kanten an Wimpern, Haarsträhnen und Lippenkonturen wirken ruhiger, ohne dass die Schärfe verloren geht. Wenn Sie den Regler auf  0 %  stellen, sehen Sie den Unterschied sofort – die Kanten werden hart und unnatürlich. Gehen Sie nicht über  60 % , sonst büßen Sie spürbar Schärfe ein. 

 Schritt 5: Glätten-Regler einstellen 

 Der Regler  Glätten  arbeitet auf dem Ergebnis der Schärfung – er ist kein Entrauscher, sondern glättet flache Bereiche nach der Schärfung harmonisch aus. Der Preset-Default liegt bei etwa  20 % , was für die meisten Porträts gut passt. Lassen Sie diesen Wert zunächst stehen. 

 Wenn die Haut trotz adaptiver Schärfe noch etwas unruhig wirkt – etwa bei höheren ISO-Werten –, können Sie  Glätten  auf  25–30 %  anheben. Dadurch werden flache Hautpartien ruhiger, während Augen und Haare ihre Schärfe behalten, weil der Regler nur dort wirkt, wo wenig Kontrast ist. 

 Schritt 6: Bereichsschutz prüfen 

 Standardmäßig ist der Bereichsschutz  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das ist für Porträts genau richtig: Glatte Hautflächen werden vor Überschärfung bewahrt, Konturen und Strukturen bleiben ungeschützt und werden voll geschärft. Lassen Sie diese Einstellung so. 

 Wenn Sie im Profi-Modus arbeiten, können Sie zusätzlich den 3D-Bereichsschutz nutzen: Wählen Sie  „(3D) Hintere Bildhälfte schützen“ . Das schärft den Vordergrund – also das Gesicht – stärker, während ein eventuell sichtbarer Hintergrund automatisch schwächer geschärft wird. Das entspricht der natürlichen Tiefenwirkung eines Porträts mit offener Blende. 

 Klicken Sie auf das  Augensymbol  neben dem Bereichsschutz, um die Maske zu visualisieren: Weiße Bereiche werden voll geschärft, dunkle kaum. So sehen Sie sofort, ob die Maske das Gesicht korrekt erfasst. 

 Schritt 7: Fotografische Einstellungen für den SW-Look 

 Unter den fotografischen Einstellungen haben Sie einige Regler, die den Bildlook begleiten – unabhängig von der eigentlichen Schärfung. Für ein Charakterporträt in Schwarz-Weiß empfehlen sich folgende Werte: 

 
  Brillanz  leicht nach rechts, etwa auf  +5 : Das gibt dem Bild mehr Tiefenwirkung, Schatten wirken plastischer. 
  Struktur  leicht nach rechts, etwa auf  +5 bis +8 : Verstärkt alle Strukturen im Bild – Poren, Bartstoppeln, Haare treten stärker hervor. Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran, denn zu viel Struktur wirkt schnell übertrieben. 
  Glätten  bleibt bei  20 %  (bereits in Schritt 5 gesetzt). 
  Dunst entfernen  lassen Sie bei  0  – bei einem Innenporträt ist kein atmosphärischer Dunst vorhanden, und der Regler würde hier keinen sinnvollen Effekt erzielen. 
 

 Schritt 8: Multi-direktionale Schärfe zuschalten 

 Erst jetzt – nachdem die Grundschärfung abgeschlossen ist – schalten Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zu. Dieser Schritt ist wichtig: Das Modul wirkt nur auf einem bereits geschärften Bild sinnvoll. Auf einem noch unscharfen Bild zeigt es kaum Wirkung. 

 Wählen Sie  Stufe 1  oder  Stufe 2 . Für ein Porträt ohne starke Bewegungsunschärfe reicht Stufe 1 meist aus – sie analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie mit integrierter Halo-Reduktion. Zoomen Sie nach dem Zuschalten auf die Wimpern oder einzelne Haarsträhnen: Wenn die Konturen ruhiger und definierter wirken, ist die Stufe richtig gewählt. Stufe 2 bringt mehr, kostet aber deutlich mehr Rechenzeit – eine Warnmeldung erscheint beim Aktivieren. 

 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 

 Öffnen Sie den  Supersampling-Bereich  über das entsprechende Symbol in der Toolbar. Wählen Sie den Modus  Scharf  – das ist der Standard und liefert bei einem Porträt mit vielen Mikrodetails die besten Ergebnisse. Stellen Sie den Faktor auf  2-fach . 

 Was passiert: SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es in dieser vergrößerten Form und skaliert es anschließend auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis sind ruhigere, homogenere Konturen und eine spürbar reduzierte Halo-Bildung. Gerade bei einem Schwarz-Weiß-Porträt, wo jede Kante sichtbar ist, macht dieser Schritt einen deutlichen Unterschied. 

 Wenn Ihnen das Ergebnis noch etwas zu hart erscheint, wechseln Sie versuchsweise auf den Modus  Weich  – die Konturen werden gefälliger, was bei weichen Motiven oder einem bewusst romantischen Porträt-Look passen kann. Frei wechselbar, kein Qualitätsverlust durch das Umschalten. 

 Vorher/Nachher: Was sich sichtbar verändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um im Bildbereich direkt zwischen Original und Ergebnis zu wechseln. Was Sie sehen sollten: Die Augen haben Tiefe gewonnen, einzelne Wimpern sind klar voneinander getrennt, Haarsträhnen zeichnen sich ab. Die Haut dagegen bleibt ruhig – keine sichtbaren Poren-Überschärfungen, kein körniger Eindruck. Die Konturlinien an Lippen und Kinn sind definiert, aber nicht hart. 

 Ehrlich gesagt: Wenn das Ausgangsbild stark unscharf ist, wird auch SHARPEN keine Wunder vollbringen. Aber alles, was an Zeichnung im Bild steckt, holt dieses Verfahren heraus – und das ist bei einem gut belichteten Porträt oft mehr, als man erwartet. 

 Praktischer Tipp: Einstellungen sichern und weiterverwenden 

 Wenn Sie eine Porträtserie bearbeiten und denselben Look auf mehrere Bilder anwenden möchten, nutzen Sie im Profi-Modus die Funktion  Export  unter den Schärfe-Einstellungen. Sie speichert alle Kategorien und fotografischen Einstellungen – ohne Supersampling – in eine Datei. Per  Import  wenden Sie diese Einstellungen auf das nächste Bild an und ergänzen das Supersampling manuell. So sparen Sie Zeit und behalten einen konsistenten Look über die gesamte Serie.  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Details, die ein Porträt unvergesslich machen  Die adaptive Portrait-Schärfe in SHARPEN projects 6 Pro trifft genau den richtigen Kompromiss: Augen und Haare gewinnen Präsenz, die Haut bleibt natürlich. Probieren Sie es mit Ihren eigenen Porträts aus – SHARPEN projects 6 Pro steht zum Download bereit.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-12T07:02:25+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Handy-Schnappschüsse schärfen mit SHARPEN projects 6</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/handy-schnappschuesse-schaerfen-mit-sharpen-projects-6</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/handy-schnappschuesse-schaerfen-mit-sharpen-projects-6"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Ein Familienfoto vom Handy, leicht unscharf und irgendwie flau – das kennen Sie. Dieses Tutorial zeigt, wie Sie mit SHARPEN projects 6 Pro in wenigen Schritten überraschend viel herausholen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Handy-Schnappschüsse schärfen mit SHARPEN projects 6 Pro 

 Kennen Sie das? Der Moment war perfekt – alle lachen, das Licht stimmt – aber das Foto vom Smartphone ist einen Tick zu unscharf. Leichte Verwacklung, etwas Weichzeichnung durch den kleinen Sensor, vielleicht ein Hauch Dunst. Gelöscht wird es trotzdem nicht. Genau für solche Bilder ist SHARPEN projects 6 Pro gemacht. 

 Dieses Tutorial richtet sich an Einsteiger. Sie brauchen keine Vorkenntnisse – nur Ihr Bild und ein paar Minuten. Ehrlich gesagt: Aus einem völlig unscharfen Foto zaubert auch SHARPEN kein gestochen scharfes. Aber das, was im Bild steckt, holen Sie hier zuverlässig heraus. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 1: Bild einladen 

 Ziehen Sie Ihr Foto einfach per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster – oder wählen Sie  Datei → Bild einladen . SHARPEN zeigt Ihnen zunächst das unveränderte Original. Gleichzeitig erscheint kurz ein Ladebalken mit dem Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ : Das Programm erstellt im Hintergrund eine sogenannte Tiefenkarte, die später dabei hilft, vordere und hintere Bildbereiche unterschiedlich zu schärfen. Sie müssen dafür nichts tun. 

 Schritt 2: Preset wählen – meist reicht „Original“ 

 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für einen typischen Schnappschuss ist das Preset  Original  – grün umrandet als Standard aktiv – ein guter Ausgangspunkt. Es verändert den Bildlook nicht und lässt die Schärfung unverfälscht wirken. Wenn Ihr Handy-Foto sichtbare JPEG-Kompressionsartefakte zeigt (kleine Kästchenmuster in glatten Flächen), können Sie stattdessen das Preset  JPEG-Artefakte reduzieren  wählen. Scrollen Sie einfach durch die Liste und entscheiden Sie nach dem optischen Eindruck. 

 Schritt 3: Kategorie wählen 

 Auf der rechten Seite finden Sie die sieben Schärfe-Kategorien. Zoomen Sie zunächst ins Bild (Taste  Strg++  oder Mausrad), um die Unschärfe genauer zu beurteilen. 

 
 Sehen Sie eine allgemeine Weichheit ohne erkennbare Richtung? Dann wählen Sie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  – das ist für Handy-Schnappschüsse die erste Wahl. Diese Kategorie korrigiert Unschärfen und Verwacklungen, ohne die Farben zu verändern. 
 Wirkt das Bild zusätzlich etwas flau oder schleierig? Dann passt  Alle Voreinstellungen  besser: Diese Kategorie korrigiert Unschärfe und reduziert gleichzeitig Dunst und Nebel – die Farben werden dabei kräftiger. 
 

 Für den typischen Familien-Schnappschuss empfehlen wir: Starten Sie mit  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe . 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 4: Automatik einstellen – der wichtigste Klick 

 Klicken Sie jetzt auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und wählt innerhalb der gewählten Kategorie passende Werte für Korrekturstärke, Halo-Reduktion und Entrauschen. Das Ergebnis sehen Sie sofort. 

 Ein wichtiger Hinweis: Die Automatik ist  halbautomatisch . Sie setzt die Reglerwerte innerhalb der von Ihnen gewählten Kategorie – die Kategoriewahl selbst liegt bei Ihnen. Das ist kein Nachteil, sondern gibt Ihnen die Kontrolle über die grundlegende Methode. 

 Zoomen Sie nach dem Automatik-Klick ins Bild und halten Sie die rechte Maustaste gedrückt – so sehen Sie den direkten Vorher/Nachher-Vergleich. In vielen Fällen ist das Ergebnis der Automatik bereits sehr gut. 

 Schritt 5: Halo-Reduktion prüfen und feinjustieren 

 Die Automatik setzt die  Halo-Reduktion  auf einen sinnvollen Startwert – der Preset-Default liegt bei etwa  45 % . Dieser Regler ist eine der zentralen Neuerungen in SHARPEN projects 6: Er erkennt, ob eine helle oder dunkle Kante ein echter Bildinhalt ist oder ein unerwünschter Schärfe-Halo, und unterdrückt Letzteres gezielt. 

 Schauen Sie sich die Kanten im Bild genau an. Sehen Sie helle Säume an dunklen Konturen oder dunkle Säume an hellen Flächen? Dann ziehen Sie die  Halo-Reduktion  etwas höher – auf etwa  50 % . Die Säume verschwinden, das Bild bleibt trotzdem schärfer als das Original, weil SHARPEN zwischen Halo und echter Schärfe unterscheidet. Übertreiben Sie es nicht: Bei Werten über 60–70 % verlieren Sie spürbar Schärfe. Ein Wert zwischen  30 und 50 %  ist für Handy-Fotos ein guter Kompromiss. 

 Schritt 6: Glätten-Regler – für ruhige Flächen 

 Direkt darunter finden Sie den  Glätten -Regler. Der Preset-Default liegt bei  20 %  – das ist für die meisten Schnappschüsse bereits richtig. Dieser Regler glättet das Ergebnis-Bild leicht nach, ohne die Schärfe wesentlich zu beeinflussen und ohne zu entrauschen. Er wirkt auf das fertig geschärfte Bild und macht Übergänge in glatten Flächen (Himmel, Haut, Wände) harmonischer. 

 Lassen Sie den Wert bei  20 %  stehen, wenn das Bild ruhig wirkt. Erscheint die Textur in glatten Bereichen noch etwas unruhig, ziehen Sie ihn auf  25–28 % . Mehr ist selten nötig. 

 Schritt 7: Bereichsschutz – glatte Flächen schonen 

 Im Bereich  „Bildbereiche schützen“  ist standardmäßig  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das ist für Handy-Schnappschüsse genau richtig: Himmel, Wände und andere gleichmäßige Flächen werden nicht überschärft – dort würde sonst Bildrauschen oder JPEG-Kompression sichtbar verstärkt. Lassen Sie diese Einstellung unverändert. 

 Enthält Ihr Bild Personen im Vordergrund vor einem Hintergrund, können Sie im  Profi-Modus  den Bereichsschutz auf  „(3D) ferne und glattes schützen“  umstellen. SHARPEN nutzt dann die beim Laden erstellte Tiefenkarte und schärft vordere Bereiche stärker als entfernte – das wirkt perspektivisch natürlicher. Für den Einstieg reicht aber der Standard. 

 Schritt 8: Supersampling – der finale Feinschliff 

 Ganz oben im Schärfebereich finden Sie das  Supersampling -Modul. Es ist zunächst inaktiv. Klicken Sie auf  „Inaktiv“  und wählen Sie den Modus  Scharf  mit dem Faktor  2× . 

 Was passiert dabei? SHARPEN vergrößert das Bild intern auf die doppelte Fläche, schärft in dieser Auflösung und skaliert es anschließend wieder auf die Originalgröße zurück. Das Ergebnis: Kanten werden ruhiger, Halos schmaler, Konturen homogener. Für Handy-Fotos reicht  2-fach  vollkommen aus – höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit deutlich, ohne für Schnappschüsse spürbar mehr zu bringen. 

 Halten Sie nach dem Berechnen wieder die rechte Maustaste ins Bild – der Unterschied zum Original ist jetzt gut sichtbar. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 9: Ergebnis speichern 

 Drücken Sie  Strg+S  oder klicken Sie auf den grünen  Speichern -Button in der Bildmitte. Es öffnet sich das Fenster  „Bildzuschnitt &amp;amp; Untertitel“ . Hier können Sie das Seitenverhältnis anpassen – für Instagram etwa das Format  1:1  oder  4:5  wählen. Unter  „Skalieren und Speichern“  finden Sie auch direkte Social-Media-Vorschläge wie  „Instagram – 1080 px Breite“ . Klicken Sie abschließend auf  Speichern . 

 Kurzübersicht: Die empfohlenen Werte für Handy-Schnappschüsse 

 
  Preset:  Original (oder JPEG-Artefakte reduzieren bei sichtbaren Kompressionsartefakten) 
  Kategorie:  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe 
  Automatik einstellen:  immer zuerst klicken 
  Halo-Reduktion:  45 % (Automatik-Vorschlag belassen oder auf 45–50 % feinjustieren) 
  Glätten:  20 % (Preset-Default; bei unruhigen Flächen bis 28 %) 
  Bereichsschutz:  Glatte Bereiche schützen (Standard, aktiv lassen) 
  Supersampling:  Modus Scharf, Faktor 2× 
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Mehr aus jedem Schnappschuss herausholen  Mit wenigen gezielten Einstellungen holen Sie aus einem leicht unscharfen Handy-Foto überraschend viel heraus – ohne stundenlange Nachbearbeitung. SHARPEN projects 6 Pro steht für Windows zum Download bereit.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-08-05T07:02:08+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Presets clever nutzen und Deckkraft dosieren</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/presets-clever-nutzen-und-deckkraft-dosieren</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/presets-clever-nutzen-und-deckkraft-dosieren"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Presets in SHARPEN projects 6 Pro sind keine Schärfegrade, sondern vorbereitende Bildlooks – wer die Deckkraft richtig dosiert, gewinnt Spielraum für Kreativität, ohne die mühsam erarbeitete Schärfe wieder zu opfern.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Presets clever nutzen und Deckkraft dosieren 

 Kennen Sie das? Sie haben ein Foto gerade schön geschärft, probieren dann neugierig ein Preset aus – und plötzlich wirkt das Bild entweder zu flach oder zu überdreht. Der Grund liegt meist darin, dass Presets in SHARPEN projects 6 Pro anders funktionieren, als viele Einsteiger erwarten. Sie sind keine Schärfe-Voreinstellungen, sondern  vorbereitende Bildlook-Variationen . Wer das einmal verstanden hat und zusätzlich die Deckkraft gezielt einsetzt, kann Bildlooks frei ausprobieren – ohne die Schärfung zu gefährden. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Was Presets in SHARPEN wirklich tun 

 Bevor Sie loslegen, lohnt sich ein kurzer Blick hinter die Kulissen. Die Presets auf der linken Seite des Programmfensters – zum Beispiel  „JPEG-Artefakte reduzieren“ ,  „RAW-Brillanzoptimierung + Schärfung“  oder  „Original-Look schärfen“  – bereiten das Bild für die anschließende Schärfung vor. Sie verändern den Bildlook, nicht die Schärfe-Regler auf der rechten Seite. Das aktive Preset erkennen Sie am  grünen Rahmen ; das Standard-Preset heißt schlicht  „Original“  und ist in den meisten Fällen ein guter Ausgangspunkt. 

 Wichtig: Wenn Sie durch die Presets scrollen, ändert sich nur der Bildlook – die Schärfe-Einstellungen auf der rechten Seite bleiben unangetastet. Sie können also bedenkenlos stöbern. 

 Schritt für Schritt: Preset wählen, Deckkraft dosieren, Schärfe sichern 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 1 – Bild einladen und Ausgangszustand sichern 

 Laden Sie Ihr Foto über  Datei → Bild einladen  oder per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster. SHARPEN zeigt Ihnen zunächst das unveränderte Original – noch ohne jede Bearbeitung. Das ist gewollt: Presets bereiten nur vor, sie schärfen nicht von selbst. 

 Stellen Sie sicher, dass links das Preset  „Original“  grün umrandet ist. Das ist Ihr Nullpunkt, von dem aus Sie alles vergleichen können. 

 Schritt 2 – Schärfung zuerst durchführen 

 Wechseln Sie auf die rechte Seite und klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und wählt eine passende Kategorie sowie Voreinstellung – häufig landet die Automatik bei  Artwork  oder  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe . Lassen Sie dieses Ergebnis erst einmal stehen. 

 Warum die Schärfung zuerst? Weil Sie so beim späteren Preset-Wechsel sofort sehen, ob der neue Bildlook die Schärfwirkung verändert – und gezielt gegensteuern können. 

 Schritt 3 – Den Varianten-Browser öffnen und Presets vergleichen 

 Klicken Sie links oben auf das  Browser-Symbol  (Varianten-Browser). Es öffnet sich eine Übersicht aller verfügbaren Presets als Miniaturvorschau. Doppelklicken Sie auf eine Miniatur, um das Preset zu laden; ein einfacher Klick markiert es grün-gestrichelt, ohne es sofort anzuwenden. 

 Probieren Sie ruhig mehrere Presets durch – zum Beispiel  „Sehr intensive Farbe“ ,  „High Key“  oder  „Glamour Portrait“ . Beobachten Sie dabei, wie sich der Bildlook verändert, während die Schärfe-Regler rechts unverändert bleiben. Das ist der entscheidende Vorteil: Sie experimentieren, ohne etwas zu zerstören. 

 Möchten Sie schnell zwischen Presets wechseln, ohne den Browser zu öffnen? Nutzen Sie einfach das  Mausrad  über der Preset-Liste oder die  Pfeiltasten  auf der Tastatur. 

 Schritt 4 – Die Deckkraft dosieren 

 Haben Sie ein Preset gefunden, das Ihnen grundsätzlich gefällt, wirkt es aber zu intensiv? Genau dafür gibt es den  Deckkraft-Regler  direkt unter der Preset-Liste. Der Standardwert liegt bei  100 % . 

 
  Deckkraft auf 0 %  senken: Das Bild entspricht wieder dem reinen Original – das Preset ist zwar aktiv, aber unsichtbar. Nützlich als Vergleichspunkt. 
  Deckkraft auf 50–70 % : Der Bildlook wirkt dezenter, natürlicher. Empfehlenswert, wenn ein Preset grundsätzlich passt, aber zu dominant erscheint. 
  Deckkraft auf 100 %  (Standard): Die volle Preset-Wirkung ist sichtbar. 
  Deckkraft auf 150–200 % : Das Preset wird überverstärkt – Farben, Kontraste oder Strukturen werden deutlich intensiver. Sparsam einsetzen; bei 200 % kann das Bild schnell unnatürlich wirken. 
 

 Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran. Ziehen Sie den Deckkraft-Regler zum Beispiel von 100 % auf  70 %  – oft wirkt der Look dadurch deutlich harmonischer, ohne dass der Charakter des Presets verloren geht. 

 Schritt 5 – Schärfe-Einstellungen nach dem Preset-Wechsel prüfen 

 Ein Preset-Wechsel verändert den Bildlook, nicht die Schärfe-Regler. Dennoch lohnt ein kurzer Blick auf die rechte Seite: Klicken Sie erneut auf  „Automatik einstellen“ , um zu prüfen, ob die Schärfung noch optimal zur neuen Bildvorbereitung passt. SHARPEN berechnet die Schärfung dann mit dem aktiven Preset als Grundlage neu. 

 Möchten Sie alle Schärfe-Einstellungen auf den Ausgangszustand zurücksetzen, ohne das Preset zu verlieren? Klicken Sie im Varianten-Browser auf  „Zurücksetzen“  – das setzt ausschließlich die Schärfe-Einstellungen zurück, das aktive Preset bleibt erhalten. 

 Schritt 6 – Finaler Feinschliff mit Supersampling 

 Wenn Bildlook und Schärfung stimmen, gönnen Sie dem Bild noch den finalen Feinschliff. Aktivieren Sie das  Supersampling  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  und starten Sie mit dem Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere Konturen und weniger Schärfe-Halos. 

 Für die meisten Motive reicht  2- bis 3-fach  vollkommen aus. Höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit spürbar, ohne immer sichtbar besser zu werden. 

 Vorher/Nachher: Was sich sichtbar verändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Halten Sie die  rechte Maustaste  im Bildbereich gedrückt, um jederzeit zwischen Original und bearbeitetem Ergebnis zu wechseln. So sehen Sie auf einen Blick: Das Preset hat dem Bild eine neue Grundstimmung gegeben – wärmere Farben, mehr Brillanz oder einen weicheren Look –, während die Schärfung die Konturen knackig hält. Die dosierte Deckkraft sorgt dafür, dass der Effekt zum Motiv passt, statt es zu überwältigen. 

 Praktische Tipps für den Alltag 

 
  Preset zuerst, Schärfe danach:  Wählen Sie das Preset, bevor Sie die Schärfung fein justieren – so arbeiten Sie in der richtigen Reihenfolge und vermeiden doppelte Arbeit. 
  Favoriten anlegen:  Klicken Sie auf den grauen Stern neben einem Preset, um es als Favorit zu markieren (Stern wird gelb). Ihre Lieblingspresets finden Sie dann jederzeit in der Kategorie  Favoriten . 
  Eigene Presets kombinieren:  Über den  Kombinations-Assistenten  (kleines Dreieck neben einem Preset) können Sie zwei Presets miteinander verbinden und das Ergebnis unter einem eigenen Namen in der Kategorie  Eigene  speichern. 
  Deckkraft als kreativer Spielraum:  Gerade bei intensiven Presets wie  „Sehr intensive Farbe“  ist eine Deckkraft von  60–80 %  oft natürlicher als der volle Wert von 100 %. 
  Vorsicht bei 200 %:  Die Überverstärkung kann interessante Effekte erzeugen, wirkt aber schnell unnatürlich – ehrlich bleiben und das Motiv entscheiden lassen. 
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Mehr Kontrolle, mehr Kreativität  Wer Presets als vorbereitende Grundrichtung versteht und die Deckkraft bewusst dosiert, gewinnt in SHARPEN projects 6 Pro einen kreativen Spielraum, ohne die Schärfung zu riskieren – probieren Sie es mit Ihrem nächsten Bild aus.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-07-29T07:02:04+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Halo-Säume an Kanten vermeiden: Architektur schärfen</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/halo-saeume-an-kanten-vermeiden-architektur-schaerfen</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/halo-saeume-an-kanten-vermeiden-architektur-schaerfen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Harte Kanten gegen hellen Himmel erzeugen beim Schärfen schnell unschöne weiße Säume. Dieses Tutorial zeigt Ihnen, wie Sie mit der Halo-Reduktion in SHARPEN projects 6 Pro präzise gegensteuern.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Halo-Säume an Kanten vermeiden: Architektur gegen hellen Himmel schärfen 

 Kennen Sie das? Sie fotografieren ein markantes Gebäude, die Fassade zeichnet sich klar gegen einen hellen Himmel ab – und nach dem Schärfen erscheinen plötzlich störende weiße Lichtsäume entlang der Dachkante und der Fensterrahmen. Diese sogenannten Schärfe-Halos sind kein Fehler Ihrer Kamera, sondern ein mathematisches Nebenprodukt der Unschärfekorrektur: Überall dort, wo ein dunkles Motiv auf eine helle Fläche trifft, verstärkt die Dekonvolution den Helligkeitssprung und erzeugt einen hellen Saum. SHARPEN projects 6 Pro bietet dafür einen eigenen Regler – die  Halo-Reduktion  – der genau diesen Effekt gezielt unterdrückt, ohne die eigentliche Schärfe zu opfern. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Warum entstehen Halos – und warum ist das kein einfaches Problem? 

 Die Unschärfekorrektur in SHARPEN arbeitet mit einer sogenannten PSF (Point Spread Function): Sie analysiert, wie sich die Unschärfe über das Bild verteilt, und rechnet diese Verteilung heraus. An starken Helligkeitsübergängen – etwa Dachkante gegen Himmel – entsteht dabei zwangsläufig ein heller Saum auf der dunklen Seite und ein dunkler Saum auf der hellen Seite. Das ist reine Mathematik. Die Halo-Reduktion in v6 unterscheidet nun zwischen diesem rechnerischen Artefakt und echter Bildschärfe – und unterdrückt nur Ersteres. Laut Entwickler ist das die zentrale Neuerung in SHARPEN projects 6 Pro, die eine vollständige Neu-Aufsetzung aller Presets und der Automatik erforderte. 

 Schritt für Schritt: Architektur ohne Halo-Säume schärfen 

 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 

 Laden Sie Ihr Architekturfoto per Drag &amp;amp; Drop oder über  Datei → Bild einladen . SHARPEN zeigt zunächst das unveränderte Original. Beim Laden analysiert die Software automatisch die Bildtiefe und erstellt eine Tiefenkarte – Sie sehen kurz den Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ . Das ist die Grundlage für den späteren 3D-Bereichsschutz. 

 Wählen Sie links im Preset-Bereich das Preset  „Original“  (grün umrandet) oder – wenn Ihr Bild als JPEG vorliegt und bereits sichtbare Schärfeartefakte zeigt – das Preset  „JPEG-Artefakte reduzieren“ . Beide sind ein solider Ausgangspunkt für Architekturaufnahmen. 

 Schritt 2: Kategorie wählen 

 Öffnen Sie den Schärfebereich über das  Diamantsymbol  in der Toolbar. Zoomen Sie zunächst in einen Bereich mit feinen Strukturen – etwa Fenstersprossen oder Mauerwerk – und beurteilen Sie die Art der Unschärfe. Handelt es sich um eine allgemeine, nicht gerichtete Unschärfe ohne sichtbaren Doppeleffekt, wählen Sie die Kategorie  „Verwacklung &amp;amp; Unschärfe“ . Diese korrigiert Unschärfen, ohne die Farben zu verändern – ideal für Architektur, bei der ein neutrales Ergebnis gefragt ist. 

 Liegt zusätzlich leichter Dunstschleier vor (häufig bei Stadtaufnahmen), greifen Sie stattdessen zu  „Alle Voreinstellungen“  – diese Kategorie korrigiert Unschärfe und Dunst gemeinsam. 

 Schritt 3: Automatik einstellen – der unverzichtbare erste Schritt 

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt alle Reglerwerte – einschließlich eines bereits sinnvollen Halo-Reduktions-Werts. Der Preset-Default liegt bei etwa  45 % , die Automatik wählt einen ähnlichen Bereich. Schauen Sie sich das Ergebnis zunächst in der Gesamtansicht an, dann zoomen Sie auf die Dachkante oder einen Fensterrahmen gegen den Himmel. 

 Sehen Sie dort noch helle Säume? Dann ist der nächste Schritt entscheidend. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 4: Halo-Reduktion gezielt einstellen 

 Der Regler  Halo-Reduktion  erscheint im Schärfebereich unterhalb der Qualitätsmodus-Auswahl. Der Preset-Default liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Ausgangspunkt. Beobachten Sie beim Verschieben des Reglers die Dachkante in der Vorschau: 

 
  0 % : Die volle mathematische Unschärfekorrektur ist aktiv – die Kanten sind maximal scharf, aber die weißen Säume treten deutlich hervor. 
  30–45 % : Ein guter Kompromiss für die meisten Architekturfotografien. Die Halos verschwinden weitgehend, die Schärfe der Fassadenstruktur bleibt erhalten. 
  50–60 % : Die Säume verschwinden nahezu vollständig. Prüfen Sie, ob die Kantenschärfe noch ausreicht – bei sehr hohen Werten nimmt die wahrgenommene Schärfe spürbar ab. 
  Über 70 % : Nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Der Schärfeverlust überwiegt den Gewinn durch Halo-Unterdrückung. 
 

 Für Architektur gegen hellen Himmel empfiehlt sich ein Wert zwischen  40 und 55 % . Tasten Sie sich in 5-%-Schritten heran und halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit das Original zu vergleichen. 

 Wichtig: Halos lassen sich nie zu 100 % entfernen, weil ein Teil davon bereits im Originalbild vorhanden ist – etwa durch die Optik der Kamera oder vorherige JPEG-Kompression. Bleiben Sie realistisch und akzeptieren Sie einen kleinen Rest. 

 Schritt 5: Qualitätsmodus anpassen 

 Wählen Sie unter den Qualitätsmodi  „Pro“  (100 px Analyseradius) als soliden Ausgangspunkt für Architekturaufnahmen. Wenn die Fassade viele feine Details zeigt – Klinkermuster, Ornamente, Fenstergitter – lohnt sich der Wechsel auf  „Pro Plus“  (250 px). Die Rechenzeit steigt deutlich, aber die Schärfung feiner Strukturen verbessert sich spürbar. Beachten Sie: Bei höherem Qualitätsmodus kann die Halo-Reduktion etwas nachjustiert werden müssen – prüfen Sie die Kanten erneut und korrigieren Sie ggf. um 5–10 %. 

 Schritt 6: Glätten-Regler für ruhige Flächen 

 Ziehen Sie den  Glätten -Regler auf etwa  20 %  (Preset-Default). Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis der Schärfung und glättet flache Bereiche – in der Architekturfotografie also den Himmel und gleichmäßige Putzflächen – ohne die Schärfe an den Kanten zu beeinträchtigen. Das ist kein Entrauschen: Der Glätten-Regler erzeugt keine Weichzeichnung, sondern harmonisiert das Ergebnis. Bei 20 % ist der Effekt dezent und für die meisten Aufnahmen ideal. 

 Schritt 7: Bereichsschutz für Himmel und glatte Flächen 

 Öffnen Sie das Modul  „Bildbereiche schützen“ . Der Standard-Bereichsschutz  „Glatte Bereiche schützen“  ist bereits aktiv und verhindert, dass der Himmel überschärft wird – genau dort, wo sonst JPEG-Rauschen oder Sensorrauschen durch die Schärfung sichtbar würde. 

 Für Architekturaufnahmen mit räumlicher Tiefe – etwa eine Straßenflucht oder ein Gebäude mit Vordergrund – empfiehlt sich der Wechsel auf  „(3D) ferne und glattes schützen“ . Dieser Bereichsschutz nutzt die beim Laden erstellte Tiefenkarte und schärft nahe Bereiche stärker als ferne. Das ergibt eine perspektivisch korrektere Schärfung: Was vorne liegt, wird präzise geschärft; der Himmel und weit entfernte Gebäudeteile bleiben ruhiger. Klicken Sie auf das Augensymbol neben dem Bereichsschutz, um die Maske zu visualisieren – weiß bedeutet volle Schärfung, schwarz bedeutet Schutz. 

 Schritt 8: Multi-direktionale Schärfe (optional) 

 Wenn die Grundschärfung abgeschlossen ist, können Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zuschalten. Wählen Sie  Stufe 1  oder  Stufe 2  – bei Architekturfotografie mit überwiegend geraden Linien reicht das meist aus. Diese Funktion analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie mit integrierter Halo-Unterdrückung. Wichtig: Sie wirkt nur sinnvoll auf einem bereits geschärften Bild – schalten Sie sie erst zu, wenn die Grundschärfung steht. 

 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 

 Aktivieren Sie das  Supersampling  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  „Scharf“  und starten Sie mit Faktor  2-fach . Das Supersampling vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere, gleichmäßigere Konturen und eine weitere Reduzierung verbliebener Halo-Säume. Für Architekturaufnahmen, die für den Druck oder eine Großprojektion bestimmt sind, lohnt sich  3-fach . Höhere Faktoren bringen ab einem gewissen Punkt kaum noch sichtbaren Gewinn, verlängern aber die Rechenzeit erheblich. 

 Vorher/Nachher: Was sich sichtbar verändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit zwischen Original und Ergebnis zu wechseln. Was Sie nach dieser Bearbeitung sehen sollten: 

 
 Die Dachkante und Fensterrahmen gegen den Himmel wirken scharf, aber ohne helle Lichtsäume. 
 Mauerwerk, Ornamente und Fenstergitter sind deutlich klarer gezeichnet als im Original. 
 Der Himmel bleibt ruhig und zeigt keine verstärkten Rauschstrukturen. 
 Das Gesamtbild wirkt natürlich geschärft – nicht überzogen. 
 

 Praktische Hinweise für die Architekturschärfung 

 
  RAW statt JPEG:  JPEG-Dateien tragen bereits Schärfe-Halos aus der Kamera-internen Verarbeitung. Diese lassen sich nicht vollständig entfernen. Wenn möglich, arbeiten Sie mit RAW-Dateien – die Artefakte sind schwächer, die Halo-Reduktion wirkt präziser. 
  Halo-Reduktion und Qualitätsmodus zusammen denken:  Wenn Sie den Qualitätsmodus von „Pro“ auf „Pro Plus“ erhöhen, prüfen Sie die Halo-Reduktion erneut. Höhere Qualitätsstufen können die Halos leicht verändern. 
  Nicht zu weit gehen:  Ein Wert von 45–50 % bei der Halo-Reduktion ist für die meisten Architekturaufnahmen der richtige Bereich. Lassen Sie ruhig etwas Rest-Unschärfe stehen – ein mathematisch perfekt geschärftes Bild wirkt schnell unnatürlich. 
  Einstellungen sichern:  Wenn Sie mehrere Aufnahmen derselben Szene bearbeiten, exportieren Sie Ihre Schärfe-Einstellungen über  Export/Import  im Profi-Modus. So übertragen Sie alle Reglerwerte auf Folgebilder, ohne von vorne beginnen zu müssen. 
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Saubere Kanten, natürliche Schärfe  Mit der Halo-Reduktion in SHARPEN projects 6 Pro schärfen Sie Architekturaufnahmen präzise, ohne dass helle Säume das Ergebnis ruinieren – der richtige Wert liegt meist zwischen 40 und 55 %, der Rest ist Feinarbeit. Testen Sie die Funktion an Ihren eigenen Aufnahmen und überzeugen Sie sich selbst, was in Ihren Bildern steckt.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-07-22T07:02:22+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Maximale Detailschärfe für große Prints</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/maximale-detailschaerfe-fuer-grosse-prints</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/maximale-detailschaerfe-fuer-grosse-prints"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Sie möchten ein Foto auf Leinwand vergrößern – und jedes Detail soll standhalten? Dieses Tutorial zeigt Ihnen, wie Sie mit SHARPEN projects 6 Pro durch gezielten Einsatz von Qualitätsmodus, Oversampling und Supersampling das Maximum aus Ihrem Bild herausholen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Maximale Detailschärfe für große Prints 

 Kennen Sie das? Ein Foto, das auf dem Monitor überzeugend wirkt, verliert beim Druck auf Leinwand plötzlich an Knackigkeit. Feine Strukturen – Gefieder, Baumrinde, Textilfasern – wirken weich, Kanten leicht ausgefranst. Das liegt nicht zwingend an der Aufnahme selbst, sondern daran, dass eine starke Vergrößerung jeden noch so kleinen Unschärfe-Anteil sichtbar macht, der im Kleinformat unsichtbar blieb. 

 Genau für diesen Fall ist der Workflow in SHARPEN projects 6 Pro ausgelegt. Mit dem richtigen Zusammenspiel aus Qualitätsmodus, Oversampling und Supersampling holen Sie das Machbare heraus – ehrlich gesagt: aus einem völlig unscharfen Bild wird auch hier kein gestochen scharfes, aber ein Bild mit guter Grundschärfe gewinnt für den Großdruck deutlich sichtbar an Präzision. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Voraussetzungen und Vorbereitung 

 Dieser Workflow richtet sich an Fortgeschrittene, die bereits mit dem grundlegenden Aufbau von SHARPEN projects 6 Pro vertraut sind. Für maximale Druckqualität empfiehlt sich ein RAW-Bild als Ausgangsdatei – JPEG-Artefakte verstärkt die Schärfung sichtbar, und die Korrekturspielräume sind bei RAW deutlich größer. 

 Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie im  Profi-Modus  arbeiten. Klicken Sie dazu ganz oben im Schärfe-Bereich auf die Schaltfläche  Profi . Dieser Modus blendet zusätzliche Regler ein – darunter  Oversampling ,  Schärfe-Farbdominanz  und die  Präzision -Einstellung in der großen Vergleichsansicht –, ohne die Berechnung selbst zu verändern. Es ist eine reine Interface-Einstellung. 

 Schritt 1 – Bild laden und Tiefenkarte prüfen 

 Laden Sie Ihr Bild über  Datei → Bild einladen  oder per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster. Beim Laden erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“  – SHARPEN erstellt dabei automatisch eine Tiefenkarte, die später für den räumlich korrekten Bereichsschutz genutzt wird. Warten Sie, bis der Ladebalken abgeschlossen ist. 

 Das Programm zeigt Ihnen zunächst das unveränderte Original. Wählen Sie links ein passendes Preset – für ein RAW-Bild ohne sichtbare Artefakte genügt  Original  als Ausgangspunkt. 

 Schritt 2 – Kategorie wählen und Automatik starten 

 Zoomen Sie zunächst in einen detailreichen Bereich Ihres Bildes, um die Art der Unschärfe zu beurteilen. Sehen Sie eine allgemeine, ungerichtete Weichheit ohne erkennbare Verwacklungsrichtung? Dann ist  Kategorie 2 – Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  die erste Wahl – sie korrigiert Unschärfen, ohne die Farben zu verändern. 

 Klicken Sie anschließend auf die grüne Schaltfläche  Automatik einstellen . SHARPEN analysiert das Bild und setzt Korrektur, Halo-Reduktion und Entrauschen auf sinnvolle Ausgangswerte. Beachten Sie: Die Automatik ist halbautomatisch – sie setzt Reglerwerte innerhalb der von Ihnen gewählten Kategorie, die Kategorie selbst müssen Sie vorgeben. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 3 – Qualitätsmodus auf Pro Plus oder Pro Infinity setzen 

 Für einen Großdruck ist der Standard-Qualitätsmodus  Ausgewogen  (50 px Analyseradius) zu wenig. Wechseln Sie den Qualitätsmodus auf  Pro Plus  – das entspricht einem Analyseradius von 250 px und erfasst auch großflächigere Unschärfen zuverlässig. Die Rechenzeit steigt dabei auf etwa das Zehnfache gegenüber dem Ausgewogen-Modus; ein Warnhinweis erscheint, den Sie bestätigen. 

 Haben Sie ein Bild mit sehr ausgeprägter Unschärfe oder planen Sie einen besonders großen Druck (z. B. ab 100 × 70 cm), wählen Sie  Pro Infinity . Dieser Modus analysiert praktisch das gesamte Bild und liefert die höchste Korrekturqualität – rechnen Sie mit einer deutlich längeren Wartezeit. Für die meisten Druckvorhaben bis etwa 80 × 60 cm reicht  Pro Plus  vollständig aus. 

 Passen Sie nach dem Wechsel des Qualitätsmodus die drei Kernregler an: 

 
  Korrektur  auf etwa  80–90 %  – das ist die Stärke der Unschärfekorrektur. Höhere Werte holen mehr heraus, können aber bei stark verrauschten Bildern Artefakte betonen. 
  Halo-Reduktion  auf etwa  40–50 %  – dieser Regler unterdrückt die hellen und dunklen Säume, die an Kanten durch die mathematische Schärfungskorrektur entstehen. Bei einem Wert von 45 % verschwinden die Halos spürbar, ohne dass die Schärfe selbst leidet. Stellen Sie ihn zu hoch ein, verlieren feine Kanten an Zeichnung. 
  Entrauschen  auf  20–30 %  – dieser Regler arbeitet auf dem Quellbild, bevor die Schärfung ansetzt. Für ein sauberes RAW-Bild reichen niedrige Werte; zu viel Entrauschen glättet feine Strukturen weg, die Sie für den Druck gerade erhalten möchten. 
 

 Schritt 4 – Bereichsschutz räumlich korrekt einstellen 

 Für einen Großdruck ist der Bereichsschutz besonders wichtig. Eine einfache Schärfung arbeitet mit einem Radius von 1 Pixel – im Vordergrund entspricht das etwa 10 cm, im Hintergrund aber bis zu 1,50 m. Ohne Bereichsschutz würde der Himmel oder ein weicher Hintergrund mit einem viel zu großen Radius „geschärft“ und wirkt dann körnig oder fleckig. 

 Wählen Sie im Modul  Bildbereiche schützen  die Option  (3D) ferne und glattes schützen . SHARPEN nutzt dafür die beim Laden erstellte Tiefenkarte: Vordergrundbereiche werden stark geschärft, ferne Bereiche und glatte Flächen wie Himmel automatisch geschont. Das Ergebnis wirkt perspektivisch natürlich – genau das, was ein großformatiger Druck verlangt. 

 Möchten Sie prüfen, welche Bereiche geschützt werden, klicken Sie auf das Augensymbol neben dem Bereichsschutz. Weiß bedeutet volle Schärfung, Schwarz bedeutet kein Eingriff. Die Maske lässt sich bei Bedarf als TIF exportieren. 

 Schritt 5 – Glätten-Regler fein justieren 

 Belassen Sie den  Glätten -Regler zunächst auf dem Preset-Default von etwa  20 % . Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis – er glättet leichte Unruhe in flachen Bildbereichen, ohne die Schärfe selbst zu beeinflussen und ohne zu entrauschen. Für ein Bild mit vielen feinen Strukturen (Gefieder, Gras, Stoff) können Sie ihn auf  15 %  reduzieren, um mehr Mikrodetail zu erhalten. Bei einem Bild mit großen glatten Flächen (Himmel, Wasser) darf er ruhig bei  25–28 %  bleiben. 

 Schritt 6 – Multi-direktionale Schärfe zuschalten 

 Erst jetzt – nachdem die Schärfung durchgeführt wurde – schalten Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zu. Sie erscheint im Interface erst nach einer abgeschlossenen Schärfungsberechnung, weil sie auf einem bereits geschärften Bild arbeitet. Auf einem noch unscharfen Bild würde sie kaum wirken. 

 Wählen Sie für einen Großdruck  Stufe 2  oder  Stufe 3 . Die Multi-direktionale Schärfe analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie – ideal, wenn verschiedene Bildbereiche leicht unterschiedliche Unschärferichtungen aufweisen. Stufe 4 oder 5 sind möglich, wirken aber bei manchen Motiven unnatürlich; tasten Sie sich in kleinen Schritten heran. Bei Stufe 2 erscheint einmalig ein Warnhinweis wegen der erhöhten Rechenzeit. 

 Schritt 7 – Oversampling für ausgewogenere Ergebnisse 

 Das  Oversampling  ist nur im Profi-Modus sichtbar und wird für Großdrucke ausdrücklich empfohlen. Es führt die Schärfungsberechnung mehrfach in geringerer Stärke durch (Kaskade) – das Ergebnis ist ausgewogener und zeigt weniger Schärfehalos als eine einmalige starke Berechnung. 

 Stellen Sie das Oversampling auf  2-fach . Das bedeutet zwei Berechnungsdurchgänge à etwa halber Stärke. Für sehr anspruchsvolle Druckvorlagen können Sie  3-fach  wählen – die Rechenzeit steigt entsprechend. Das Oversampling wirkt am sinnvollsten kurz vor dem finalen Supersampling-Schritt. 

 Schritt 8 – Supersampling als finaler Feinschliff 

 Das  Supersampling  ist das letzte Modul im Workflow und der entscheidende Schritt für die Druckqualität. Es vergrößert das Bild intern, schärft in dieser vergrößerten Darstellung und skaliert es anschließend auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind geglättete Kanten und reduzierte Halos, die auf großen Ausdrucken besonders auffallen. 

 Aktivieren Sie das Supersampling über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  – dieser ist der Standard und liefert sehr deutliche, homogene Konturen, ideal für Motive mit vielen Mikrodetails wie Landschaften, Architektur oder Tierfotografie. 

 Beginnen Sie mit dem Faktor  2-fach . Sie werden sehen, wie die Konturen ruhiger und präziser werden. Für einen besonders großen Druck oder ein Bild mit sehr feinen Strukturen wechseln Sie auf  3-fach  – die Rechenzeit steigt, das Ergebnis gewinnt nochmals an Homogenität. Höhere Faktoren (4-fach und mehr) sind möglich, bringen aber bei den meisten Motiven keinen sichtbaren Mehrwert mehr und verlängern die Wartezeit erheblich. 

 Haben Sie ein Motiv mit großen weichen Flächen – etwa ein Porträt oder ein Nebelbild – probieren Sie alternativ den Modus  Weich . Er verwendet ein anderes Skalierungsverfahren und liefert gefälligere, weichere Konturen. Der Wechsel zwischen Scharf und Weich ist jederzeit möglich, ohne die Berechnung neu zu starten. 

 Schritt 9 – Ergebnis prüfen und speichern 

 Halten Sie die  rechte Maustaste  im Bildbereich gedrückt, um das Original direkt mit dem Ergebnis zu vergleichen. Zoomen Sie dabei in einen detailreichen Bereich – Grashalme, Fellstruktur, Steinoberfläche – und prüfen Sie, ob die Schärfe natürlich wirkt oder ob Halos oder Überzeichnungen sichtbar sind. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Ist Ihnen die Schärfe an einzelnen Kanten noch zu hart, heben Sie die  Halo-Reduktion  um 5–10 % an. Wirkt das Bild insgesamt zu unruhig, erhöhen Sie den  Glätten -Regler auf 25 %. Beide Anpassungen kosten minimal an Schärfe, wirken aber auf großen Ausdrucken oft natürlicher als ein mathematisch maximiertes Ergebnis – lassen Sie ruhig etwas Rest-Unschärfe stehen. 

 Speichern Sie das Ergebnis über  Datei → Ergebnisbild speichern  oder  Strg+S . Im Dialog  Bildzuschnitt &amp;amp; Untertitel  können Sie das Seitenverhältnis für Ihren Leinwandformat-Zuschnitt wählen – SHARPEN bietet 71 Formatvorlagen. Skalieren Sie das Bild nicht unter die Druckauflösung Ihres Dienstleisters; für Leinwanddrucke sind in der Regel 150 dpi in der Endgröße ausreichend. 

 Zusammenfassung der empfohlenen Einstellungen 

 
  Preset:  Original (oder RAW-Bild-Optimierung bei RAW-Dateien) 
  Kategorie:  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe 
  Automatik einstellen:  zuerst ausführen, dann nachjustieren 
  Qualitätsmodus:  Pro Plus (250 px) oder Pro Infinity 
  Korrektur:  80–90 % 
  Halo-Reduktion:  40–50 % 
  Entrauschen:  20–30 % 
  Bereichsschutz:  (3D) ferne und glattes schützen 
  Glätten:  15–25 % je nach Motiv 
  Multi-direktionale Schärfe:  Stufe 2–3 (erst nach abgeschlossener Schärfung) 
  Oversampling:  2-fach (Profi-Modus) 
  Supersampling:  Modus Scharf, Faktor 2-fach bis 3-fach 
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Jetzt selbst ausprobieren  Mit dem richtigen Zusammenspiel aus Qualitätsmodus, Oversampling und Supersampling holen Sie aus jedem druckwürdigen Bild das Maximum heraus – probieren Sie den Workflow mit Ihrem nächsten Leinwandmotiv aus. SHARPEN projects 6 Pro steht Ihnen als Testversion zur Verfügung.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-07-15T07:02:30+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Dunst und Nebel aus Fotos entfernen mit SHARPEN</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/dunst-und-nebel-aus-fotos-entfernen-mit-sharpen</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/dunst-und-nebel-aus-fotos-entfernen-mit-sharpen"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Morgendlicher Dunst trübt die Fernsicht – mit SHARPEN projects 6 Pro holen Sie Klarheit und Farbkraft zurück. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Einsteigern, welche Regler wirklich helfen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Dunst und Nebel aus Fotos entfernen mit SHARPEN projects 6 Pro 

 Kennen Sie das? Sie stehen früh morgens auf dem Aussichtspunkt, die Landschaft liegt malerisch vor Ihnen – und das Foto zeigt später einen milchigen Schleier, der Farben und Konturen schluckt. Diesiger Dunst am Morgen ist einer der häufigsten Gründe, warum Fernsicht-Aufnahmen flau und kraftlos wirken. Die gute Nachricht: SHARPEN projects 6 Pro bietet dafür eine eigene Kategorie, und der Weg zum klareren Bild ist auch für Einsteiger gut nachvollziehbar. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 In dieser Anleitung arbeiten wir uns Schritt für Schritt durch die wichtigsten Werkzeuge. Ehrlich gesagt: Starken Bodennebel, der das Motiv vollständig verdeckt, kann auch SHARPEN nicht wegrechnen. Aber einen typischen Morgendunst, der Farben dämpft und Konturen weichzeichnet, bekommen Sie damit deutlich in den Griff. 

 Wie SHARPEN mit Dunst umgeht – kurz erklärt 

 SHARPEN projects 6 Pro unterscheidet klar zwischen zwei Aufgaben: Unschärfe korrigieren und Dunst entfernen. Beides klingt ähnlich, funktioniert aber grundlegend anders. Die  Kategorie Dunst &amp;amp; Nebel  schärft das Bild nicht – sie entschleiert es. Das Ergebnis wirkt trotzdem schärfer, weil der Schleier zwischen Kamera und Motiv wegfällt und die Farben kräftiger werden. Wer beides kombinieren möchte, greift zur  Kategorie Alle Voreinstellungen , die Unschärfekorrektur und Dunstentfernung zusammenführt. 

 Für Einsteiger empfiehlt sich der direkte Weg über  Dunst &amp;amp; Nebel  – er ist übersichtlich und liefert schnell sichtbare Ergebnisse. 

 Schritt für Schritt: Dunst entfernen 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 1: Bild einladen 

 Ziehen Sie Ihre Aufnahme per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster, oder wählen Sie  Datei → Bild einladen . SHARPEN zeigt Ihnen zunächst das unveränderte Original. Beim Laden erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“  – das Programm erstellt dabei automatisch eine Tiefenkarte, die später für einen räumlich korrekten Bereichsschutz genutzt werden kann. 

 Schritt 2: Preset wählen 

 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für eine typische Dunst-Situation reicht das Preset  Original  – es ist standardmäßig aktiv (grün umrandet) und bereitet das Bild neutral vor. Sie müssen hier nichts ändern. 

 Schritt 3: Kategorie Dunst &amp;amp; Nebel wählen 

 Auf der rechten Seite finden Sie die sieben Schärfe-Kategorien. Klicken Sie auf  Dunst &amp;amp; Nebel . Vorgewählt ist automatisch die Voreinstellung  „deutlich reduzieren“  – ein guter Ausgangspunkt für morgendlichen Dunst. Innerhalb dieser Kategorie ändert die Automatik ausschließlich Helligkeit, Kontrast und Brillanz, nicht die Schärfe selbst. 

 Schritt 4: Automatik einstellen 

 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Reglerwerte innerhalb der gewählten Kategorie. Das Ergebnis ist bereits ein deutlicher Schritt nach vorne: Der Schleier lichtet sich, Farben wirken kräftiger. Zoomen Sie ins Bild, um die Wirkung besser beurteilen zu können – in der Gesamtansicht sind feine Unterschiede oft schwer zu erkennen. 

 Wichtig zu wissen: Die Automatik ist  halbautomatisch . Sie setzt sinnvolle Werte innerhalb der von Ihnen gewählten Kategorie – die Kategoriewahl selbst liegt bei Ihnen. 

 Schritt 5: Regler Dunst entfernen feinjustieren 

 Unter den  Fotografischen Einstellungen  finden Sie den Regler  Dunst entfernen . Ziehen Sie ihn auf etwa  25 %  – dadurch wird der Schleier spürbar reduziert und die Farben gewinnen an Leuchtkraft, ohne dass der Himmel fleckig wird. Vorsicht: Schieben Sie den Regler zu weit nach rechts, kann Himmelblau unruhig und fleckig wirken. Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran – oft wirken schon 20 bis 30 % natürlicher als ein höherer Wert. 

 
  Dunst entfernen 15–20 %:  leichte Entschleierung, Farben etwas kräftiger, sehr natürliches Ergebnis 
  Dunst entfernen 25 %:  deutliche Wirkung, empfohlener Einstiegswert für typischen Morgendunst 
  Dunst entfernen über 40 %:  starke Entschleierung, aber Himmelblau kann fleckig werden – nur bei sehr starkem Dunst und mit Kontrolle einsetzen 
 

 Schritt 6: Brillanz und Helligkeit anpassen 

 Ebenfalls in den Fotografischen Einstellungen finden Sie  Brillanz  und  Helligkeit . Ziehen Sie  Brillanz  auf etwa  5  – das gibt dem Bild eine leichte Tiefenwirkung, ohne es zu überladen. Die  Helligkeit  lassen Sie zunächst auf dem Mittelwert stehen; nur wenn das Bild nach der Dunstkorrektur zu dunkel wirkt, heben Sie sie leicht an. 

 Schritt 7: Bereichsschutz prüfen 

 Standardmäßig ist der Bereichsschutz  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das ist für Dunst-Aufnahmen sinnvoll: Gleichmäßige Flächen wie der Himmel werden nicht übermäßig bearbeitet. Lassen Sie diese Einstellung so stehen. 

 Wenn Ihr Bild eine klare Vordergrund-Hintergrund-Trennung hat – etwa Bäume im Vordergrund und eine dunstverhangene Bergkette dahinter – können Sie im  Profi-Modus  den Bereichsschutz auf  „(3D) ferne und glattes schützen“  umstellen. Damit schützt SHARPEN den fernen, dunstigen Bereich stärker, während der Vordergrund volle Wirkung erhält. Diese Option erscheint erst, wenn Sie oben rechts auf  Profi  umschalten. 

 Schritt 8: Glätten-Regler kontrollieren 

 Der  Glätten -Regler liegt ebenfalls in den Fotografischen Einstellungen. Der Preset-Standardwert von etwa  20 %  ist für die meisten Dunst-Situationen gut geeignet – er glättet das Ergebnis leicht, ohne die Schärfe wesentlich zu beeinflussen. Lassen Sie ihn auf diesem Wert, sofern das Bild nicht unruhig wirkt. 

 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 

 Öffnen Sie den  Supersampling -Bereich über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  und den Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, verfeinert die Konturen und skaliert es wieder auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis wirkt homogener und die Kanten ruhiger. Für die meisten Dunst-Aufnahmen reicht der 2-fache Faktor vollständig aus; höhere Stufen verlängern die Rechenzeit deutlich. 

 Vorher und nachher: Was sich sichtbar verändert 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Nach diesen Schritten zeigt Ihr Bild deutlich mehr Klarheit: Die Fernsicht tritt hervor, Farben – besonders Grüntöne und Blautöne – wirken kräftiger und tiefer, und Konturen in der Ferne sind besser erkennbar. Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit das Original mit dem bearbeiteten Bild zu vergleichen. Dieser direkte Vorher/Nachher-Vergleich hilft Ihnen einzuschätzen, ob Sie die Wirkung noch etwas zurücknehmen möchten. 

 Wenn der Dunst sehr stark war und das Ergebnis noch nicht ganz überzeugt, wechseln Sie zur  Kategorie Alle Voreinstellungen . Diese kombiniert Dunstentfernung und Unschärfekorrektur – die Farben werden dabei noch intensiver, weil SHARPEN zusätzlich den durch den Dunst verursachten Schärfeverlust angeht. 

 Praktischer Tipp: Wann welche Kategorie? 

 
  Dunst &amp;amp; Nebel:  Wenn das Bild grundsätzlich scharf ist, aber ein Schleier die Farben dämpft – typisch für Morgenaufnahmen mit Fernsicht. 
  Alle Voreinstellungen:  Wenn zusätzlich zum Dunst eine leichte Unschärfe vorliegt, etwa durch Hitzeflimmern oder Luftbewegung. Die Automatik wählt hier häufig eine Artwork-Kombination, die beides angeht. 
  Fotografische Einstellung Dunst entfernen allein:  Wenn Sie nur einen Hauch Schleier korrigieren möchten, ohne die gesamte Schärfe-Pipeline zu aktivieren – ziehen Sie den Regler auf  15–20 %  und belassen es dabei. 
  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Klare Fernsicht statt milchiger Schleier  Mit der Kategorie Dunst &amp;amp;amp; Nebel und dem Regler Dunst entfernen holen Sie aus diesigen Morgenaufnahmen deutlich mehr heraus – ohne aufwändige Nachbearbeitung. Probieren Sie SHARPEN projects 6 Pro an Ihren eigenen Bildern aus und sehen Sie selbst, wie viel Farbkraft und Klarheit im Original steckt.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-07-08T07:02:09+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Bewegungsunschärfe gezielt korrigieren mit SHARPEN 6</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/bewegungsunschaerfe-gezielt-korrigieren-mit-sharpen-6</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/bewegungsunschaerfe-gezielt-korrigieren-mit-sharpen-6"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Ein Straßenfoto, eine diagonale Verwacklung, eine zweite Chance: Wie Sie mit der PSF-Vergleichsansicht und den Richtungspfeilen in SHARPEN projects 6 Pro gerichtete Bewegungsunschärfe gezielt herausrechnen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Bewegungsunschärfe gezielt korrigieren mit SHARPEN projects 6 Pro 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Kennen Sie das? Sie drücken im richtigen Moment ab, der Ausschnitt stimmt, das Licht ist perfekt – und dann zeigt das Bild am Monitor eine feine diagonale Schliere. Die Kamera hat im Bruchteil einer Sekunde minimal nachgegeben, und der Moment ist zwar festgehalten, aber nicht scharf. Wegwerfen? Nicht nötig. SHARPEN projects 6 Pro kann gerichtete Verwacklungen analysieren und gezielt korrigieren – wenn Sie wissen, welche Werkzeuge Sie in welcher Reihenfolge einsetzen. 

 Dieses Tutorial zeigt Ihnen den Weg für genau dieses Szenario: ein Straßenfoto mit einer klar erkennbaren diagonalen Bewegungsunschärfe. Sie lernen, die  PSF-Vergleichsansicht  zu lesen, den richtigen  Richtungspfeil  zu setzen und das Ergebnis mit Halo-Reduktion, Glätten und Supersampling zu verfeinern. Der Schwierigkeitsgrad ist fortgeschritten – Sie sollten mit dem grundlegenden Aufbau von SHARPEN bereits vertraut sein. 

 Was Sie für dieses Tutorial brauchen 

 
 SHARPEN projects 6 Pro (Profi-Modus empfohlen, damit alle relevanten Regler sichtbar sind) 
 Ein Straßenfoto mit erkennbarer, möglichst einheitlich gerichteter Verwacklung 
 Etwas Geduld bei den höheren Qualitätsmodi – die Rechenzeit steigt deutlich 
 

 Schritt 1: Bild einladen und Profi-Modus aktivieren 

 Ziehen Sie Ihr Straßenfoto per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster oder wählen Sie  Datei → Bild einladen . Beim Laden analysiert SHARPEN automatisch die Bildtiefe und legt eine Tiefenkarte an – Sie sehen kurz den Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ . Diese Karte wird später für den Bereichsschutz wichtig. 

 Schalten Sie anschließend oben rechts in den  Profi-Modus . Dieser blendet zusätzliche Regler ein, die für gerichtete Verwacklungen entscheidend sind: die drei erweiterten Verwacklungs-Regler, die Schärfe-Farbdominanz und den Präzision-Regler in der Vergleichsansicht. Der Modus beeinflusst ausschließlich die Sichtbarkeit der Bedienelemente, nicht die Berechnung selbst. 

 Schritt 2: Kategorie wählen – Verwacklung &amp;amp; Unschärfe 

 Klicken Sie auf der rechten Seite auf die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe . Diese Kategorie arbeitet mit echter Dekonvolution (Adaptive Multiscale Dekonvolution) und ist die einzige, die eine gerichtete Verwacklung wirklich herausrechnet – nicht nur die Konturen nachschärft. Farben und Helligkeit bleiben dabei unverändert, was bei Straßenfotos mit farbigen Lichtquellen oder Neonreklamen ein klarer Vorteil ist. 

 Wählen Sie als Voreinstellung  „Verwacklung – starke Korrektur“ , wenn die Schlieren deutlich sichtbar sind. Bei einer feinen, kaum wahrnehmbaren Verwacklung genügt  „Verwacklung – mittlere Korrektur“ . Die Voreinstellung setzt die Regler auf sinnvolle Ausgangswerte – Sie justieren danach manuell nach. 

 Schritt 3: Automatik einstellen – immer zuerst 

 Drücken Sie die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert die Unschärfeverteilung innerhalb der gewählten Kategorie und setzt Korrektur, Halo-Reduktion und Entrauschen auf passende Ausgangswerte. Bei einer starken Verwacklung landen Sie typischerweise bei etwa  Korrektur 90 %, Halo-Reduktion 54 %, Entrauschen 42 % . Zoomen Sie danach auf 100 % ins Bild – in der Verkleinerungsansicht ist die Wirkung kaum zu beurteilen. 

 Schritt 4: Die PSF-Vergleichsansicht lesen 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Unterhalb der Voreinstellungen sehen Sie die  PSF-Vergleichsansicht  (Point Spread Function): links das Original, rechts das Ergebnis nach Schärfung. Vor der Schärfung sind beide Seiten identisch. Was Sie dort sehen, ist die durchschnittliche Unschärfeverteilung über das gesamte Bild – nicht pixelgenau, aber aussagekräftig genug, um die Richtung einer Verwacklung zu erkennen. 

 Bei einem diagonal verwackelten Straßenfoto zeigt die PSF typischerweise eine längliche, helle Ausdehnung – zum Beispiel von links unten nach rechts oben. Das bedeutet: Die Kamera hat sich in genau dieser Richtung bewegt. Je länger und ausgeprägter diese Ausdehnung, desto stärker die Verwacklung. Ihr Ziel ist ein möglichst kleiner, kompakter heller Bereich in der Mitte der rechten PSF-Vorschau. Aber Vorsicht: Arbeiten Sie nicht auf den mathematisch perfekten Einzelpixel hin – etwas Rest-Unschärfe ist gewollt, weil ein vollständig dekonvolviertes Bild optisch unnatürlich wirkt und glatte Flächen „explodieren“ lässt. 

 Schritt 5: Den richtigen Richtungspfeil setzen 

 Zwischen den beiden PSF-Vorschauen sehen Sie acht Richtungspfeile und einen Kreis in der Mitte. Wählen Sie den Pfeil, der  in die Richtung der sichtbaren Unschärfe-Ausdehnung  zeigt – also in die Richtung, in die sich die Kamera bewegt hat. Bei einer Verwacklung von links unten nach rechts oben wählen Sie den Pfeil nach  rechts oben . 

 Wichtig: Es ist immer nur  ein Pfeil gleichzeitig  aktiv. Wählen Sie die falsche Richtung, verdoppeln Sie den Geistereffekt, anstatt ihn zu reduzieren. Wenn Sie unsicher sind, probieren Sie zwei benachbarte Pfeile nacheinander aus und vergleichen Sie das Ergebnis in der 100-%-Ansicht. Der aktive Pfeil verschiebt das Bild minimal in die gewählte Richtung – das ist normal und beabsichtigt. 

 Der Richtungspfeil hat keinen eigenen Intensitätsregler. Die Stärke der Korrektur steuern Sie über den  Korrektur -Regler und den  Qualitätsmodus . 

 Schritt 6: Qualitätsmodus auf Pro Plus setzen 

 Stellen Sie den Qualitätsmodus auf  Pro Plus  (die dritte Stufe, 250 px Analyseradius). Bei einer deutlichen diagonalen Verwacklung reicht der Standard-Modus „Ausgewogen“ (50 px) oft nicht aus – die Korrektur bleibt unvollständig, weil der Analyseradius zu klein ist. Pro Plus erhöht die Rechenzeit erheblich (bis zum Zehnfachen), liefert aber bei Verwacklungen von 30 bis 50 Pixeln Ausdehnung spürbar bessere Ergebnisse. SHARPEN zeigt einen Warnhinweis – bestätigen Sie ihn. 

 Reicht auch Pro Plus nicht aus, können Sie auf  Pro Infinity  hochgehen, der praktisch das gesamte Bild als Analyseradius nutzt. Die Rechenzeit steigt dann auf bis zu 50-fach gegenüber dem Ausgewogen-Modus. Für die meisten Straßenfotos ist Pro Plus jedoch der sinnvolle Kompromiss zwischen Qualität und Wartezeit. 

 Schritt 7: Halo-Reduktion feinjustieren 

 Die Automatik setzt die  Halo-Reduktion  auf einen ersten sinnvollen Wert, häufig um die 45 bis 54 %. Zoomen Sie auf eine kontrastreiche Kante im Bild – etwa den Übergang zwischen einer dunklen Hauswand und einem hellen Himmel – und beobachten Sie, ob dort helle oder dunkle Säume sichtbar sind. 

 Ziehen Sie die  Halo-Reduktion  auf etwa  45 % : Die hellen Säume an den Kanten verschwinden weitgehend, das Bild bleibt aber knackig, weil SHARPEN den Schärfe-Halo vom echten Bilddetail unterscheidet. Bei 0 % sehen Sie die volle mathematische Unschärfe-Korrektur mit allen Halos; bei 100 % verschwinden die Halos vollständig, aber Sie verlieren spürbar Schärfe. Der Bereich zwischen  30 und 50 %  ist für die meisten Straßenfotos ein guter Kompromiss. Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran – oft wirken schon 5 % weniger natürlicher. 

 Schritt 8: Entrauschen und Glätten einstellen 

 Der  Entrauschen -Regler arbeitet auf dem Quellbild, bevor die Schärfung ansetzt. Die Automatik setzt ihn häufig auf etwa 33 %. Wenn Ihr Straßenfoto bei höherem ISO aufgenommen wurde und sichtbares Sensorrauschen zeigt, behalten Sie diesen Wert. Ist das Bild rauscharm (z. B. ISO 400 bei Tageslicht), können Sie den Regler auf  20 bis 25 %  reduzieren – so bleibt mehr feine Körnung erhalten, statt dass die Flächen zu glatt wirken. 

 Den  Glätten -Regler finden Sie in den fotografischen Einstellungen. Er arbeitet auf dem Ergebnis, nicht auf dem Quellbild, und hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Schärfe selbst. Belassen Sie ihn beim Preset-Standardwert von  20 % : Damit werden leichte Unruhen in glatten Flächen – etwa Asphalt oder Fassaden ohne Struktur – harmonisiert, ohne dass Details verloren gehen. 

 Schritt 9: Bereichsschutz auf räumlich korrekte Schärfung einstellen 

 Im Profi-Modus können Sie den Bereichsschutz präziser steuern. Wechseln Sie von  „Glatte Bereiche schützen“  auf  „(3D) ferne und glattes schützen“ . Diese Option nutzt die beim Laden erzeugte Tiefenkarte und schärft nahe Bildbereiche stärker als ferne – was perspektivisch korrekt ist. Ein Schärfungsradius von einem Pixel entspricht im Vordergrund etwa 10 cm, im Hintergrund aber rund 1,50 m. Ohne diesen Schutz würde der Hintergrund mit demselben Radius geschärft wie der Vordergrund, was zu Überschärfung in der Ferne führt. 

 Für ein Straßenfoto bedeutet das: Personen oder Objekte im Vordergrund werden kräftig geschärft, der Hintergrund – Gebäude, Himmel, weiter entfernte Passanten – bleibt ruhiger. Das wirkt natürlicher als eine gleichmäßige Schärfung über das gesamte Bild. 

 Schritt 10: Multi-direktionale Schärfe zuschalten 

 Erst jetzt – nachdem die Schärfung durchgeführt wurde – schalten Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zu. Sie erscheint im Interface erst nach angestoßener Schärfung, weil sie auf einem bereits geschärften Bild arbeitet. Auf einem noch unscharfen Bild hätte sie so gut wie keine Wirkung. 

 Wählen Sie  Stufe 1 oder 2 . Bei Stufe 2 erscheint ein einmaliger Warnhinweis auf die erhöhte Rechenzeit – bestätigen Sie ihn. Die Multi-direktionale Schärfe analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie individuell. Das ist besonders dann nützlich, wenn im Bild verschiedene Objekte leicht unterschiedliche Verwacklungsrichtungen aufweisen – etwa eine Person, die sich bewegt, während die Kamera ebenfalls leicht wackelt. Sie kollidiert nicht mit dem zuvor gesetzten Richtungspfeil; beide Korrekturen ergänzen sich. 

 Höhere Stufen (3 bis 5) verlängern die Rechenzeit erheblich und sind für Straßenfotos selten nötig. Stufe 5 ist nicht immer die beste Wahl – sie kann bei manchen Motiven unnatürlich wirken. 

 Schritt 11: Supersampling als finaler Feinschliff 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Aktivieren Sie abschließend das  Supersampling  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  – dieser ist der Standard und liefert bei Straßenfotos mit vielen Kanten und Strukturen die homogensten Ergebnisse. Starten Sie mit dem Faktor  2-fach : SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis sind ruhigere, gleichmäßigere Konturen und eine weitere Reduzierung der Halo-Säume. 

 Wenn Sie nach dem 2-fachen Supersampling noch feine Unruhe an den Kanten sehen, probieren Sie  3-fach . Für die meisten Straßenfotos reicht 2- bis 3-fach vollständig aus. Höhere Faktoren (bis 9-fach) verlängern die Rechenzeit stark und bringen bei diesem Motivtyp selten sichtbaren Mehrwert. 

 Halten Sie nach dem Supersampling die rechte Maustaste gedrückt, um das Original direkt mit dem Ergebnis zu vergleichen. Was Sie sehen sollten: Die diagonalen Schlieren sind deutlich reduziert, Kanten wirken ruhiger und definierter, und das Bild hat eine natürliche Schärfe ohne übertriebene Halos. Eine vollständige Beseitigung einer starken Verwacklung von 30 bis 50 Pixeln ist nicht immer möglich – erreichbar sind in der Regel 90 bis 95 % Korrektur mit Pro Plus, mit Supersampling bis zu 98 bis 99 %. 

 Praktischer Tipp: Einstellungen für ähnliche Aufnahmen sichern 

 Wenn Sie eine Serie von Straßenfotos unter ähnlichen Bedingungen aufgenommen haben, lohnt sich der  Export der Schärfe-Einstellungen  (im Profi-Modus verfügbar). Speichern Sie das komplette Schärfe-Modul in einen Ordner und laden Sie es per Import auf die nächsten Bilder. Das Supersampling ist dabei nicht enthalten und muss separat eingestellt werden – aber alle Verwacklungs-, Halo- und Bereichsschutz-Parameter werden übernommen. Für eine größere Serie bietet sich alternativ die  Stapelverarbeitung  (Strg+B) an, die eine echte Vollautomatik inklusive Kategoriewahl bietet.  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Der entscheidende Moment verdient eine zweite Chance  Mit der PSF-Vergleichsansicht, dem richtigen Richtungspfeil und dem abgestimmten Zusammenspiel aus Halo-Reduktion, Bereichsschutz und Supersampling holen Sie aus verwackelten Straßenfotos deutlich mehr heraus, als auf den ersten Blick möglich scheint. SHARPEN projects 6 Pro steht zum Download bereit – probieren Sie es mit Ihren eigenen Aufnahmen aus.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-07-01T07:02:43+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">In 4 Schritten zum scharfen Bild – der Blitzworkflow</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/in-4-schritten-zum-scharfen-bild-der-blitzworkflow</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/in-4-schritten-zum-scharfen-bild-der-blitzworkflow"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Keine Zeit für lange Einstellungen? Mit dem Blitzworkflow in SHARPEN projects 6 Pro holen Sie aus jedem Schnappschuss das Maximum heraus – in vier überschaubaren Schritten.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 In 4 Schritten zum scharfen Bild – der Blitzworkflow 

 Kennen Sie das? Der Moment war perfekt, das Licht stimmte, der Ausdruck auch – und trotzdem wirkt das Bild auf dem Monitor irgendwie weich. Vielleicht war die Kamera minimal bewegt, vielleicht hat der Autofokus leicht danebengegriffen. Solche Aufnahmen landen schnell im Papierkorb, obwohl sie das gar nicht verdienen. 

 SHARPEN projects 6 Pro ist genau für diese Situation gemacht. Der folgende Blitzworkflow zeigt Ihnen, wie Sie in vier Schritten – ohne langes Herumprobieren – ein sichtbar schärferes Ergebnis erzielen. Voraussetzung: Sie haben das Bild bereits in SHARPEN geöffnet. Los geht&#039;s. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 1: Das richtige Preset wählen – oder einfach beim Original bleiben 

 Auf der linken Seite des Programmfensters sehen Sie die Preset-Leiste. Für den Blitzworkflow gilt eine einfache Faustregel: Wenn Ihr Bild ein normales Foto ohne starke Farbverfälschungen ist, belassen Sie das Preset auf  Original  – es ist standardmäßig aktiv und grün umrandet. Das Preset bereitet nur die Grundrichtung vor, es schärft noch nichts. 

 Haben Sie ein JPEG mit sichtbaren Kompressionsartefakten, wählen Sie stattdessen das Preset  JPEG-Artefakte reduzieren . Bei einer RAW-Datei, die noch etwas Brillanz vertragen könnte, bietet sich  RAW-Bild-Optimierung  an. Scrollen Sie einfach durch die Presets und entscheiden Sie nach dem optischen Eindruck – ein Klick genügt. 

 Schritt 2: Kategorie wählen und Automatik starten 

 Jetzt geht es auf die rechte Seite des Programms, in den Schärfebereich. Klicken Sie dort auf das  Diamantsymbol  in der Toolbar, um ihn zu öffnen. 

 Zoomen Sie zunächst ins Bild hinein und schauen Sie genau hin: Gibt es eine erkennbare Richtung in der Unschärfe – also so etwas wie einen leichten Wisch nach links oder rechts? Dann ist  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  Ihre Kategorie. Ist die Unschärfe eher gleichmäßig und allgemein, oder steckt auch etwas Dunst im Bild? Dann wählen Sie  Alle Voreinstellungen . Für einen typischen Schnappschuss aus dem Alltag ist  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  meist die erste Wahl – sie korrigiert Unschärfen, ohne die Farben zu verändern. 

 Klicken Sie nun auf die grüne Schaltfläche  Automatik einstellen . SHARPEN analysiert das Bild und setzt Korrektur, Halo-Reduktion und Entrauschen automatisch auf sinnvolle Ausgangswerte. Typische Automatik-Werte bei einer mittleren Verwacklungskorrektur liegen etwa bei  Korrektur 90 % ,  Halo-Reduktion 54 %  und  Entrauschen 42 %  – je nach Bild kann das abweichen. 

 Wichtig zu wissen: Die Automatik ist  halbautomatisch . Sie setzt die Reglerwerte innerhalb der von Ihnen gewählten Kategorie, trifft aber keine Kategorie-Entscheidung für Sie. Genau deshalb haben Sie im ersten Teilschritt bewusst eine Kategorie ausgewählt. 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Schritt 3: Drei Regler kurz prüfen und bei Bedarf feinjustieren 

 Nach der Automatik lohnt ein kurzer Blick auf drei Regler. Sie müssen nichts zwingend ändern – aber diese drei Stellschrauben entscheiden darüber, ob das Ergebnis natürlich wirkt oder überschärft aussieht. 

 
  Halo-Reduktion:  Der Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Ausgangspunkt. Halo-Reduktion unterdrückt die hellen und dunklen Säume, die an Kanten nach einer Schärfung entstehen können. Wirkt das Bild nach der Automatik an Kanten etwas zu hart oder „glühend“? Heben Sie die Halo-Reduktion auf  50 %  an – die Säume verschwinden, das Bild bleibt trotzdem schärfer als das Original, weil SHARPEN den Schärfe-Halo vom echten Bilddetail unterscheidet. Vorsicht: Über  60–70 %  hinaus verlieren Sie spürbar Schärfe. Ein Wert zwischen  30 und 50 %  ist für die meisten Schnappschüsse der richtige Kompromiss. 
  Glätten:  Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis und glättet flache Bildbereiche nach der Schärfung – ohne die eigentliche Schärfe zu beeinflussen. Der Standardwert von  20 %  passt für die meisten Motive. Haben Sie großflächige, ruhige Flächen im Bild (Himmel, Wand, Haut), darf der Wert ruhig bei  20–28 %  bleiben. Glätten ist keine Entrauschung – es macht das Bild lediglich harmonischer. 
  Bereichsschutz:  Standardmäßig ist  Glatte Bereiche schützen  aktiv. Das ist für Schnappschüsse genau richtig: Glatte Flächen wie Himmel oder Haut werden nicht überschärft, während Konturen und Details volle Schärfung erhalten. Lassen Sie diese Einstellung für den Blitzworkflow unverändert. 
 

 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit das Original mit dem aktuellen Ergebnis zu vergleichen. So sehen Sie sofort, ob die Justierung in die richtige Richtung geht. 

 Schritt 4: Supersampling aktivieren und speichern 

 Der letzte Schritt ist der feinste Schliff. Öffnen Sie den  Supersampling -Bereich über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  – das ist der Standard und liefert für Schnappschüsse mit vielen kleinen Details die besten Ergebnisse. Stellen Sie den Faktor auf  2-fach . 

 Was passiert dabei? SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es in dieser vergrößerten Version und skaliert es anschließend auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis: Kanten wirken ruhiger, feine Konturen werden gleichmäßiger, und Schärfe-Halos werden weiter reduziert. Für die meisten Schnappschüsse reicht  2-fach  vollkommen aus. Möchten Sie noch etwas mehr Ruhe in die Konturen bringen, probieren Sie  3-fach  – die Rechenzeit steigt, aber das Ergebnis wird nochmals homogener. 

 Speichern Sie das fertige Bild über den grünen  Speichern -Button oder mit  Strg+S . Im Dialog können Sie bei Bedarf noch einen Bildzuschnitt vornehmen oder eine Skalierung für Social Media wählen – zum Beispiel  Instagram – 1080 px Breite . 

   Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert  

 Was sich sichtbar verändert – und was nicht 

 Nach diesen vier Schritten werden Sie vor allem an Konturen, Haaren, Texturdetails und feinen Strukturen einen deutlichen Unterschied sehen. Das Bild wirkt präsenter, ohne überschärft oder künstlich auszusehen. Glatte Flächen – Himmel, Haut, einfarbige Wände – bleiben ruhig, weil der Bereichsschutz sie von der vollen Schärfung ausnimmt. 

 Ehrlich gesagt: Aus einem stark verwackelten Bild mit 40 oder mehr Pixeln Bewegungsunschärfe wird auch mit diesem Workflow kein gestochen scharfes Foto. Aber alles, was technisch möglich ist, holen Sie mit diesen vier Schritten heraus – schnell, nachvollziehbar und ohne langes Experimentieren. 

 Praktischer Tipp für die nächste Bildserie 

 Haben Sie mehrere ähnliche Aufnahmen aus derselben Situation – zum Beispiel Fotos vom gleichen Abend oder aus derselben Kamerasession – dann lohnt sich ein Blick auf die  Stapelverarbeitung  (Strg+B). Dort können Sie die Schärfungs-Einstellungen auf viele Bilder auf einmal anwenden. Die Stapelverarbeitung arbeitet mit echter Vollautomatik: Sie wählt Kategorie und Werte für jedes Bild selbst – ohne dass Sie die Kategorie vorab festlegen müssen.  &amp;nbsp;    &amp;nbsp;  Vier Schritte, ein deutlich schärferes Bild  Der Blitzworkflow zeigt: Gute Schärfungsergebnisse brauchen keine stundenlange Einarbeitung – die Kombination aus gezielter Kategorie, Automatik, kurzer Feinjustierung und Supersampling reicht für den Alltag vollkommen aus. Wenn Sie SHARPEN projects 6 Pro selbst ausprobieren möchten, finden Sie weiter unten den Download-Link zur Testversion.   HIER GEHTS ZUR SOFTWARE    
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-06-24T07:02:05+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Bergpanoramen schärfen: Mikrokontrast in Fels und Wald</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/bergpanoramen-schaerfen-mikrokontrast-in-fels-und-wald</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/bergpanoramen-schaerfen-mikrokontrast-in-fels-und-wald"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Bergpanoramen leben von Textur – Fels, Nadeln, Rinde. Dieses Tutorial zeigt, wie Sie mit der Kategorie Landschaft und dem Struktur-Regler in SHARPEN projects 6 Pro genau diese Details betonen, ohne den Himmel zu überschärfen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Bergpanoramen schärfen: Mikrokontrast in Fels und Wald gezielt herausarbeiten 
 Kennen Sie das? Sie stehen auf einem Aussichtspunkt, das Licht ist perfekt, und die Kamera fängt das Panorama ein – Felswände, Tannenwald, vielleicht noch ein Bergsee. Zu Hause am Monitor wirkt das Bild dann flau. Die Strukturen im Fels sind da, aber sie kommen nicht zur Geltung. Der Wald im Mittelgrund sieht wie eine grüne Fläche aus, nicht wie tausend einzelne Äste und Nadeln. 
 Das ist kein Fehler Ihrer Kamera. Es ist ein Schärfungs- und Kontrastproblem, das sich gezielt lösen lässt. SHARPEN projects 6 Pro bietet dafür die Kategorie  Landschaft  mit adaptiver Schärfung – sie betont Konturen und Strukturen, ohne glatte Flächen wie den Himmel zu überschärfen. In diesem Tutorial arbeiten wir Schritt für Schritt durch ein typisches Bergpanorama. 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Was Sie am Ende erreichen 
 Nach diesen Schritten treten die Gesteinsstrukturen in der Felswand deutlich hervor, der Wald im Mittelgrund zeigt Tiefe und Textur, und der Himmel bleibt ruhig – ohne Körnung oder Flecken. Das Bild wirkt plastischer und dreidimensionaler, ohne künstlich auszusehen. 
 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 
 Ziehen Sie Ihr Bergpanorama per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster oder nutzen Sie  Datei → Bild einladen . SHARPEN lädt das Bild und zeigt Ihnen zunächst das unveränderte Original – das ist gewollt, Presets bereiten nur vor. 
 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Bergpanorama reicht in den meisten Fällen das Preset  Original  (grün umrandet, Standard). Wenn Ihr Bild aus einer JPEG-Kamera stammt und bereits leichte Kompressionsartefakte zeigt, wählen Sie stattdessen  JPEG-Artefakte reduzieren  – ein Klick genügt. Für RAW-Dateien empfiehlt sich  RAW-Bild-Optimierung . Scrollen Sie ruhig durch die Presets und entscheiden Sie nach optischem Eindruck; die eigentliche Schärfung stellen Sie rechts ein. 
 Schritt 2: Kategorie Landschaft wählen 
 Auf der rechten Seite finden Sie die sieben Schärfe-Kategorien. Klicken Sie auf  Landschaft . Diese Kategorie arbeitet mit adaptiver Schärfung: Sie betont Konturen, Strukturen und Details, schont aber glatte Flächen – also genau das, was ein Bergpanorama braucht. Der Himmel bleibt ruhig, während Fels und Wald Textur gewinnen. 
 Innerhalb der Kategorie Landschaft stehen Ihnen Voreinstellungen zur Verfügung, zum Beispiel  Landschaft – leichte Schärfe  oder  Landschaft – hohe Schärfe . Wählen Sie zunächst  Landschaft – leichte Schärfe  als Ausgangspunkt. 
 Schritt 3: Automatik einstellen – immer zuerst 
 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  Automatik einstellen . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Reglerwerte innerhalb der Kategorie Landschaft automatisch. Das ist der wichtigste erste Schritt – von diesem Ausgangspunkt justieren Sie dann nach. 
 Zoomen Sie nach dem Klick in einen Bereich mit Felsstruktur oder Baumkronen hinein (Strg++ oder Mausrad). Sie werden bereits einen Unterschied sehen: Die Konturen sind schärfer, die Textur tritt hervor. Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit das Original dagegenzuhalten. 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Schritt 4: Bereichsschutz – den Himmel in Ruhe lassen 
 Prüfen Sie im Bereich  Bildbereiche schützen , welcher Schutz aktiv ist. Der Standard lautet  Glatte Bereiche schützen  – das ist ein guter Ausgangspunkt, denn er verhindert, dass SHARPEN im Himmel Mikrostrukturen oder JPEG-Rauschen verstärkt. 
 Für ein Bergpanorama empfiehlt sich ein noch präziserer Ansatz: Wechseln Sie in den  Profi-Modus  (Schaltfläche ganz oben rechts) und stellen Sie den Bereichsschutz auf  (3D) ferne und glattes schützen . Dadurch schärft SHARPEN den Vordergrund – also nahe Felsen, Gräser, Äste – stärker als den fernen Hintergrund und den Himmel. Das entspricht der Perspektive: Ein Schärfungsradius von einem Pixel entspricht im Vordergrund etwa zehn Zentimeter, im Hintergrund aber gut eineinhalb Meter. Ohne diesen Schutz würde der Hintergrund zu grob geschärft. Das Ergebnis wirkt räumlich natürlicher. 
 Falls Sie im Kompakt-Modus bleiben möchten, ist  Glatte Bereiche schützen  ebenfalls eine solide Wahl. 
 Schritt 5: Halo-Reduktion feinjustieren 
 Unterhalb der Voreinstellungen finden Sie den Regler  Halo-Reduktion . Der Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Kompromiss. Halo-Reduktion unterdrückt die hellen oder dunklen Säume, die an starken Kanten entstehen, wenn ein Bild geschärft wird. 
 Zoomen Sie in eine kontrastreiche Kante, zum Beispiel den Übergang zwischen dunklem Fels und hellem Schneefeld. Liegt der Wert bei 0 %, sehen Sie deutliche helle Säume. Bei 45 % verschwinden diese weitgehend, das Bild bleibt aber knackig, weil SHARPEN zwischen echtem Schärfe-Halo und echter Bildstruktur unterscheidet. Erhöhen Sie den Wert nur dann über 50 %, wenn die Säume noch störend sind – ab einem gewissen Punkt verlieren Sie Schärfe, ohne viel zu gewinnen. Ein Wert zwischen  40 % und 50 %  ist für Landschaftsaufnahmen in den meisten Fällen richtig. 
 Schritt 6: Struktur-Regler – das Herzstück für Mikrokontrast 
 Jetzt kommt der entscheidende Schritt für Fels und Wald. Scrollen Sie in den  Fotografischen Einstellungen  zum Regler  Struktur . Ziehen Sie ihn nach rechts – auf etwa  +10 bis +15  als Einstieg. 
 Was passiert: Der Struktur-Regler verstärkt alle Strukturen im Bild gleichmäßig. Felsplatten bekommen sichtbare Riefen, Baumrinden zeigen Muster, Grashalme im Vordergrund trennen sich voneinander. Das ist der Mikrokontrast, der ein Bergpanorama lebendig macht. Tasten Sie sich in kleinen Schritten heran – oft wirken schon  +8 bis +12  natürlicher als ein hoher Wert, der das Bild schnell übertrieben strukturiert aussehen lässt. 
 Ergänzend können Sie  Brillanz  auf etwa  +5  setzen. Brillanz gibt dem Bild Tiefenwirkung – Schatten in Felsspalten wirken tiefer, Lichter auf Schnee heller, ohne dass die Farben übersättigt werden. 
 Schritt 7: Dunst entfernen – mit Bedacht 
 Bergpanoramen haben oft einen leichten atmosphärischen Dunstschleier, besonders im Hintergrund. Ziehen Sie den Regler  Dunst entfernen  auf etwa  +5 bis +10 . Dadurch wirken die Farben kräftiger und der Hintergrund klarer. 
 Vorsicht: Zu hohe Werte – etwa über 20 % – lassen das Himmelblau fleckig werden. Bleiben Sie lieber bei einem moderaten Wert und prüfen Sie den Himmel nach jeder Änderung. Ein Wert von  +5  ist ein sicherer Einstieg. 
 Schritt 8: Glätten – für ruhige Flächen 
 Der Regler  Glätten  liegt in den Fotografischen Einstellungen und hat einen Preset-Standardwert von etwa  20 % . Lassen Sie ihn dort. Er glättet flache Bereiche im Ergebnis – also Himmel, ruhige Wasserflächen, gleichmäßige Schneeflächen – ohne die Schärfe an Konturen zu beeinträchtigen. Das ist kein Entrauschen, sondern ein direkter Bildeffekt auf das Ergebnis. Bei 0 % wirkt das Bild unruhiger; bei 20 % bleibt es harmonisch. 
 Schritt 9: Glätten und Struktur zusammen prüfen 
 Halten Sie jetzt die rechte Maustaste gedrückt und vergleichen Sie Original und Ergebnis. Was Sie sehen sollten: Die Felswand hat sichtbare Textur, der Wald zeigt Tiefe, der Himmel ist ruhig. Wenn der Himmel unruhig wirkt, erhöhen Sie  Glätten  leicht auf  25 %  oder prüfen Sie, ob der Bereichsschutz korrekt eingestellt ist. 
 Schritt 10: Supersampling – der finale Feinschliff 
 Öffnen Sie den  Supersampling -Bereich (Symbol neben dem Minuszeichen in der Toolbar oben). Wählen Sie den Modus  Scharf  – das ist der Standard und für Landschaften mit vielen Mikrodetails die richtige Wahl. Stellen Sie den Faktor auf  2-fach . 
 Was Supersampling bewirkt: SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es in dieser vergrößerten Version und skaliert es dann auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis sind ruhigere, gleichmäßigere Konturen und weniger Schärfe-Halos. Für ein Bergpanorama reicht  2-fach  in den meisten Fällen vollständig aus. Wenn Sie Zeit haben und maximale Qualität wünschen – etwa für einen großen Druck – probieren Sie  3-fach . Höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit deutlich, der Zugewinn wird ab Stufe 3 kleiner. 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Ergebnis: Was sich sichtbar verändert hat 
 Vergleichen Sie jetzt noch einmal Original und Ergebnis. Die Felswand zeigt Riefen und Schichtungen. Der Nadelwald im Mittelgrund hat Tiefe – einzelne Baumkronen sind erkennbar, keine grüne Fläche mehr. Der Himmel ist ruhig geblieben. Das Bild wirkt räumlicher, ohne dass es überschärft oder künstlich aussieht. 
 Ehrlich gesagt: Wenn das Ausgangsbild sehr stark verwackelt oder durch schlechtes Licht grundsätzlich unscharf ist, wird auch SHARPEN nicht alles herausholen können. Aber die vorhandene Schärfe und den vorhandenen Mikrokontrast – den holt dieses Vorgehen zuverlässig ans Licht. 
 Zusammenfassung der Einstellungen auf einen Blick 
 
  Preset:  Original (oder JPEG-Artefakte reduzieren / RAW-Bild-Optimierung) 
  Kategorie:  Landschaft 
  Voreinstellung:  Landschaft – leichte Schärfe (Ausgangspunkt) 
  Automatik einstellen:  immer zuerst klicken 
  Bereichsschutz:  Glatte Bereiche schützen (Kompakt) oder (3D) ferne und glattes schützen (Profi) 
  Halo-Reduktion:  40–45 % 
  Struktur:  +8 bis +15 (nach Motiv und Geschmack) 
  Brillanz:  +5 
  Dunst entfernen:  +5 bis +10 
  Glätten:  20 % (Preset-Standard belassen) 
  Supersampling:  Modus Scharf, Faktor 2-fach 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Praktischer Tipp zum Abschluss 
 Wenn Sie mehrere Bergaufnahmen aus derselben Serie bearbeiten möchten, speichern Sie Ihre Schärfe-Einstellungen über  Export/Import  im Profi-Modus. So übertragen Sie denselben Look auf weitere Bilder, ohne jeden Regler neu einzustellen. Alternativ nutzen Sie die  Stapelverarbeitung  (Strg+B) für eine ganze Bildmappe auf einmal 
  HIER GEHTS ZUR SOFTWARE  
 
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-06-17T17:33:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Hintergrund unscharf lassen mit der 3D-Maske</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/hintergrund-unscharf-lassen-mit-der-3d-maske</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/hintergrund-unscharf-lassen-mit-der-3d-maske"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Mit dem 3D-Bereichsschutz von SHARPEN projects 6 Pro schärfen Sie Ihr Porträt-Motiv präzise, während der Hintergrund gezielt weich bleibt – ganz ohne manuelle Masken.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Hintergrund unscharf lassen mit der 3D-Maske in SHARPEN projects 6 Pro 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Kennen Sie das? Sie haben ein schönes Porträt gemacht, aber der Hintergrund ist unruhig – Passanten, Blätterwerk, Fassadendetails. Beim Schärfen passiert dann genau das Falsche: SHARPEN zieht Konturen und Strukturen im Hintergrund genauso stark nach wie das Gesicht im Vordergrund, und das Bild wirkt insgesamt überladen. Was Sie eigentlich wollen, ist eine klare, natürlich wirkende Schärfe auf der Person – und ein Hintergrund, der dezent in der Tiefe bleibt. 
 Genau dafür gibt es in SHARPEN projects 6 Pro den  3D-Bereichsschutz . Er nutzt eine automatisch berechnete Tiefenkarte, um vordere und hintere Bildbereiche getrennt zu behandeln. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt dieses Tutorial Schritt für Schritt. 
 Was steckt hinter der Tiefenkarte? 
 Wenn Sie ein Bild in SHARPEN projects 6 Pro einladen, erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ . Das Programm analysiert dabei automatisch die räumliche Struktur des Fotos und legt eine sogenannte Tiefenkarte an: Weiß steht für den Vordergrund, Grau für die Bildmitte, Schwarz für den Hintergrund. Diese Karte ist die Grundlage für alle Bereichsschutz-Optionen mit dem Zusatz  (3D) . 
 Der Hintergrund dieser Technik ist übrigens nicht nur ästhetischer Natur. Eine gleichmäßige Schärfung arbeitet immer mit einem Radius von einem Pixel – doch was vorne einem Zentimeter entspricht, entspricht hinten gut einem Meter. Ohne Tiefenkorrektur würde SHARPEN den Hintergrund also mit einem viel zu groben Pinsel schärfen. Der 3D-Bereichsschutz löst genau dieses Problem. 
 Schritt für Schritt: Person schärfen, Hintergrund schonen 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 
 Laden Sie Ihr Porträtfoto per Drag &amp;amp; Drop oder über  Datei → Bild einladen . Warten Sie, bis der Ladebalken und der Hinweis „Bildtiefe mit KI ermitteln“ verschwunden sind – die Tiefenkarte wird dabei im Hintergrund berechnet. 
 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Porträt vor unruhigem Hintergrund ist das Preset  Original  ein guter Ausgangspunkt – es verändert den Bildlook nicht und lässt Ihnen alle Freiheiten bei der Schärfung. Klicken Sie es an, sodass es grün umrandet erscheint. 
 Schritt 2: Kategorie „Portrait“ wählen 
 Auf der rechten Seite finden Sie die sieben Schärfe-Kategorien. Wählen Sie  Portrait . Diese Kategorie arbeitet mit adaptiver Bildschärfe: Sie schärft Augen, Lippen und Haare stärker, behandelt glatte Hautpartien aber deutlich zurückhaltender. Das ist für Ihr Szenario ideal, weil die Person im Vordergrund differenziert geschärft wird, ohne dass Poren oder feine Hauttexturen übertrieben werden. 
 Schritt 3: „Automatik einstellen“ drücken 
 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Regler innerhalb der Portrait-Kategorie auf sinnvolle Ausgangswerte – inklusive eines bereits brauchbaren Werts für die Halo-Reduktion. Zoomen Sie anschließend ins Gesicht: Die Augen sollten bereits deutlich schärfer wirken als im Original. 
 Wichtig zu wissen: Die Automatik ist halbautomatisch. Sie setzt die Reglerwerte, aber die Kategorie – hier Portrait – haben Sie selbst gewählt. Das ist gewollt, denn nur Sie wissen, was auf dem Bild wichtig ist. 
 Schritt 4: 3D-Bereichsschutz aktivieren 
 Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Suchen Sie das Modul  „Bildbereiche schützen“  auf der rechten Seite. Im Standard ist dort  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv – das ist ein guter Grundschutz, aber er unterscheidet nicht zwischen Vordergrund und Hintergrund. 
 Öffnen Sie das Drop-down und wählen Sie stattdessen  „(3D) Hintere Bildhälfte/Fernbereich“ . Damit weisen Sie SHARPEN an, den hinteren Bildbereich – also genau dort, wo Ihr unruhiger Hintergrund liegt – deutlich schwächer zu schärfen. Die Person im Vordergrund bleibt von dieser Schutzmaske unberührt und wird weiterhin vollständig geschärft. 
 Wenn Sie noch präziser arbeiten möchten, probieren Sie die Kombination  „(3D) Ferne/Glattes“ . Sie schützt gleichzeitig ferne Bereiche und glatte Flächen – das ist besonders nützlich, wenn im Hintergrund auch ein Himmel oder eine helle Wand sichtbar ist, die sonst fleckig wirken könnte. 
 Schritt 5: Maske visualisieren und prüfen 
 Klicken Sie auf das  Augensymbol  neben dem Bereichsschutz-Modul. SHARPEN blendet jetzt die Schutzmaske über das Bild: Weiße Bereiche werden voll geschärft, hellgraue leicht, dunkelgraue kaum, schwarze gar nicht. Prüfen Sie, ob das Gesicht Ihrer Person tatsächlich hell (also ungeschützt) erscheint und der Hintergrund deutlich dunkler. Wenn die Maske passt, blenden Sie die Visualisierung durch erneuten Klick auf das Augensymbol wieder aus. 
 Schritt 6: Halo-Reduktion feinjustieren 
 Zoomen Sie auf eine kontrastreiche Kante – etwa den Übergang zwischen Haar und Hintergrund. Wenn Sie dort helle oder dunkle Säume sehen, ziehen Sie den Regler  Halo-Reduktion  auf etwa  45 % . Das ist auch der Preset-Standardwert und ein guter Kompromiss: Die Säume verschwinden weitgehend, ohne dass die Schärfe spürbar leidet, weil SHARPEN zwischen echtem Bilddetail und Schärfe-Halo unterscheidet. Wirken die Kanten noch zu hart, können Sie auf  50 %  gehen – aber gehen Sie nicht höher als nötig, denn ab einem gewissen Punkt verlieren feine Details ihre Zeichnung. 
 Schritt 7: Glätten einstellen 
 Der Regler  Glätten  arbeitet auf dem Ergebnis – also nach der Schärfung – und harmonisiert flache Bereiche, ohne die eigentliche Schärfe zu beeinflussen. Das ist kein Entrauschen. Belassen Sie ihn beim Preset-Standardwert von  20 % . Wenn Ihnen Hauttöne noch etwas unruhig erscheinen, können Sie ihn auf  28 %  anheben – das beruhigt die Flächen weiter, ohne die Augen oder Haarsträhnen weichzuzeichnen. 
 Schritt 8: Profi-Modus für mehr Kontrolle (optional) 
 Wenn Sie noch tiefer einsteigen möchten, wechseln Sie über die beiden Schaltflächen oben rechts in den  Profi-Modus . Das ist eine reine Interface-Einstellung – sie blendet zusätzliche Regler ein, verändert aber nicht die bisherige Berechnung. Im Profi-Modus sehen Sie unter anderem den Regler  Präzision , der die Genauigkeit der Unschärfeermittlung steuert. Ein Wert von  150 %  (Standard: 100 %) bringt eine leichte, am Monitor sichtbare Verbesserung der Schärfekontur – besonders an feinen Haaren oder Wimpern. 
 Schritt 9: Supersampling als finaler Feinschliff 
 Öffnen Sie den  Supersampling-Bereich  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  und starten Sie mit Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es wieder auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere, homogenere Konturen und nochmals reduzierte Halos. Für die meisten Porträtaufnahmen reicht 2-fach vollständig aus. Erst wenn Sie für einen großformatigen Druck arbeiten, lohnt sich der Schritt auf  3-fach . 
 Vorher/Nachher: Was hat sich verändert? 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit zwischen Original und Ergebnis zu wechseln. Was Sie sehen sollten: Die Augen, Wimpern und Haarsträhnen der Person sind deutlich klarer gezeichnet. Die Haut wirkt gepflegt, aber nicht überschärft. Der Hintergrund – Blätter, Fassade, Passanten – bleibt weicher und tritt optisch zurück, ohne künstlich weichgezeichnet auszusehen. Das Bild gewinnt räumliche Tiefe, ohne dass Sie eine einzige manuelle Maske gezeichnet haben. 
 Praktischer Tipp: Kombination mit selektiver Nachbearbeitung 
 Wenn die Tiefenkarte an einer Stelle nicht ganz stimmt – etwa weil ein Arm der Person weit in den Hintergrund ragt und dort zu wenig geschärft wird – können Sie den 3D-Bereichsschutz mit dem Modul  Selektiv Zeichnen  kombinieren. Öffnen Sie es über das Pinselsymbol, malen Sie mit dem Pinsel bei einer  Konturenerkennung von 50 %  über den betreffenden Bereich und rechnen Sie dort das Original wieder ein. So holen Sie gezielt nach, ohne den Rest der Bearbeitung anzutasten. Die fertige Maske können Sie als  TIFF  speichern und bei ähnlichen Aufnahmen wiederverwenden. 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Fazit 
 Der 3D-Bereichsschutz in SHARPEN projects 6 Pro ist kein Zaubermittel, aber ein sehr präzises Werkzeug: Er löst ein echtes fotografisches Problem – die perspektivisch falsche Gleichbehandlung von Vorder- und Hintergrund – auf eine Weise, die ohne manuelle Maskenarbeit auskommt. Die Kombination aus  Kategorie Portrait ,  „(3D) Hintere Bildhälfte/Fernbereich“  als Bereichsschutz, einer  Halo-Reduktion von 45 %  und einem abschließenden  Supersampling 2-fach  liefert in den meisten Fällen ein natürlich wirkendes Ergebnis. Tasten Sie sich bei den Werten ruhig heran – oft macht schon ein Unterschied von 10 % beim Glätten-Regler den entscheidenden Unterschied zwischen „technisch scharf“ und „angenehm anzusehen“. 
  HIER GEHTS ZUR SOFTWARE  
 
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-06-17T17:22:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Verwackelte Tieraufnahmen retten mit SHARPEN 6</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/verwackelte-tieraufnahmen-retten-mit-sharpen-6</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/verwackelte-tieraufnahmen-retten-mit-sharpen-6"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Ein Vogelfoto aus der Hand geschossen, das Gefieder leicht verwackelt, das Auge unscharf – mit SHARPEN projects 6 Pro holen Sie aus solchen Aufnahmen deutlich mehr heraus. Dieses Tutorial zeigt den vollständigen Weg von der PSF-Analyse bis zum finalen Supersampling.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Verwackelte Tieraufnahmen retten mit SHARPEN projects 6 Pro 
 Kennen Sie das? Im Zoo sitzt ein Vogel in perfekter Position, das Licht stimmt – und trotzdem ist das Foto nicht ganz scharf. Die Kamera hat zwar den Autofokus gesetzt, aber die kurze Verschlusszeit reichte nicht aus, um die eigene Handbewegung vollständig einzufrieren. Das Ergebnis: Gefieder und Auge wirken leicht verwackelt, die feinen Strukturen verschwimmen. Aus einem völlig unscharfen Bild zaubert auch SHARPEN kein gestochen scharfes – aber das Machbare holen Sie hier heraus. Und das ist oft erstaunlich viel. 
 Dieses Tutorial führt Sie Schritt für Schritt durch die Bearbeitung eines solchen Freihand-Vogelfotos. Schwerpunkte sind die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe , der  PSF-Richtungspfeil  zur direktionalen Korrektur und die  Multi-direktionale Schärfe . Schwierigkeitsgrad: mittel. 
 Schritt 1: Bild laden und Ausgangslage prüfen 
 Ziehen Sie Ihre Aufnahme per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster oder wählen Sie  Datei → Bild einladen . Beim Laden erscheint kurz der Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“  – SHARPEN erstellt dabei automatisch eine Tiefenkarte, die später für den räumlich korrekten Bereichsschutz genutzt wird. Sie müssen hier nichts tun, der Vorgang läuft im Hintergrund ab. 
 Zoomen Sie anschließend auf das Gefieder und das Auge des Vogels. Achten Sie darauf, ob die Unschärfe gleichmäßig in alle Richtungen geht oder ob Sie eine erkennbare Richtung sehen – etwa einen leichten Doppeleffekt an den Federkanten nach rechts oder links. Diese Beobachtung ist wichtig für den PSF-Richtungspfeil in Schritt 4. 
 Schritt 2: Preset wählen und Kategorie festlegen 
 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Vogelfoto mit Verwacklungsunschärfe ist das Preset  Original  ein guter Ausgangspunkt – es verändert den Bildlook nicht und lässt Ihnen alle Freiheiten bei der Schärfung. Klicken Sie es an, sodass es grün umrandet erscheint. 
 Wechseln Sie nun auf die rechte Seite zum Schärfebereich (erkennbar am  Diamantsymbol  in der Toolbar). Wählen Sie dort die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe . Diese Kategorie arbeitet mit echter Dekonvolution – sie korrigiert Verwacklungen und Unschärfen, ohne die Farben zu verändern. Das ist bei Tierfotos wichtig: Das warme Gefieder soll seine Farbe behalten. 
 Schritt 3: Automatik als Ausgangspunkt nutzen 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt innerhalb der gewählten Kategorie sinnvolle Startwerte – darunter auch einen bereits brauchbaren Wert für die  Halo-Reduktion . Typische Automatik-Werte bei einer starken Verwacklungskorrektur liegen etwa bei  Korrektur 90 % ,  Halo-Reduktion 54 %  und  Entrauschen 42 % . 
 Zoomen Sie nach dem Automatik-Durchlauf auf das Auge des Vogels. Ist die Schärfe schon deutlich besser? Gut – dann haben Sie eine solide Basis, von der aus Sie jetzt gezielt nachjustieren. 
 Schritt 4: PSF-Richtungspfeil für direktionale Verwacklung setzen 
 Schauen Sie sich die  PSF-Vergleichsansicht  an – sie zeigt links die Unschärfeverteilung im Original und rechts das Ergebnis nach der Schärfung. Die PSF ist der durchschnittliche Unschärfe-Fingerabdruck Ihres gesamten Bildes. Sehen Sie eine längliche Ausdehnung in eine bestimmte Richtung, etwa von links unten nach rechts oben? Dann liegt eine gerichtete Verwacklung vor. 
 In diesem Fall setzen Sie einen der  8 Richtungspfeile  rund um die PSF-Vorschau. Wählen Sie den Pfeil, der  in die Richtung zeigt, in die die Unschärfe verläuft  – also in die Richtung des sichtbaren Doppeleffekts an den Federkanten. Zeigt der Doppeleffekt nach rechts, wählen Sie den rechten Pfeil. Wichtig: Es ist immer nur  ein Pfeil gleichzeitig  aktiv. Ein falscher Pfeil würde den Geistereffekt verdoppeln statt ihn zu reduzieren. 
 Die Stärke der direktionalen Korrektur steuern Sie nicht über einen eigenen Intensitätsregler, sondern über den  Korrektur-Wert  und den  Qualitätsmodus  – dazu gleich mehr in Schritt 5. 
 Sehen Sie keine eindeutige Richtung in der PSF, sondern eine gleichmäßig kreisförmige Verteilung? Dann lassen Sie alle Richtungspfeile deaktiviert. Die allgemeine Unschärfekorrektur der Automatik arbeitet in diesem Fall bereits optimal. 
 Schritt 5: Qualitätsmodus auf Pro Plus erhöhen 
 Stellen Sie den Qualitätsmodus auf  Pro Plus  – das ist die dritthöchste Stufe mit einem Analyseradius von 250 Pixeln. SHARPEN warnt Sie, dass die Rechenzeit deutlich steigt; das ist bei Vogelfotos mit feinen Federstrukturen aber gut investierte Zeit. In der Praxis erreichen Sie damit bei einer Verwacklung von 30 bis 50 Pixeln eine Korrektur von etwa  90 bis 95 % . 
 Wenn Sie nach dem Durchlauf feststellen, dass die direktionale Korrektur noch nicht ausreicht, erhöhen Sie den Qualitätsmodus weiter auf  Pro Infinity . Dieser Modus analysiert praktisch das gesamte Bild und liefert die höchste Präzision – rechnen Sie aber mit deutlich längerer Wartezeit. 
 Schritt 6: Halo-Reduktion feinjustieren 
 Nach der Berechnung prüfen Sie die Kanten am Gefieder. Sehen Sie helle Säume an dunklen Federkanten oder dunkle Säume an hellen Bereichen? Das sind Schärfe-Halos – ein typisches Nebenprodukt der mathematischen Unschärfekorrektur. 
 Ziehen Sie den Regler  Halo-Reduktion  auf etwa  45 % . SHARPEN unterscheidet dabei zwischen echtem Schärfe-Halo und tatsächlicher Bildschärfe – die Säume verschwinden, während das Gefieder knackig bleibt. Der Preset-Default liegt bereits bei rund 45, die Automatik setzt oft einen ähnlichen Wert. Ist Ihnen das Ergebnis noch zu hart, erhöhen Sie auf  50 % . Beachten Sie aber: Je höher der Wert, desto mehr Schärfe geht verloren. Ein Bereich von  30 bis 50 %  ist für die meisten Tierfotos ein guter Kompromiss. 
 Schritt 7: Glätten-Regler für ruhige Flächen 
 Ziehen Sie den Regler  Glätten  auf  20 %  – das ist der Preset-Default und für Vogelfotos meist genau richtig. Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis und glättet flache Bereiche wie den Hintergrund oder glatte Gefiederpartien, ohne die Schärfe an den Federkanten zu beeinträchtigen. Er ist kein Entrauschen-Regler – er verändert das Rauschen im Quellbild nicht. 
 Tasten Sie sich ruhig in kleinen Schritten heran: Bei 28 % wirkt der Hintergrund noch etwas ruhiger, bei 15 % bleiben mehr feine Strukturen erhalten. Beides kann je nach Motiv sinnvoll sein. 
 Schritt 8: Bereichsschutz räumlich korrekt einstellen 
 Im Bereich  Bildbereiche schützen  ist standardmäßig  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das verhindert, dass der Hintergrund oder der Himmel überschärft wird. Für ein Vogelfoto mit erkennbarer Raumtiefe empfiehlt sich ein Upgrade: Wählen Sie stattdessen  „(3D) ferne und glattes schützen“ . 
 Warum? SHARPEN schärft mit einem Radius von einem Pixel. Im Vordergrund entspricht ein Pixel etwa 10 cm, im Hintergrund kann derselbe Pixel 1,50 m abdecken. Ohne 3D-Schutz würde der Hintergrund mit einem viel zu großen Radius geschärft – das wirkt unnatürlich. Mit der 3D-Option schärft SHARPEN den Vogel im Vordergrund stark und schont den Hintergrund automatisch. Die Tiefenkarte, die beim Laden erstellt wurde, liefert dafür die Grundlage. 
 Schritt 9: Multi-direktionale Schärfe zuschalten 
 Jetzt, nachdem die Grundschärfung abgeschlossen ist, schalten Sie die  Multi-direktionale Schärfe  zu. Dieses Modul analysiert die Unschärferichtung pro Pixel und korrigiert sie individuell – ideal für Vogelfotos, bei denen verschiedene Federbereiche leicht unterschiedliche Verwacklungsrichtungen aufweisen können. 
 Wählen Sie  Stufe 5  – den höchsten Radius. SHARPEN zeigt beim Aktivieren eine Warnmeldung, dass die Berechnung rechenintensiv ist; bestätigen Sie diese. Stufe 5 liefert die feinste Korrektur, wirkt aber nicht immer besser als Stufe 3 oder 4 – prüfen Sie das Ergebnis am Gefieder und am Auge. Wirkt das Bild bei Stufe 5 unnatürlich oder überschärft, gehen Sie auf  Stufe 3  zurück. Die Multi-direktionale Schärfe bringt nur dann ihr volles Potenzial, wenn das Bild durch die vorherigen Schritte bereits gut geschärft ist – auf einem noch unscharfen Bild würde sie kaum wirken. 
 Die Multi-direktionale Schärfe kollidiert nicht mit dem PSF-Richtungspfeil aus Schritt 4. Beide Korrekturen ergänzen sich: Der Richtungspfeil korrigiert eine einheitliche Verwacklung in eine Richtung, die Multi-direktionale Schärfe kümmert sich um die verbleibenden, pixelweisen Unschärfen in unterschiedliche Richtungen. 
 Schritt 10: Supersampling als finaler Feinschliff 
 Öffnen Sie den  Supersampling-Bereich  über das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen). Wählen Sie den Modus  Scharf  – der Standard – und starten Sie mit dem Faktor  2-fach . SHARPEN vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es auf die Originalauflösung zurück. Das Ergebnis: Kanten werden ruhiger, Halos schmaler, Federkonturen homogener. 
 Möchten Sie noch mehr Feinheit, wechseln Sie auf  3-fach . Die Rechenzeit steigt, aber die Konturen werden nochmals ruhiger. Für die meisten Vogelfotos reicht  2-fach  vollständig aus. Fangen Sie immer mit der kleinsten Stufe an und erhöhen Sie nur, wenn Sie einen sichtbaren Unterschied erkennen. 
 Ergebnis: Vorher und Nachher 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Halten Sie die rechte Maustaste gedrückt, um jederzeit zwischen Original und Ergebnis zu wechseln. Was Sie sehen sollten: Das Auge des Vogels ist deutlich klarer, die Federstrukturen treten hervor, und der Hintergrund bleibt ruhig, ohne überschärft zu wirken. Die Farben haben sich nicht verändert – die Kategorie  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe  arbeitet farbneutral. 
 Ist das Ergebnis noch nicht ganz zufriedenstellend? Prüfen Sie, ob der Qualitätsmodus auf  Pro Infinity  eine weitere Verbesserung bringt, und erhöhen Sie das Supersampling auf  3-fach . Bei sehr starken Verwacklungen von 40 bis 50 Pixeln stoßen Sie an eine physikalische Grenze – nicht jede Aufnahme lässt sich vollständig retten. Aber das Machbare haben Sie mit diesem Workflow konsequent ausgeschöpft. 
 Zusammenfassung der Einstellungen 
 
  Preset:  Original 
  Kategorie:  Verwacklung &amp;amp; Unschärfe 
  Automatik einstellen:  ja, als Ausgangspunkt 
  PSF-Richtungspfeil:  in Richtung der sichtbaren Verwacklung (nur wenn gerichtet) 
  Qualitätsmodus:  Pro Plus (250 px), bei Bedarf Pro Infinity 
  Halo-Reduktion:  45 % (Bereich 30–50 %) 
  Glätten:  20 % 
  Bereichsschutz:  (3D) ferne und glattes schützen 
  Multi-direktionale Schärfe:  Stufe 5 (nach der Grundschärfung zuschalten; ggf. auf Stufe 3 reduzieren) 
  Supersampling:  Scharf, 2-fach (bei Bedarf 3-fach) 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Praktischer Abschlusstipp 
 Wenn Sie mehrere Aufnahmen derselben Situation bearbeiten – etwa eine Serie aus dem Zoo – speichern Sie Ihre Schärfe-Einstellungen über  Export  in eine Datei. Mit der  Import -Funktion wenden Sie dieselben Werte auf weitere Bilder an, ohne jeden Regler neu setzen zu müssen. Für größere Serien lohnt sich ein Blick auf die  Stapelverarbeitung  ( Strg+B ): Dort arbeitet SHARPEN mit echter Vollautomatik inklusive Kategoriewahl – ideal, wenn Sie nach einem langen Zoo-Besuch viele Aufnahmen auf einmal optimieren möchten. 
  HIER GEHTS ZUR SOFTWARE  
 
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-06-17T17:05:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Porträts natürlich schärfen – Augen scharf, Haut weich</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/portraets-natuerlich-schaerfen-augen-scharf-haut-weich</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/portraets-natuerlich-schaerfen-augen-scharf-haut-weich"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Wie Sie mit SHARPEN projects 6 Pro Available-Light-Porträts so schärfen, dass die Augen knackig wirken, die Haut aber natürlich weich bleibt – Schritt für Schritt erklärt.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Porträts natürlich schärfen – Augen scharf, Haut weich 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Kennen Sie das? Das Porträt ist bei schönem Fensterlicht entstanden, die Stimmung stimmt – aber beim Heranzoomen sehen Sie, dass die Augen nicht ganz so scharf sind, wie Sie es sich gewünscht hätten. Gleichzeitig soll die Haut nicht körnig oder überschärft wirken, sondern so natürlich bleiben wie im Original. Genau für diese Situation ist die Kategorie  Portrait  in SHARPEN projects 6 Pro gemacht. Sie arbeitet adaptiv: Augen, Lippen und Haare werden stärker geschärft, glatte Hautflächen dagegen geschont. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Ihnen dieses Tutorial Schritt für Schritt. 
 Eines vorab: Aus einem völlig unscharfen Bild zaubert auch SHARPEN kein gestochen scharfes Ergebnis. Aber ein Available-Light-Porträt mit leichter Unschärfe – das ist genau das Terrain, auf dem die Software ihre Stärken ausspielt. 
 Schritt 1: Bild einladen und Preset wählen 
 Ziehen Sie Ihr Porträtfoto per Drag &amp;amp; Drop ins Programmfenster, oder öffnen Sie es über  Datei → Bild einladen . Beim Laden analysiert SHARPEN automatisch die Bildtiefe und erstellt eine Tiefenkarte – Sie sehen kurz den Hinweis  „Bildtiefe mit KI ermitteln“ . Diese Karte wird später für den Bereichsschutz genutzt. 
 Auf der linken Seite sehen Sie die Presets. Für ein Available-Light-Porträt reicht das Preset  Original  in den meisten Fällen vollkommen aus – es verändert den Bildlook nicht und lässt Ihnen alle Freiheit bei der Schärfung. Klicken Sie es an, sodass es grün umrandet ist. Presets sind in SHARPEN keine Schärfegrade, sondern nur eine vorbereitende Grundrichtung. 
 Schritt 2: Kategorie Portrait wählen 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Klicken Sie auf der rechten Seite auf die Kategorie  Portrait . Diese Kategorie nutzt die sogenannte adaptive Bildschärfe: Sie analysiert das Bild und schärft dort stärker, wo Konturen und Details sind – also an Augen, Wimpern, Lippen und Haaren. Glatte Flächen wie Haut werden automatisch geschont, auch ohne dass Sie manuell eine Maske zeichnen müssen. Das ist der entscheidende Unterschied zur allgemeinen Bildschärfe, die das Bild gleichmäßig behandelt und Haut schnell unruhig wirken lässt. 
 Wählen Sie als Voreinstellung  Portrait – geringe Schärfe  oder  Portrait – intensive Schärfe , je nachdem wie unscharf Ihr Ausgangsbild ist. Bei einem typischen Available-Light-Porträt mit leichter Unschärfe ist  Portrait – geringe Schärfe  ein guter Startpunkt. 
 Schritt 3: Automatik einstellen – immer zuerst 
 Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche  „Automatik einstellen“ . SHARPEN analysiert das Bild und setzt die Reglerwerte innerhalb der Kategorie Portrait automatisch. Das ist der empfohlene erste Schritt – von diesem Ausgangspunkt aus justieren Sie dann gezielt nach. Die Automatik wählt dabei bereits einen sinnvollen Wert für die Halo-Reduktion, sodass Sie nicht bei null anfangen. 
 Zoomen Sie nach dem Klick auf  100 %  (Tastenkombination  Strg+1 ), um die Wirkung an den Augen und der Haut beurteilen zu können. In der Gesamtansicht ist der Unterschied kaum sichtbar – erst im Detail zeigt sich, ob die Schärfung greift. 
 Schritt 4: Halo-Reduktion prüfen und feinjustieren 
 Nach der Automatik sehen Sie im Schärfebereich den Regler  Halo-Reduktion . Sein Preset-Standardwert liegt bei etwa  45 %  – das ist bereits ein guter Ausgangspunkt. Halos sind helle oder dunkle Säume, die an Kanten entstehen, wenn ein Bild geschärft wird. Gerade bei nachbearbeiteten JPEGs sind solche Säume häufig schon im Original vorhanden. 
 Ziehen Sie die  Halo-Reduktion  auf etwa  45 %  – dadurch verschwinden die hellen Kanten-Säume, ohne dass das Bild weich wirkt, weil SHARPEN den Schärfe-Halo vom echten Bilddetail unterscheidet. Möchten Sie die Kanten noch ruhiger haben, können Sie den Wert auf  50 %  anheben. Beachten Sie aber: Je höher der Wert, desto mehr Schärfe geht verloren. Ein Bereich von  30 bis 50 %  ist für Porträts ein guter Kompromiss. 
 Schritt 5: Glätten-Regler für natürliche Haut 
 Direkt darunter finden Sie den  Glätten -Regler. Sein Standardwert liegt bei etwa  20 % . Dieser Regler arbeitet auf dem Ergebnis der Schärfung und glättet flache Bildbereiche nach – also genau die Hautpartien, die die adaptive Schärfung bereits geschont hat. Wichtig: Der Glätten-Regler ist keine Entrauschung. Er entfernt kein Bildrauschen, sondern macht das Ergebnis in ruhigen Flächen harmonischer, ohne die Schärfe an Konturen zu beeinträchtigen. 
 Belassen Sie den  Glätten -Regler zunächst bei  20 %  und beobachten Sie die Haut im 100-%-Zoom. Wirkt die Haut noch leicht unruhig, ziehen Sie den Regler auf  25 bis 28 %  – das entspricht in etwa dem Wert, den die Automatik bei vielen Porträtmotiven selbst wählt. Mehr als  30 %  ist selten nötig und kann das Bild zu glatt wirken lassen. 
 Schritt 6: Bereichsschutz aktivieren 
 Im Bereich  Bildbereiche schützen  ist standardmäßig  „Glatte Bereiche schützen“  aktiv. Das ist für Porträts die richtige Wahl: Glatte Flächen – also Haut, Himmel, Hintergründe – werden vor Überschärfung bewahrt. Lassen Sie diese Einstellung so stehen. 
 Wenn Ihr Porträt einen erkennbaren Vordergrund und Hintergrund hat – etwa eine Person vor einem unscharfen Hintergrund – können Sie im  Profi-Modus  zusätzlich den Bereichsschutz auf  „(3D) Hintere Bildhälfte schützen“  umstellen. Dadurch wird der Hintergrund noch schwächer geschärft, während die Person im Vordergrund die volle Schärfung erhält. Die Tiefenkarte, die beim Laden erstellt wurde, liefert dafür die Grundlage. 
 Schritt 7: Ergebnis vergleichen 
 Halten Sie die  rechte Maustaste  ins Bild gedrückt, um das Original direkt mit dem geschärften Ergebnis zu vergleichen. Prüfen Sie dabei gezielt: 
 
 Sind die Augen und Wimpern deutlich schärfer als zuvor? 
 Wirkt die Haut noch natürlich, ohne körnig oder strukturiert zu erscheinen? 
 Gibt es sichtbare Halos an Kanten wie dem Haaransatz oder den Augenbrauen? 
 
 Wenn die Augen noch nicht ganz so scharf sind, wie Sie es sich wünschen, wechseln Sie die Voreinstellung auf  Portrait – intensive Schärfe  und drücken Sie erneut auf  „Automatik einstellen“ . Justieren Sie danach Halo-Reduktion und Glätten wie beschrieben nach. 
 Schritt 8: Supersampling als finaler Feinschliff 
    Bild (außer FRANZIS-Produktbestandteile) KI-generiert   
 Als letzten Schritt aktivieren Sie das  Supersampling . Klicken Sie auf das entsprechende Symbol in der Toolbar (neben dem Minuszeichen) und wählen Sie den Modus  Scharf  mit dem Faktor  2-fach . Das Supersampling vergrößert das Bild intern, schärft es und skaliert es wieder auf die Originalauflösung zurück – das Ergebnis sind ruhigere, homogenere Konturen und eine weitere Reduzierung von Halos. 
 Für ein Porträt reicht  Supersampling Scharf 2-fach  in den meisten Fällen vollkommen aus. Starten Sie immer mit der kleinsten Stufe und erhöhen Sie nur, wenn Sie einen sichtbaren Unterschied feststellen. Höhere Faktoren verlängern die Rechenzeit deutlich. 
 Schritt 9: Speichern 
 Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, speichern Sie das Bild über  Datei → Ergebnisbild speichern  oder den grünen Speichern-Button (Tastenkombination  Strg+S ). Im Speicherdialog können Sie bei Bedarf noch einen Zuschnitt vornehmen oder das Bild für Social Media skalieren – SHARPEN bietet dafür fertige Vorlagen wie  Instagram – 1080 px Breite . 
 Zusammenfassung: Was Sie erreicht haben 
 
 Die Kategorie  Portrait  hat adaptiv geschärft: Augen, Wimpern, Lippen und Haare sind deutlich schärfer, die Haut wurde automatisch geschont. 
 Die  Halo-Reduktion bei etwa 45 %  hat störende Kanten-Säume entfernt, ohne die Schärfe zu opfern. 
 Der  Glätten-Regler bei 20 bis 28 %  hat die Haut in ruhigen Bereichen harmonisiert – ohne Entrauschung, ohne Detailverlust an Konturen. 
 Der Bereichsschutz  „Glatte Bereiche schützen“  hat verhindert, dass Hintergrund oder Haut überschärft werden. 
  Supersampling Scharf 2-fach  hat als finaler Schritt die Konturen beruhigt. 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Praktischer Abschlusstipp 
 Tasten Sie sich bei Halo-Reduktion und Glätten in kleinen Schritten heran – oft wirken schon 5 % weniger natürlicher als der erste Automatik-Wert. Und lassen Sie ruhig etwas Rest-Unschärfe stehen: Ein mathematisch perfekt geschärftes Bild wirkt schnell unnatürlich. Die richtige Balance zu finden, ist die eigentliche Kunst. 
  HIER GEHTS ZUR SOFTWARE  
 
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2026-06-17T16:59:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Aus Wissen wird ein besseres Bild</title>
            <id>https://www.franzis.de/fotowissen/aus-wissen-wird-ein-besseres-bild</id>
            <link href="https://www.franzis.de/fotowissen/aus-wissen-wird-ein-besseres-bild"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Ratgeber hier zeigen Ihnen das Handwerk – die passende Software liefert FRANZIS gleich dazu. Ob gestochen scharfe Details, rauschfreie Nachtaufnahmen oder ausdrucksstarke HDR-Bilder: Mit den Foto-Programmen von FRANZIS setzen Sie jeden Tipp aus unseren Tutorials direkt am ...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                
                ]]>
            </content>

                            <updated>2020-06-16T02:00:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
</feed>
